Cymin Samawatie | September – Dezember 2018

Cymin Samawatie ist Sängerin, Dirigentin und Komponistin der zeitgenössischen Musik. Mit ihrem Ensemble Cyminology, dessen Aufnahmen beim Münchener Label ECM erscheinen, vereint sie die Klangfarben des Impressionismus mit der Lebendigkeit des Jazz, Kammermusik mit freien Improvisationen und Minimalismus mit persischer Lyrik aus dem 12. bis ins 20. Jahrhundert. Sie hat u.a. Werke für das Osnabrücker Morgenlandfestival, für Polymorfilms Brüssel und für Projekte der Berliner Philharmoniker komponiert. Mit ihrem Trickster Orchestra verfolgt Cymin Samawatie gemeinsam mit Ketan Bhatti konzeptbasierte Kompositionsmethoden, die Improvisation und Nachahmung in die zeitgenössische Anverwandlung verschiedener Instrumente, musikalischer Sprachen und Traditionen einbringen. Das Orchester spielte zuletzt im Rahmen des Jazzfests Berlin, des Silk Road Festivals Baku und ihres eigenen Festivals Modara – Fest für Zeitgenössische Musik. Im März 2017 war Cymin Samawatie Kokuratorin und musikalische Leiterin des Festivals Female Voice of Iran und des in diesem Rahmen gegründeten Female Voice of Iran Orchesters. Als Solosängerin hat sie u.a. mit Bobby McFerrin, den Berliner Philharmonikern, Martin Stegner, Frank Möbus, Korhan Erel, Roger Willemsen und Sasha Waltz & Guests zusammengearbeitet. Ihr künstlerisches Wirken wurde mit dem Deutschen Weltmusikpreis RUTH 2018, dem creole Weltmusik Award, dem Jazz & Blues Award, dem Möbus Jazz Award und dem New Generation Award ausgezeichnet.

Cymin Samawatie wird von September bis Dezember 2018 für vier Monate in der Kulturakademie Tarabya als eine der ersten Stipendiaten einziehen, die sich initiativ über den Open Call im September 2017 beworben hatten.