Özgür Ersoy | Juni – August 2018

Özgür Ersoy (*1977, Erzincan) studierte in Izmir am Konservatorium für türkische Musik Bağlama und lebt seit 1999 in Berlin. Er arbeitete u.a. mit der preisgekrönten Komponistin Sinem Altan zusammen, die das Familienkonzert Mr. Sax in Anatolia erstmals für Saxophon, Symphonieorchester und die türkischen Instrumente Bağlama und Mey komponierte, das in der Bielefelder Philharmonie uraufgeführt wurde. Zusammen mit Sinem Altan und Begüm Tüzemen gründete er im selben Jahr das Ensemble Olivinn, in dem er bis heute als Multiinstrumentalist mitwirkt.

2011 musizierte er im Konzerthaus Berlin an der Seite des türkischen Pianisten Fazıl Say in Zauberhafter Orient und spielte als Solist in Altans Märchenkonzert Keloğlan und die 40 Räuber, das 2011 den „Sonderpreis der Jungen Ohren“ erhielt. 2011 übernahm er neben Altan die musikalische Leitung von Hakan Savaş Mican Singspiel Die Saison der Krabben, das 2013 den „Monica Bleibtreu Preis“ für das „Beste Zeitgenössische Drama“ erhielt.

Ersoy spielte als Solist deutschlandweit, u.a. im Konzerthaus Berlin, am Theater Freiburg und 2015 das Solostück Sound of Istanbul mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Zu seinen letzten Projekten gehören Die Bremer Stadtmusikanten gespielt in der Komischen Oper Berlin, die Filmmusik zu Berlin, I love you sowie die musikalische Leitung bei verschiedenen Theaterstücken in Berlin.

Ersoys virtuose Mission liegt in der musikalischen Fusion von Orient und Okzident, indem er Klassik, Moderne, Jazz und Pop mit anatolischer Volksmusik zusammenbringt.  Neben seinem musikalischen Beitrag ist er auch seit 2013 als Autor tätig. Sein Lehrbuch für Bağlama ist im Musikverlag Ries & Erler erschienen.

Özgür Ersoy wird von Juni bis August 2018 als Stipendiat in der Kulturakademie Tarabya leben und arbeiten.