Tunçay Kulaoğlu

Tunçay Kulaoğlu, geboren 1966 in Izmir, arbeitet als Autor, Filmemacher, Dramaturg, Kurator und Übersetzer. Er ist Mitbegründer des postmigrantischen Theaters Ballhaus Naunynstrasse, dessen leitender Dramaturg und co-künstlerischer Leiter er von 2008 bis 2014 war. Seine Kurzfilme liefen auf internationalen Festivals, seine Essays und Reportagen über deutsch-türkische Filmkunst erschienen in verschiedenen Publikationen. 2015/2016 war er bei Love it or leave it am Maxim Gorki Theater, Berlin, für Konzeptentwicklung und Dramaturgie verantwortlich, bei Homeland Istanbul am Bezirkstheater Bakırköy, Istanbul, für Produktion, künstlerische Leitung und Dramaturgie. 2017 war er Co-Autor und Dramaturg bei Stress am HAU Hebbel am Ufer und kuratierte den 3. Herbstsalon Desintegriert euch! am Maxim Gorki Theater mit. 2018 konzipierte er die Ausstellung Wir verrecken vor Lachen – 50 Jahre Karikatürkei im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien Berlin. Er ist Kokurator des Theaterprojekts zum NSU-Komplex Kein Schlussstrich!, das – als dezentrales Theaterprojekt konzipiert – im Herbst 2021 deutschlandweit in einen dreiwöchige Ereignisraum mündet.

Tunçay Kulaoğlu war von November 2015 bis August 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.