Nevin Aladağ

„War es Nevin Aladağs Studium der Bildhauerei, die ihr Gespür für die Beschränkungen und Grenzen von Objekten oder der Identität von Formen schuf? Durch ihre Arbeiten, Interventionen und Performances wird man sich unvermeidlich der Begrenzungen bewusst, innerhalb deren bestimmte Gewohnheiten, seien sie kulturell oder sozial, sich entwickeln. […] Die ephemere Natur der Handlungen, die sie produziert, steht im Widerspruch zu allgemeinen Vorstellungen von Identität als gegebener Zustand von relativer Langlebigkeit oder zumindest von Haltungen und Lebensweisen, die als nur schwer veränderbar erachtet werden.“

Dirk Snauwaert: Nevin Aladağ: 10 Jahre (München 2011, S. 118)

Nevin Aladağ, geboren in Van, Türkei, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und schloss ihr Studium mit einem Diplom der Bildhauerei ab. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Installationen, Videoarbeiten und Performances waren weltweit in zahlreichen Museen und auf Biennalen  zu sehen, u. a. Sharjah Biennale, 2013; Museum of Contemporary Art Tokyo – MOT, 2011; Haus der Kunst, München, 2011, The Hayward Gallery, Lon-don, 2010; XIV Biennale Internazionale di Scultu-ra, Carrara, 2010; 11. Istanbul Biennale, 2009; The Al-Mamal Foundation, Jerusalem, 2009; 8. Taipei Biennale, Taiwan, 2008.

Nevin Aladağ war von Mai bis Juli 2013 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.