Nuran David Çalış

Nuran David Çalış wurde 1976 als Sohn armenisch-jüdischer Einwanderer aus der Türkei in Bielefeld geboren. Er war Türsteher, studierte Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München und produzierte Musikclips für HipHop-Bands.

Çalış arbeitet als Regisseur, Theater- und Drehbuchautor. Für seine Werke und Inszenierungen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2006 mit dem Bayerischer Kunstförderpreis in der Sparte Literatur, 2014 mit dem Stipendium der Kulturakademie Tarabya. 2008 kam sein erster Spielfilm, Meine Mutter, mein Bruder und ich, in die Kinos, 2010 verfilmte er für das ZDF Frank Wedekinds Frühlings Erwachen und 2012 Georg Büchners Woyzeck. 2011 erschien sein erster Roman Der Mond ist unsere Sonne beim S. Fischer Verlag.

Zuletzt erregte seine Arbeit Die Lücke – Ein Stück Keupstraße am Schauspiel Köln großes Aufsehen, die er anlässlich des 10. Jahrestages des Nagelbombenanschlages in der Kölner Keupstraße zusammen mit Anwohnern und Betroffenen entwickelte und am Schauspiel Köln präsentierte. Nuran David Çalış lebt in München.

Nuran David Çalış war von Dezember 2014 bis April 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.