Foto: Sun-Ju Choi

Jan Ralske

Jan Ralske, geboren 1959 in den USA, ist Filmemacher und Medienkünstler. Er studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, sein Abschlussfilm Not A Love Song gewann 1998 den Preis der deutschen Filmjournalisten als bester Spielfilm des Jahres. Im Jahr 2000 war er als European Filmmaker-in-Residence an der Villa Aurora in Los Angeles und lehrte u. a. als Gastdozent an der University of Southern California und der University of California, Los Angeles. Er arbeitete mehr als 20 Jahre mit Harun Farocki zusammen und bewegte sich dadurch zunehmend in Kunstkontexten. Seine Filmarbeiten, die von Videokunst über den Dokumentar- bis zum Spielfilm reichen, wurden auf zahlreichen Filmfestivals und Ausstellungen gezeigt (u. a. Berlinale, Locarno Film Festival, International Film Festival Rotterdam, Berlin Biennale, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Modern Art Oxford, Gwangju Biennale, LOOP Barcelona). In Tarabya entwickelte er ein Theaterprojekt, das auf Texten des Dichters Nâzım Hikmet basierte. Aktuell arbeitet er an einer historischen Serie über die radikale Linke in den USA.

Jan Ralske war von November 2017 bis Januar 2018 und von Juli bis August 2018 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.