Ein Ort des Willkommens: Kameron Lockes Performance in Tarabya
Am 24. und 25. Januar verwandelte der Stipendiat Kameron Locke den Garten der historischen Sommerresidenz der deutschen Botschafterin in einen Schauplatz künstlerischen Schaffens. Mit Welcome präsentierte er eine Performance- und Installationsarbeit, die im Rahmen seines Aufenthalts an der Kulturakademie Tarabya entstand.
Geprägt von seiner Auseinandersetzung mit James Baldwin und dessen Sehnsucht nach einem Ort, der alle Facetten seiner Identität aufnehmen konnte, sowie von seinen eigenen Erfahrungen von Zugehörigkeit und Ausgrenzung, untersucht Lockes Arbeit das Konzept des Willkommens als individuelle wie auch gesellschaftliche Erfahrung.
Die Installation und Performance im öffentlichen Raum geht der Frage nach, was es bedeutet, willkommen zu sein – in der eigenen Ganzheit angenommen zu werden, ohne Bedingungen oder die Zurückweisung von Eigenschaften wie Geschlecht, Hautfarbe, Sexualität, Nationalität, Religion oder sozialem Status. Über Klang, Duft, Sprache und Berührung entfaltet sich die Arbeit und lädt die Besucher:innen dazu ein, Willkommen als eine körperlich erfahrbare, sinnliche Erfahrung zu erleben.
An den zwei aufeinanderfolgenden Performancetagen nahmen rund 50 Gäste an Lockes Performance teil und erkundeten die Installation.