Discipline: Film
Länderkino X TarabyaKA: Erol Afşins ''Es brennt'' (2023) im Beyoğlu Sineması
Im Rahmen der etablierten Reihe Länderkino präsentiert das İBB Beyoğlu Sineması im Februar 2026 in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Kulturakademie Tarabya eine besondere Auswahl aktueller Filme aus Deutschland.
Teil des Programms ist auch Kulturakademie Alumnus Erol Afşins Langfilmdebüt Es brennt (2023). Der Film wird am 08.02.2026 um 19:00 Uhr in Originalsprache mit türkischen Untertiteln gezeigt. Im Anschluss der Vorstellung folgt ein Filmgespräch mit dem Regisseur. Kostenlose Tickets können über die İstanbul Senin App im Bereich İBB Kültür reserviert werden.
Amal, Omar und ihr Sohn Ahmad sind eine glückliche Familie arabischer Herkunft, die in Deutschland lebt. Das Glück der Familie, die auf die baldige Geburt eines zweiten Kindes wartet, wird von einem unerwarteten Ereignis überschattet. Ein Mann namens Franz, dem Ahmad und Amal auf dem Spielplatz begegnen, beleidigt Amal und greift sie wegen ihres Kopftuchs verbal an. Amal zeigt Franz an und will ihre Rechte vor dem Gericht durchsetzen, aber dieser Prozess wird durch den Rechtsstreit für die ganze Familie schmerzhafter. Der rassistische Angriff umgibt ihr ganzes Leben wie ein Albtraum aus dem sie nicht erwachen können.
Deutschland 2023, 89 Minuten, Farbe, DCP
Deutsch, Arabisch
Türkische, Englische Untertitel
Regie: Erol Afsin
Mit: Halima Ilter, Kida Khodr Ramadan, Emir Kadir Taskin, Nicolas Garin
Produktion: Stereo Films München GmbH, Brücke Films, Macadamia & Mothermilk
Länderkino X TarabyaKA: Aslı Özarslans ''Ellbogen'' (2024) im Beyoğlu Sineması
Im Rahmen der etablierten Reihe Länderkino präsentiert das İBB Beyoğlu Sineması im Februar 2026 in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Kulturakademie Tarabya eine besondere Auswahl aktueller Filme aus Deutschland.
Teil des Programms ist auch die preisgekrönte, von den Tarabya Alumni-Fonds geförderte Produktion Ellbogen (2024) der Kulturakademie Alumna Aslı Özarslan . Der Film wird am 07.02.2026 um 19:00 Uhr in Originalsprache mit türkischen Untertiteln gezeigt. Kostenlose Tickets können über die İstanbul Senin App im Bereich İBB Kültür reserviert werden.
„Scham ist schlimmer als Angst.“ Sagt Hazal, die Hauptfigur dieses Films, voller Wut, immer nur als Projektionsfläche zu dienen – der Mehrheitsgesellschaft, der Mutter, der Berliner Szene. Sie hat keinen Job, nur das Job-Center, das ihre eine Bildungsmaßnahme verpasst. An ihrem 18. Geburtstag will sie all das vergessen, doch der Abend endet tragisch. Von außen provoziert, bricht ihre Wut aus ihr heraus, mit fatalen Folgen. Sie muss fliehen, landet in Istanbul, in einem Land, das sie nicht kennt. Die Stärke des Films, der auf dem gefeierten Debütroman von Fatma Aydemir beruht, liegt in seiner Ambivalenz. Es geht nicht um Opfer hier, Täter da: Ein Mensch – Hazal – kann beides zugleich sein. Und auch das, was sie in jener Nacht tut, erzählt davon. „Es passiert etwas Schlimmes“, so die Regisseurin, „aber für sie ist es für kurze Zeit ein Befreiungsschlag (…) Hazals scheinbar fehlende Reue lässt einen nicht mehr los.“ Dass es gelungen ist, diese Figur so realistisch zu zeichnen, liegt nicht zuletzt an der Hauptdarstellerin, die per Street Casting gefunden wurde, und zum ersten Mal vor der Kamera stand. „Ich hab in ihr die Wut gespürt, die innere Wut“, die sie auch dazu befähigt, die Entwicklung von Hazal in dieser Geschichte aus zwei Städten authentisch zum Ausdruck zu bringen. Die Protagonistin sagt zu sehr vielem einfach nein – in einem Film, zu dem man nicht nein sagen kann.
Deutschland / Türkei / Frankreich
2024, 86 Minuten, Farbe, DCP
Deutsch, Türkisch
Türkische Untertitel
Regie: Aslı Özarslan
Mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kılıç
Weltvertrieb: ArtHood Entertainment
Türkischer Verleih: istos film
Eva Trobisch
Eva Trobisch wurde in Ost-Berlin geboren. Eva Trobisch schreibt und inszeniert Theater und Filme, ist Teil der Münchner Produktionsfirma TRIMAFILM und lebt in Berlin. 2009 nahm sie ihr Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München auf. Sie besuchte die NYU Tisch School of the Arts für creative writing und begann 2015 einen Master in Screenwriting an der London Film School. Ihr erster Langfilm, ALLES IST GUT, feierte seine Premiere in Locarno, wo er als bester Debütfilm ausgezeichnet wurde. Im Anschluss erhielt ALLES IST GUT zahlreiche weitere Preise, darunter den Woman in Motion Award in Cannes und den Preis der deutschen Filmkritik. 2021 stellte sie am Baseler Theater mit Penthesilea ihre erste Bühnenarbeit vor. Ihr zweiter Langfilm, IVO, lief 2024 im Wettbewerb Encounters auf der Berlinale, wo er den Heiner-Carow-Preis gewann. Für IVO wurde sie von der Variety in die Liste der „10 directors to watch“ aufgenommen und war 2024, ebenfalls mit IVO, Botschafterin der Face to Face Kampagne von German Films. Ihr dritter Spielfilm HOME STORIES wurde 2026 in den Wettbewerb der 76. Berlinale eingeladen.
Eva Trobisch ist von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.
Eva Trobisch wurde in Ost-Berlin geboren. Eva Trobisch schreibt und inszeniert Theater und Filme, ist Teil der Münchner Produktionsfirma TRIMAFILM und lebt in Berlin. 2009 nahm sie ihr Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München auf. Sie besuchte die NYU Tisch School of the Arts für creative writing und begann 2015 einen Master in Screenwriting an der London Film School. Ihr erster Langfilm, ALLES IST GUT, feierte seine Premiere in Locarno, wo er als bester Debütfilm ausgezeichnet wurde. Im Anschluss erhielt ALLES IST GUT zahlreiche weitere Preise, darunter den Woman in Motion Award in Cannes und den Preis der deutschen Filmkritik. 2021 stellte sie am Baseler Theater mit Penthesilea ihre erste Bühnenarbeit vor. Ihr zweiter Langfilm, IVO, lief 2024 im Wettbewerb Encounters auf der Berlinale, wo er den Heiner-Carow-Preis gewann. Für IVO wurde sie von der Variety in die Liste der „10 directors to watch“ aufgenommen und war 2024, ebenfalls mit IVO, Botschafterin der Face to Face Kampagne von German Films. Ihr dritter Spielfilm HOME STORIES wurde 2026 in den Wettbewerb der 76. Berlinale eingeladen.
Eva Trobisch ist von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.