Discipline: Film

Länderkino X TarabyaKA: Erol Afşins ''Es brennt'' (2023) im Beyoğlu Sineması

Datum 08.02.2026, 19:00 Uhr
Sparte Film
© BrückeFilms

Im Rahmen der etablierten Reihe Länderkino präsentiert das İBB Beyoğlu Sineması im Februar 2026 in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Kulturakademie Tarabya eine besondere Auswahl aktueller Filme aus Deutschland.

Teil des Programms ist auch Kulturakademie Alumnus Erol Afşins Langfilmdebüt Es brennt (2023). Der Film wird am 08.02.2026 um 19:00 Uhr in Originalsprache mit türkischen Untertiteln gezeigt. Im Anschluss der Vorstellung folgt ein Filmgespräch mit dem Regisseur. Kostenlose Tickets können über die İstanbul Senin App im Bereich İBB Kültür reserviert werden.

Amal, Omar und ihr Sohn Ahmad sind eine glückliche Familie arabischer Herkunft, die in Deutschland lebt. Das Glück der Familie, die auf die baldige Geburt eines zweiten Kindes wartet, wird von einem unerwarteten Ereignis überschattet. Ein Mann namens Franz, dem Ahmad und Amal auf dem Spielplatz begegnen, beleidigt Amal und greift sie wegen ihres Kopftuchs verbal an. Amal zeigt Franz an und will ihre Rechte vor dem Gericht durchsetzen, aber dieser Prozess wird durch den Rechtsstreit für die ganze Familie schmerzhafter. Der rassistische Angriff umgibt ihr ganzes Leben wie ein Albtraum aus dem sie nicht erwachen können.

Deutschland 2023, 89 Minuten, Farbe, DCP
Deutsch, Arabisch
Türkische, Englische Untertitel
Regie: Erol Afsin
Mit: Halima Ilter, Kida Khodr Ramadan, Emir Kadir Taskin, Nicolas Garin
Produktion: Stereo Films München GmbH, Brücke Films, Macadamia & Mothermilk

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Länderkino X TarabyaKA: Aslı Özarslans ''Ellbogen'' (2024) im Beyoğlu Sineması

Datum 07.02.2026, 19:00 Uhr
Sparte Film
© Achtung Panda

Im Rahmen der etablierten Reihe Länderkino präsentiert das İBB Beyoğlu Sineması im Februar 2026 in Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Kulturakademie Tarabya eine besondere Auswahl aktueller Filme aus Deutschland.

Teil des Programms ist auch die preisgekrönte, von den Tarabya Alumni-Fonds geförderte Produktion Ellbogen (2024) der Kulturakademie Alumna Aslı Özarslan . Der Film wird am 07.02.2026 um 19:00 Uhr in Originalsprache mit türkischen Untertiteln gezeigt. Kostenlose Tickets können über die İstanbul Senin App im Bereich İBB Kültür reserviert werden.

„Scham ist schlimmer als Angst.“ Sagt Hazal, die Hauptfigur dieses Films, voller Wut, immer nur als Projektionsfläche zu dienen – der Mehrheitsgesellschaft, der Mutter, der Berliner Szene. Sie hat keinen Job, nur das Job-Center, das ihre eine Bildungsmaßnahme verpasst. An ihrem 18. Geburtstag will sie all das vergessen, doch der Abend endet tragisch. Von außen provoziert, bricht ihre Wut aus ihr heraus, mit fatalen Folgen. Sie muss fliehen, landet in Istanbul, in einem Land, das sie nicht kennt. Die Stärke des Films, der auf dem gefeierten Debütroman von Fatma Aydemir beruht, liegt in seiner Ambivalenz. Es geht nicht um Opfer hier, Täter da: Ein Mensch – Hazal – kann beides zugleich sein. Und auch das, was sie in jener Nacht tut, erzählt davon. „Es passiert etwas Schlimmes“, so die Regisseurin, „aber für sie ist es für kurze Zeit ein Befreiungsschlag (…) Hazals scheinbar fehlende Reue lässt einen nicht mehr los.“ Dass es gelungen ist, diese Figur so realistisch zu zeichnen, liegt nicht zuletzt an der Hauptdarstellerin, die per Street Casting gefunden wurde, und zum ersten Mal vor der Kamera stand. „Ich hab in ihr die Wut gespürt, die innere Wut“, die sie auch dazu befähigt, die Entwicklung von Hazal in dieser Geschichte aus zwei Städten authentisch zum Ausdruck zu bringen. Die Protagonistin sagt zu sehr vielem einfach nein – in einem Film, zu dem man nicht nein sagen kann.

Deutschland / Türkei / Frankreich
2024, 86 Minuten, Farbe, DCP
Deutsch, Türkisch
Türkische Untertitel
Regie: Aslı Özarslan
Mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kılıç
Weltvertrieb: ArtHood Entertainment
Türkischer Verleih: istos film

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Eva Trobisch

Jahr 2026
Sparte Film

Eva Trobisch wurde in Ost-Berlin geboren. Eva Trobisch schreibt und inszeniert Theater und Filme, ist Teil der Münchner Produktionsfirma TRIMAFILM und lebt in Berlin. 2009 nahm sie ihr Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München auf. Sie besuchte die NYU Tisch School of the Arts für creative writing und begann 2015 einen Master in Screenwriting an der London Film School. Ihr erster Langfilm, ALLES IST GUT, feierte seine Premiere in Locarno, wo er als bester Debütfilm ausgezeichnet wurde. Im Anschluss erhielt ALLES IST GUT zahlreiche weitere Preise, darunter den Woman in Motion Award in Cannes und den Preis der deutschen Filmkritik. 2021 stellte sie am Baseler Theater mit Penthesilea ihre erste Bühnenarbeit vor. Ihr zweiter Langfilm, IVO, lief 2024 im Wettbewerb Encounters auf der Berlinale, wo er den Heiner-Carow-Preis gewann. Für IVO wurde sie von der Variety in die Liste der „10 directors to watch“ aufgenommen und war 2024, ebenfalls mit IVO, Botschafterin der Face to Face Kampagne von German Films. Ihr dritter Spielfilm HOME STORIES wurde 2026 in den Wettbewerb der 76. Berlinale eingeladen. 

Eva Trobisch ist von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Film
© Marcus Höhn

Eva Trobisch wurde in Ost-Berlin geboren. Eva Trobisch schreibt und inszeniert Theater und Filme, ist Teil der Münchner Produktionsfirma TRIMAFILM und lebt in Berlin. 2009 nahm sie ihr Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München auf. Sie besuchte die NYU Tisch School of the Arts für creative writing und begann 2015 einen Master in Screenwriting an der London Film School. Ihr erster Langfilm, ALLES IST GUT, feierte seine Premiere in Locarno, wo er als bester Debütfilm ausgezeichnet wurde. Im Anschluss erhielt ALLES IST GUT zahlreiche weitere Preise, darunter den Woman in Motion Award in Cannes und den Preis der deutschen Filmkritik. 2021 stellte sie am Baseler Theater mit Penthesilea ihre erste Bühnenarbeit vor. Ihr zweiter Langfilm, IVO, lief 2024 im Wettbewerb Encounters auf der Berlinale, wo er den Heiner-Carow-Preis gewann. Für IVO wurde sie von der Variety in die Liste der „10 directors to watch“ aufgenommen und war 2024, ebenfalls mit IVO, Botschafterin der Face to Face Kampagne von German Films. Ihr dritter Spielfilm HOME STORIES wurde 2026 in den Wettbewerb der 76. Berlinale eingeladen. 

Eva Trobisch ist von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Maïssa Lihedheb

Jahr 2025
Sparte Film

Maïssa Lihedheb, tunesisch-deutsche Filmemacherin, Autorin und Kuratorin, arbeitet zwischen Deutschland, Tunesien und den USA. Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Tochter tunesischer Einwanderer, schloss sie ihr Bachelorstudium in Medien- und Entertainment-Management mit der Arbeit „Symbolische Vernichtung in den Massenmedien und ihre Auswirkungen auf die Identität von Einwanderern der ersten Generation“ ab. Derzeit absolviert sie ihren Master in Film an der NYU Tisch School of the Arts. 2020 gründete sie die BIPOC Film Society in Berlin, ein Kollektiv, das sich der Förderung von Intersektionalität widmet und die Dominanz weißer, männlicher und heteronormativer Perspektiven im Kino und in der Filmkritik hinterfragt.

Maïssa Lihedhebs Arbeiten zeichnen sich durch schwarzen Humor, feministische Horror-Elemente und soziopolitische Kritik aus. Sie hat 13 Kurzfilme, einen Dokumentarfilm (Ramadan in a Day für SWR/ARD) und eine Fernsehserie (Wir für ZDFneo, bei der sie vier Episoden inszenierte) produziert und inszeniert. 2024 führte sie Regie bei einem Segment für ein Coldplay-Musikvideo. Ihr Kurzfilm Hundefreund feierte 2022 Premiere beim Tribeca Film Festival und dem BFI London Film Festival, gewann den Preis für den besten Film beim Interfilm Festival Berlin und wurde für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Zu ihren neuesten Kurzfilmen zählen New York Woman, der 2025 beim Tribeca Film Festival Premiere feierte, und Samra’s Dollhouse, welcher beim Palm Springs International ShortFest premierte. Sie ist außerdem Ang Lee Scholar sowie DAAD-Stipendiatin.

Maïssa Lihedheb ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Film
© Karen Tomczak

Maïssa Lihedheb, tunesisch-deutsche Filmemacherin, Autorin und Kuratorin, arbeitet zwischen Deutschland, Tunesien und den USA. Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Tochter tunesischer Einwanderer, schloss sie ihr Bachelorstudium in Medien- und Entertainment-Management mit der Arbeit „Symbolische Vernichtung in den Massenmedien und ihre Auswirkungen auf die Identität von Einwanderern der ersten Generation“ ab. Derzeit absolviert sie ihren Master in Film an der NYU Tisch School of the Arts. 2020 gründete sie die BIPOC Film Society in Berlin, ein Kollektiv, das sich der Förderung von Intersektionalität widmet und die Dominanz weißer, männlicher und heteronormativer Perspektiven im Kino und in der Filmkritik hinterfragt.

Maïssa Lihedhebs Arbeiten zeichnen sich durch schwarzen Humor, feministische Horror-Elemente und soziopolitische Kritik aus. Sie hat 13 Kurzfilme, einen Dokumentarfilm (Ramadan in a Day für SWR/ARD) und eine Fernsehserie (Wir für ZDFneo, bei der sie vier Episoden inszenierte) produziert und inszeniert. 2024 führte sie Regie bei einem Segment für ein Coldplay-Musikvideo. Ihr Kurzfilm Hundefreund feierte 2022 Premiere beim Tribeca Film Festival und dem BFI London Film Festival, gewann den Preis für den besten Film beim Interfilm Festival Berlin und wurde für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Zu ihren neuesten Kurzfilmen zählen New York Woman, der 2025 beim Tribeca Film Festival Premiere feierte, und Samra’s Dollhouse, welcher beim Palm Springs International ShortFest premierte. Sie ist außerdem Ang Lee Scholar sowie DAAD-Stipendiatin.

Maïssa Lihedheb ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Atefeh Kheirabadi

Jahr 2025
Sparte Film

Atefeh Kheirabadi, geboren 1990 in Teheran, lebt und arbeitet in Berlin. Die experimentelle Filmemacherin und Medienkünstlerin forscht an der Schnittstelle von Praktiken des Experimentalfilms und partizipativen Filmformaten, die zwischen Realität und Illusion, Ästhetik und Politik schwanken. Dabei wirft sie einen genauen Blick auf gegenwärtige Fragen des Frauseins und des Widerstands in ihrem politischen Kontext und verbindet so Bild- und Medienpolitik. Sie studierte Soziale Kommunikationswissenschaften an der Universität Teheran (Bachelor of Arts) sowie Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master of Arts).

An der Kulturakademie Tarabya arbeitet sie an der Postproduktion des experimentellen Essayfilms Blind, ins Auge, der sich mit den visuellen Narrativen der Jina-Revolution im Iran befasst, insbesondere mit der Blendung der Protestierenden als Unterdrückungsstrategie. Der Film, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie Hessen Film & Medien, untersucht die Schnittstelle von politischem Handeln, Sehen und Widerstandskraft der Bilder.

Atefeh Kheirabadi war von Juni bis September 2025 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Film
©Mehrad-Sepahnia

Atefeh Kheirabadi, geboren 1990 in Teheran, lebt und arbeitet in Berlin. Die experimentelle Filmemacherin und Medienkünstlerin forscht an der Schnittstelle von Praktiken des Experimentalfilms und partizipativen Filmformaten, die zwischen Realität und Illusion, Ästhetik und Politik schwanken. Dabei wirft sie einen genauen Blick auf gegenwärtige Fragen des Frauseins und des Widerstands in ihrem politischen Kontext und verbindet so Bild- und Medienpolitik. Sie studierte Soziale Kommunikationswissenschaften an der Universität Teheran (Bachelor of Arts) sowie Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master of Arts).

An der Kulturakademie Tarabya arbeitet sie an der Postproduktion des experimentellen Essayfilms Blind, ins Auge, der sich mit den visuellen Narrativen der Jina-Revolution im Iran befasst, insbesondere mit der Blendung der Protestierenden als Unterdrückungsstrategie. Der Film, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie Hessen Film & Medien, untersucht die Schnittstelle von politischem Handeln, Sehen und Widerstandskraft der Bilder.

Atefeh Kheirabadi war von Juni bis September 2025 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jim Rakete

Jahr 2013
Sparte Film

Jim Rakete, 1951 in Berlin geboren, fotografierte bereits während der Schulzeit für Tageszeitungen, Magazine und Agenturen. Bekannt wurde Rakete durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Porträtfotografien von Prominenten. Schwerpunkt ist zunächst die Musikszene, später widmet er sich verstärkt der Porträtfotografie in den Bereichen Film, Theater und Politik. Von 1977 bis 1986 leitete er das Kreativlabor Fabrik. Dort entstanden Plattencover für zahlreiche Bands. Parallel managte er Musiker wie die Nina Hagen Band, Spliff, Nena und Die Ärzte. In den 1990er-Jahren pendelte Rakete zwischen Hamburg und Los Angeles, drehte als Director of Photography Musikvideos und Werbespots, bevor er 2001 nach Berlin zurückkehrte.

Wiederholt engagierte er sich mit seiner Arbeit für humanitäre Hilfsprojekte, so etwa für den fairen Handel mit Entwicklungsländern oder für Berliner Straßenkinder und Jugendliche in Not. Die Größen der deutschen und internationalen Musik- und Filmbranche begleitet Jim Rakete fotografisch oft über viele Jahre. 2007 erschien der Bildband 1/8 sec. Vertraute Fremde, eine Hommage an die Fotografie mit der Plattenkamera. Von 2009 bis 2011 fotografierte er den Stand der Dinge.

Jahr 2013
Sparte Film

Jim Rakete, 1951 in Berlin geboren, fotografierte bereits während der Schulzeit für Tageszeitungen, Magazine und Agenturen. Bekannt wurde Rakete durch seine meist in Schwarz-Weiß gehaltenen Porträtfotografien von Prominenten. Schwerpunkt ist zunächst die Musikszene, später widmet er sich verstärkt der Porträtfotografie in den Bereichen Film, Theater und Politik. Von 1977 bis 1986 leitete er das Kreativlabor Fabrik. Dort entstanden Plattencover für zahlreiche Bands. Parallel managte er Musiker wie die Nina Hagen Band, Spliff, Nena und Die Ärzte. In den 1990er-Jahren pendelte Rakete zwischen Hamburg und Los Angeles, drehte als Director of Photography Musikvideos und Werbespots, bevor er 2001 nach Berlin zurückkehrte.

Wiederholt engagierte er sich mit seiner Arbeit für humanitäre Hilfsprojekte, so etwa für den fairen Handel mit Entwicklungsländern oder für Berliner Straßenkinder und Jugendliche in Not. Die Größen der deutschen und internationalen Musik- und Filmbranche begleitet Jim Rakete fotografisch oft über viele Jahre. 2007 erschien der Bildband 1/8 sec. Vertraute Fremde, eine Hommage an die Fotografie mit der Plattenkamera. Von 2009 bis 2011 fotografierte er den Stand der Dinge.

Dieter Giesing

Jahr 2013
Sparte Film

Dieter Giesing, geboren 1934 in Memel (heute Klaidpeda/Litauen), ist Regisseur. Erste Theatererfahrung sammelte er nach dem Studium in Tübingen und München als Regieassistent von Erwin Piscator. 1964 debütierte Giesing an den Münchner Kammerspielen als Regisseur und war dort unter Intendant August Everding von 1968 bis 1971 Oberspielleiter. Während der Intendanz von Ivan Nagel war Giesing von 1972 bis 1976 Schauspieldirektor des Hamburger Schauspielhauses. Seitdem ist er freier Regisseur und inszenierte u. a. am Münchner Residenztheater, am Schauspielhaus Zürich, am Staatstheater Stuttgart, an der Freien Volksbühne Berlin und am Burgtheater. Seine Inszenierungen von David Mamets Hanglage Meerblick am Münchner Residenztheater sowie von Lars Noréns Dämonen und Isaak Babels Sonnenuntergang am Burgtheater wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im Dezember 2019 inszenierte er seine erste Oper, Eugen Onegin von Tschaikowski am Stadttheater Klagenfurt.

Dieter Giesing war von September bis November 2013 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2013
Sparte Film

Dieter Giesing, geboren 1934 in Memel (heute Klaidpeda/Litauen), ist Regisseur. Erste Theatererfahrung sammelte er nach dem Studium in Tübingen und München als Regieassistent von Erwin Piscator. 1964 debütierte Giesing an den Münchner Kammerspielen als Regisseur und war dort unter Intendant August Everding von 1968 bis 1971 Oberspielleiter. Während der Intendanz von Ivan Nagel war Giesing von 1972 bis 1976 Schauspieldirektor des Hamburger Schauspielhauses. Seitdem ist er freier Regisseur und inszenierte u. a. am Münchner Residenztheater, am Schauspielhaus Zürich, am Staatstheater Stuttgart, an der Freien Volksbühne Berlin und am Burgtheater. Seine Inszenierungen von David Mamets Hanglage Meerblick am Münchner Residenztheater sowie von Lars Noréns Dämonen und Isaak Babels Sonnenuntergang am Burgtheater wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im Dezember 2019 inszenierte er seine erste Oper, Eugen Onegin von Tschaikowski am Stadttheater Klagenfurt.

Dieter Giesing war von September bis November 2013 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Annika Eriksson

Jahr 2013
Sparte Film

Annika Eriksson, in Schweden geborene Videokünstlerin und Fotografin, lebt seit 2002 in Berlin. In ihren Arbeiten stellt sie die Wahrnehmung von Zeit, Machtstrukturen und überholten Gesellschaftsvisionen in Frage. Ein häufiger Ausgangspunkt ist dabei die Debatte um den öffentlichen Raum und die Strukturen, die ihn regulieren. Zu ihren jüngeren Einzelausstellungen und Werkaufträgen zählen Shelter, The Holding Environment, Bonner Kunstverein (2021), ANIMAL, Tate Liverpool (2019), Cat Portrait and Other Works, Kunsthall Oslo (2018), The Social, Moderna Museet Malmö (2017) In Preparation for a Psychodrama, Public Art Agency Stockholm (2015) und I am the dog that was always here (loop), 13. Istanbul Biennale (2013). Zu den Gruppenausstellungen, an denen sie beteiligt war, zählen A Hypothetical Show for a Closed Museum, M Woods Museum, Peking (2020), Survival Kit, Latvian Centre for Contemporary Art, Riga (2017), Future Light, Vienna Biennale (2015) und Menagerie, Australian Centre for Contemporary Art, Melbourne (2014). Seit 2020 ist sie Professorin an der Umeå Academy of Fine Arts.

Annika Eriksson war von Oktober 2012 bis Juli 2013 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2013
Sparte Film
Annika Eriksson, Foto: Privat

Annika Eriksson, in Schweden geborene Videokünstlerin und Fotografin, lebt seit 2002 in Berlin. In ihren Arbeiten stellt sie die Wahrnehmung von Zeit, Machtstrukturen und überholten Gesellschaftsvisionen in Frage. Ein häufiger Ausgangspunkt ist dabei die Debatte um den öffentlichen Raum und die Strukturen, die ihn regulieren. Zu ihren jüngeren Einzelausstellungen und Werkaufträgen zählen Shelter, The Holding Environment, Bonner Kunstverein (2021), ANIMAL, Tate Liverpool (2019), Cat Portrait and Other Works, Kunsthall Oslo (2018), The Social, Moderna Museet Malmö (2017) In Preparation for a Psychodrama, Public Art Agency Stockholm (2015) und I am the dog that was always here (loop), 13. Istanbul Biennale (2013). Zu den Gruppenausstellungen, an denen sie beteiligt war, zählen A Hypothetical Show for a Closed Museum, M Woods Museum, Peking (2020), Survival Kit, Latvian Centre for Contemporary Art, Riga (2017), Future Light, Vienna Biennale (2015) und Menagerie, Australian Centre for Contemporary Art, Melbourne (2014). Seit 2020 ist sie Professorin an der Umeå Academy of Fine Arts.

Annika Eriksson war von Oktober 2012 bis Juli 2013 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Miraz Bezar

Jahr 2015
Sparte Film

Miraz Bezar ist Filmemacher und Autor. Er studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und produzierte 2009 seinen ersten Langspielfilm Min Dît – Die Kinder von Diyarbakır, der beim Internationalen Filmfestival in San Sebastian seine Weltpremiere feierte und den Youth Award gewann. Es folgten weitere 13 Auszeichnungen weltweit. Zudem wurde Miraz Bezar als bester Drehbuchautor für den Deutschen Filmpreis 2011 nominiert. Im Theaterbereich arbeitet er seit 2008 mit dem Theater Ballhaus Naunynstraße und dem Maxim Gorki Theater in Berlin sowie der Konzertdirektion Landgraf zusammen. 2009 adaptierte er den Roman Das Märchen vom letzten Gedanken von Edgar Hilsenrath und 2012 das Stück §301 – Die beleidigte Nation über die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. 2019 inszenierte er die Theater-Adaption von Aus dem Nichts und gewann damit den INTHEGA Preis „Die Neuberin“. Im Herbst 2020 folgte die Inszenierung Gott von Ferdinand von Schirach. Miraz Bezar lebt in Berlin.

Miraz Bezar war von Oktober 2014 bis April 2015 und von September bis November 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2015
Sparte Film

Miraz Bezar ist Filmemacher und Autor. Er studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und produzierte 2009 seinen ersten Langspielfilm Min Dît – Die Kinder von Diyarbakır, der beim Internationalen Filmfestival in San Sebastian seine Weltpremiere feierte und den Youth Award gewann. Es folgten weitere 13 Auszeichnungen weltweit. Zudem wurde Miraz Bezar als bester Drehbuchautor für den Deutschen Filmpreis 2011 nominiert. Im Theaterbereich arbeitet er seit 2008 mit dem Theater Ballhaus Naunynstraße und dem Maxim Gorki Theater in Berlin sowie der Konzertdirektion Landgraf zusammen. 2009 adaptierte er den Roman Das Märchen vom letzten Gedanken von Edgar Hilsenrath und 2012 das Stück §301 – Die beleidigte Nation über die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. 2019 inszenierte er die Theater-Adaption von Aus dem Nichts und gewann damit den INTHEGA Preis „Die Neuberin“. Im Herbst 2020 folgte die Inszenierung Gott von Ferdinand von Schirach. Miraz Bezar lebt in Berlin.

Miraz Bezar war von Oktober 2014 bis April 2015 und von September bis November 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Eva Stotz

Jahr 2016
Sparte Film

Eva Stotz (*1979, Isny) ist Dokumentarfilmregisseurin. In ihren Filmen Sollbruchstelle (2009), Global Home (2012) und One Million Steps (2015) thematisiert sie die weltweite Entwertung von Arbeit, die Kraft alternativer Netzwerke und den Geist der weltweiten Occupy-Bewegung. Sie experimentiert mit dem Potenzial dokumentarischer Erzählung: In Moments of Movement (2016) wird Biografie zu Doku-Visuals, in Moments of Arrival benutzt sie Film als Initialzündung für einen sozialen Dialog. Field Trip (2017) ist ihre erste interaktive Filmarbeit, in der die Erzählung vom User bestimmt wird. Sie gibt international Filmkurse und führt das globale Projekt Labour in a single shot von Harun Farocki fort. Ihre Filme und Projekte wurden weltweit auf Filmfestivals gezeigt und vielfach ausgezeichnet (Deutscher Fernsehpreis, Bester Experimentalfilm Bamberg, Jury Award Montréal).

Eva Stotz war von November 2015 bis April 2016 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2016
Sparte Film

Eva Stotz (*1979, Isny) ist Dokumentarfilmregisseurin. In ihren Filmen Sollbruchstelle (2009), Global Home (2012) und One Million Steps (2015) thematisiert sie die weltweite Entwertung von Arbeit, die Kraft alternativer Netzwerke und den Geist der weltweiten Occupy-Bewegung. Sie experimentiert mit dem Potenzial dokumentarischer Erzählung: In Moments of Movement (2016) wird Biografie zu Doku-Visuals, in Moments of Arrival benutzt sie Film als Initialzündung für einen sozialen Dialog. Field Trip (2017) ist ihre erste interaktive Filmarbeit, in der die Erzählung vom User bestimmt wird. Sie gibt international Filmkurse und führt das globale Projekt Labour in a single shot von Harun Farocki fort. Ihre Filme und Projekte wurden weltweit auf Filmfestivals gezeigt und vielfach ausgezeichnet (Deutscher Fernsehpreis, Bester Experimentalfilm Bamberg, Jury Award Montréal).

Eva Stotz war von November 2015 bis April 2016 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.