Year: 2015

Esra Ersen

Jahr 2015
Sparte Bildende Kunst

Esra Ersen studierte an der Fakultät für Bildende Kunst an der Marmara Universität in Istanbul und absolvierte ein Post-Diplom-Programm an der École supérieure des beaux-arts in Nantes. In ihrer auf Recherche basierenden Praxis beschäftigt sie sich mit Fragestellungen von Geschichte und geschichtlichen Perspektiven und ihrem Widerhall in Alltagskultur, Bildung und kulturellen Symbolen im Wandel der Zeit. Nationale Identitäten und die Mechanismen ihrer Konstruktion sind wiederkehrende Motive ihrer Arbeit, in der sie die Kluft zwischen mündlicher Überlieferung und kollektiver Erinnerung, zwischen Mikrogeschichte und Makrogeschichte zu überbrücken sucht. Den von ihr gewählten Fragestellungen begegnet sie mit heiterer Subversion, um die vielschichtigen, teils widersprüchlichen Aspekte unserer sozialen Wirklichkeit sichtbar zu machen. Sie hat u. a. teilgenommen an der 14. Istanbul Biennale (2015), der 27. São Paulo Biennale (2006), der 4. Liverpool Biennale (2006), der 4. Kwangju Biennale (2002) und der Manifesta 4, Frankfurt am Main (2002). Außerdem erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. war sie 2019/2020 Rompreisträgerin der Villa Massimo.

Esra Ersen war von September bis November 2015 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2015
Sparte Bildende Kunst
© Privat

Esra Ersen studierte an der Fakultät für Bildende Kunst an der Marmara Universität in Istanbul und absolvierte ein Post-Diplom-Programm an der École supérieure des beaux-arts in Nantes. In ihrer auf Recherche basierenden Praxis beschäftigt sie sich mit Fragestellungen von Geschichte und geschichtlichen Perspektiven und ihrem Widerhall in Alltagskultur, Bildung und kulturellen Symbolen im Wandel der Zeit. Nationale Identitäten und die Mechanismen ihrer Konstruktion sind wiederkehrende Motive ihrer Arbeit, in der sie die Kluft zwischen mündlicher Überlieferung und kollektiver Erinnerung, zwischen Mikrogeschichte und Makrogeschichte zu überbrücken sucht. Den von ihr gewählten Fragestellungen begegnet sie mit heiterer Subversion, um die vielschichtigen, teils widersprüchlichen Aspekte unserer sozialen Wirklichkeit sichtbar zu machen. Sie hat u. a. teilgenommen an der 14. Istanbul Biennale (2015), der 27. São Paulo Biennale (2006), der 4. Liverpool Biennale (2006), der 4. Kwangju Biennale (2002) und der Manifesta 4, Frankfurt am Main (2002). Außerdem erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien, u. a. war sie 2019/2020 Rompreisträgerin der Villa Massimo.

Esra Ersen war von September bis November 2015 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Miraz Bezar

Jahr 2015
Sparte Film

Miraz Bezar ist Filmemacher und Autor. Er studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und produzierte 2009 seinen ersten Langspielfilm Min Dît – Die Kinder von Diyarbakır, der beim Internationalen Filmfestival in San Sebastian seine Weltpremiere feierte und den Youth Award gewann. Es folgten weitere 13 Auszeichnungen weltweit. Zudem wurde Miraz Bezar als bester Drehbuchautor für den Deutschen Filmpreis 2011 nominiert. Im Theaterbereich arbeitet er seit 2008 mit dem Theater Ballhaus Naunynstraße und dem Maxim Gorki Theater in Berlin sowie der Konzertdirektion Landgraf zusammen. 2009 adaptierte er den Roman Das Märchen vom letzten Gedanken von Edgar Hilsenrath und 2012 das Stück §301 – Die beleidigte Nation über die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. 2019 inszenierte er die Theater-Adaption von Aus dem Nichts und gewann damit den INTHEGA Preis „Die Neuberin“. Im Herbst 2020 folgte die Inszenierung Gott von Ferdinand von Schirach. Miraz Bezar lebt in Berlin.

Miraz Bezar war von Oktober 2014 bis April 2015 und von September bis November 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2015
Sparte Film

Miraz Bezar ist Filmemacher und Autor. Er studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und produzierte 2009 seinen ersten Langspielfilm Min Dît – Die Kinder von Diyarbakır, der beim Internationalen Filmfestival in San Sebastian seine Weltpremiere feierte und den Youth Award gewann. Es folgten weitere 13 Auszeichnungen weltweit. Zudem wurde Miraz Bezar als bester Drehbuchautor für den Deutschen Filmpreis 2011 nominiert. Im Theaterbereich arbeitet er seit 2008 mit dem Theater Ballhaus Naunynstraße und dem Maxim Gorki Theater in Berlin sowie der Konzertdirektion Landgraf zusammen. 2009 adaptierte er den Roman Das Märchen vom letzten Gedanken von Edgar Hilsenrath und 2012 das Stück §301 – Die beleidigte Nation über die Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink. 2019 inszenierte er die Theater-Adaption von Aus dem Nichts und gewann damit den INTHEGA Preis „Die Neuberin“. Im Herbst 2020 folgte die Inszenierung Gott von Ferdinand von Schirach. Miraz Bezar lebt in Berlin.

Miraz Bezar war von Oktober 2014 bis April 2015 und von September bis November 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Tunçay Kulaoğlu

Jahr 2015
Sparte Film

Tunçay Kulaoğlu (*1966, Izmir) ist Mitbegründer und Kurator des Filmfestivals Türkei/Deutschland und des postmigrantischen Theaters Ballhaus Naunynstrasse, dessen Leitender Dramaturg und Co-Künstlerischer Leiter er von 2008 bis 2014 war. Seine Kurzfilme liefen auf internationalen Festivals, seine Essays und Reportagen über deutsch-türkische Filmkunst erschienen in verschiedenen Publikationen. 2015/2016 war er bei Love it or leave it am Maxim Gorki Theater für Konzeptentwicklung und Dramaturgie verantwortlich, bei Homeland Istanbul am Bezirkstheater Bakırköy, Istanbul für Produktion, Künstlerische Leitung und Dramaturgie. 2017 war er Co-Autor und Dramaturg bei Stress am HAU Hebbel am Ufer und kuratierte den 3. Herbstsalon Desintegriert euch! am Maxim Gorki Theater mit. Zurzeit entwickelt er mit Miraz Bezar den Stoff für das Filmprojekt Wallah und bereitet die Ausstellung Wir verrecken vor Lachen über die Karikatur- und Satirekunst in der Türkei am Kunstraum Kreuzberg vor.

Tunçay Kulaoğlu war von November 2015 bis August 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2015
Sparte Film

Tunçay Kulaoğlu (*1966, Izmir) ist Mitbegründer und Kurator des Filmfestivals Türkei/Deutschland und des postmigrantischen Theaters Ballhaus Naunynstrasse, dessen Leitender Dramaturg und Co-Künstlerischer Leiter er von 2008 bis 2014 war. Seine Kurzfilme liefen auf internationalen Festivals, seine Essays und Reportagen über deutsch-türkische Filmkunst erschienen in verschiedenen Publikationen. 2015/2016 war er bei Love it or leave it am Maxim Gorki Theater für Konzeptentwicklung und Dramaturgie verantwortlich, bei Homeland Istanbul am Bezirkstheater Bakırköy, Istanbul für Produktion, Künstlerische Leitung und Dramaturgie. 2017 war er Co-Autor und Dramaturg bei Stress am HAU Hebbel am Ufer und kuratierte den 3. Herbstsalon Desintegriert euch! am Maxim Gorki Theater mit. Zurzeit entwickelt er mit Miraz Bezar den Stoff für das Filmprojekt Wallah und bereitet die Ausstellung Wir verrecken vor Lachen über die Karikatur- und Satirekunst in der Türkei am Kunstraum Kreuzberg vor.

Tunçay Kulaoğlu war von November 2015 bis August 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.