Year: 2019

Sina Ataeian Dena

Jahr 2019
Sparte Film

Sina Ataeian Dena, geboren 1983 in Ahvaz, Iran, drehte bereits während seines Studiums erste animierte Kurzfilme, Videoclips für Theaterproduktionen, machte Video-Installationen, arbeitete als Visual-Effects-Supervisor und in der Stoffentwicklung für Computerspiele. 2009 gewann sein animierter Kurzfilm Especially Music den internationalen Wettbewerb des Tehran International Short Film Festivals. Dena arbeitete als Autor und Regisseur für Werbespots, Dokumentationen und TV-Serien. Gleichzeitig realisierte er seinen ersten abendfüllenden Spielfilm Paradise (Originaltitel Ma dar Behesht), bei dem er für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete und den er selbst koproduzierte. Paradise feierte im August 2015 im Hauptwettbewerb des 68. Festival del film Locarno Weltpremiere, war für den Goldenen Leoparden nominiert und wurde mit dem Preis der Ökumenischen Jury sowie dem Swatch Art Peace Hotel Award ausgezeichnet.

Sina Ataeian Dena war von Juni bis September 2016 und von November 2016 bis Februar 2017 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Film

Sina Ataeian Dena, geboren 1983 in Ahvaz, Iran, drehte bereits während seines Studiums erste animierte Kurzfilme, Videoclips für Theaterproduktionen, machte Video-Installationen, arbeitete als Visual-Effects-Supervisor und in der Stoffentwicklung für Computerspiele. 2009 gewann sein animierter Kurzfilm Especially Music den internationalen Wettbewerb des Tehran International Short Film Festivals. Dena arbeitete als Autor und Regisseur für Werbespots, Dokumentationen und TV-Serien. Gleichzeitig realisierte er seinen ersten abendfüllenden Spielfilm Paradise (Originaltitel Ma dar Behesht), bei dem er für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete und den er selbst koproduzierte. Paradise feierte im August 2015 im Hauptwettbewerb des 68. Festival del film Locarno Weltpremiere, war für den Goldenen Leoparden nominiert und wurde mit dem Preis der Ökumenischen Jury sowie dem Swatch Art Peace Hotel Award ausgezeichnet.

Sina Ataeian Dena war von Juni bis September 2016 und von November 2016 bis Februar 2017 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Mürtüz Yolcu

Jahr 2019
Sparte Darstellende Kunst

MÜRTÜZ YOLCU, 1961 in Iğdır, Türkei geboren, ist Schauspieler, Kurator und Drehbuchautor und lebt seit 1978 in Berlin. Von 1995 bis 2010 organisierte er das Internationale DiyalogTheaterFest Berlin. Im Rahmen des Festivals arbeitete er mit zahlreichen Künstler/-innen aus der Türkei zusammen. Yolcu gehört zu den ersten türkischstämmigen Künstler/-innen, die nach Berlin auswanderten und wirkte als Schauspieler und Dramaturg bei zweisprachigen Inszenierungen mit. Von 1979 bis 1984 gehörte zum türkischen Ensemble Berliner Darsteller. Danach spielte er am Tiyatrom Theater Berlin und am türkischsprachigen Berliner Familientheater. Yolcu hatte überdies Engagements am Theater der Jugend und am Ballhaus Naunynstraße sowie den Münchner Kammerspielen. Zwischen 2007 und 2013 koordinierte er die Türkische Filmwoche Berlin. 2009 übernahm er die Projektkoordination von Beyond Belonging ALMANCI! Festival in Istanbul. Als Schauspieler ist er vor allem aus Serien und Fernsehspielfilmen, wie u. a. Evet, ich will! (2009) und der Netflix-Serie Dogs of Berlin (2018) bekannt. Er ist Mitbegründer von Tara, einer Künstlerinitiative zwischen Istanbul und Berlin (2017). Yolcu hat ein unveröffentlichtes Drehbuch und ein Jugendstück geschrieben.

Mürtüz Yolcu war von Januar bis April 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya. Im Rahmen einer Stipendiumsverlängerung war er von Juli bis August 2020 erneut vor Ort.

Jahr 2019
Sparte Darstellende Kunst

MÜRTÜZ YOLCU, 1961 in Iğdır, Türkei geboren, ist Schauspieler, Kurator und Drehbuchautor und lebt seit 1978 in Berlin. Von 1995 bis 2010 organisierte er das Internationale DiyalogTheaterFest Berlin. Im Rahmen des Festivals arbeitete er mit zahlreichen Künstler/-innen aus der Türkei zusammen. Yolcu gehört zu den ersten türkischstämmigen Künstler/-innen, die nach Berlin auswanderten und wirkte als Schauspieler und Dramaturg bei zweisprachigen Inszenierungen mit. Von 1979 bis 1984 gehörte zum türkischen Ensemble Berliner Darsteller. Danach spielte er am Tiyatrom Theater Berlin und am türkischsprachigen Berliner Familientheater. Yolcu hatte überdies Engagements am Theater der Jugend und am Ballhaus Naunynstraße sowie den Münchner Kammerspielen. Zwischen 2007 und 2013 koordinierte er die Türkische Filmwoche Berlin. 2009 übernahm er die Projektkoordination von Beyond Belonging ALMANCI! Festival in Istanbul. Als Schauspieler ist er vor allem aus Serien und Fernsehspielfilmen, wie u. a. Evet, ich will! (2009) und der Netflix-Serie Dogs of Berlin (2018) bekannt. Er ist Mitbegründer von Tara, einer Künstlerinitiative zwischen Istanbul und Berlin (2017). Yolcu hat ein unveröffentlichtes Drehbuch und ein Jugendstück geschrieben.

Mürtüz Yolcu war von Januar bis April 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya. Im Rahmen einer Stipendiumsverlängerung war er von Juli bis August 2020 erneut vor Ort.

David Wagner

Jahr 2019
Sparte Literatur

David Wagner, 1971 geboren, debütierte mit dem Roman Meine nachtblaue Hose. Es folgten u.a. die Bücher Spricht das Kind, Vier Äpfel, Welche Farbe hat Berlin und Ein Zimmer im Hotel, alle im Rowohlt Verlag. Sein Roman Leben wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2013 und dem Best Foreign Novel of the Year Award 2014 der Volksrepublik China ausgezeichnet, eine türkische Ausgabe (Hayat) erschien 2015 bei Everest. 2014 erhielt David Wagner den Kranichsteiner Literaturpreis und war erster Friedrich-Dürrenmatt-Professor für Weltliteratur an der Universität Bern. Zuletzt, im Herbst 2019, ist der Roman Der vergessliche Riese erschienen.

David Wagner war von Januar bis einschließlich Juni 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya und war im Rahmen einer Verlängerung von November bis Dezember 2019 erneut Stipendiat der Kulturakademie.

Jahr 2019
Sparte Literatur

David Wagner, 1971 geboren, debütierte mit dem Roman Meine nachtblaue Hose. Es folgten u.a. die Bücher Spricht das Kind, Vier Äpfel, Welche Farbe hat Berlin und Ein Zimmer im Hotel, alle im Rowohlt Verlag. Sein Roman Leben wurde mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2013 und dem Best Foreign Novel of the Year Award 2014 der Volksrepublik China ausgezeichnet, eine türkische Ausgabe (Hayat) erschien 2015 bei Everest. 2014 erhielt David Wagner den Kranichsteiner Literaturpreis und war erster Friedrich-Dürrenmatt-Professor für Weltliteratur an der Universität Bern. Zuletzt, im Herbst 2019, ist der Roman Der vergessliche Riese erschienen.

David Wagner war von Januar bis einschließlich Juni 2015 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya und war im Rahmen einer Verlängerung von November bis Dezember 2019 erneut Stipendiat der Kulturakademie.

Viron Erol Vert

Jahr 2019
Sparte Bildende Kunst

Viron Erol Vert lebt, arbeitet und denkt als visueller Künstler zwischen Berlin, Athen und Istanbul. Seine persönliche multikulturelle Prägung spielt eine Schlüsselrolle im Entstehungsprozess seiner künstlerischen Forschung, wobei sein künstlerisches Interesse religiöse Systeme, kulturelle Identität und sprachwissenschaftliche Erfahrungen umfasst. Nach seinem Abschluss an der HTW Berlin im Bereich Modedesign studierte er visuelle Kunst an der Königlichen Akademie in Antwerpen und im Anschluss daran Textil und experimentelle Oberfläche an der Kunsthochschule Weißensee (KHB), wo er 2011/12 Meisterschüler bei Prof. Pranyko war.

2008 wurde er von Aksanat Istanbul mit dem 1. Preis in der Kategorie Malerei und Illustration ausgezeichnet. 2014 erhielt er das durch den Kunstfond verliehene Ausstellungsstipendium in Kollaboration mit dem Kunstverein Stuttgart und 2015/16 das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2018 war Vert Preisträger des Villa Romana Preises in Florenz, Italien.

Zu seinen Einzelausstellungen zählen 7 Curtains, Galerist, Istanbul (2012), While Stock Last im Zografyon Lyceum, die im Rahmen der Istanbul Biennale 2013 eröffnet wurde, The Name of Shades of Paranoia, Called Different Forms of Silence, Galerie Wedding, Berlin (2017) und Born in the Purple, Künstlerhaus Kreuzberg/ Bethanien, Berlin (2017) mit Unterstützung durch HKF und SAHA Foundation. Seine aktuelleste Einzelausstellung Ich mag keine Ausländer aber bei Dir ist es was Anderes wurde 2019 im Kunstverein Hamburg gezeigt. Daneben hat er an internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter Die Grenze, eine Wanderausstellung initiiert durch das Goethe Institut Moskau und dem HMKV an Ausstellungsorten in Moskau, Kiev, Minsk, Tbilisi und Zentralasien (2016-2018) und The Corundurum of Imagination im Leopold Museum, Wien (2017). 2018 präsentierte Viron Erol Vert im Rahmen der Riga Biennale (RIBOCA) sein Ausstellungsprojekt Ambereum, welches 2019 in Kollaboration mit dem Roskilde Festival, Dänemark weiter konzipiert und vorgestellt wurde. 2019 wurden seine Arbeiten beim 4. Berliner Herbstsalon DE-HEIMATIZE IT! des Maxim Gorki Theaters, Berlin gezeigt und 2020 bei der Gruppenausstellung A Handull Of Dust in der Ehrenhalle, Berlin.

Viron Erol Vert war von Oktober 2019 bis Januar 2020 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya und ist erneut von Januar bis März 2021 Stipendiat der Kulturakademie.

Jahr 2019
Sparte Bildende Kunst

Viron Erol Vert lebt, arbeitet und denkt als visueller Künstler zwischen Berlin, Athen und Istanbul. Seine persönliche multikulturelle Prägung spielt eine Schlüsselrolle im Entstehungsprozess seiner künstlerischen Forschung, wobei sein künstlerisches Interesse religiöse Systeme, kulturelle Identität und sprachwissenschaftliche Erfahrungen umfasst. Nach seinem Abschluss an der HTW Berlin im Bereich Modedesign studierte er visuelle Kunst an der Königlichen Akademie in Antwerpen und im Anschluss daran Textil und experimentelle Oberfläche an der Kunsthochschule Weißensee (KHB), wo er 2011/12 Meisterschüler bei Prof. Pranyko war.

2008 wurde er von Aksanat Istanbul mit dem 1. Preis in der Kategorie Malerei und Illustration ausgezeichnet. 2014 erhielt er das durch den Kunstfond verliehene Ausstellungsstipendium in Kollaboration mit dem Kunstverein Stuttgart und 2015/16 das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. 2018 war Vert Preisträger des Villa Romana Preises in Florenz, Italien.

Zu seinen Einzelausstellungen zählen 7 Curtains, Galerist, Istanbul (2012), While Stock Last im Zografyon Lyceum, die im Rahmen der Istanbul Biennale 2013 eröffnet wurde, The Name of Shades of Paranoia, Called Different Forms of Silence, Galerie Wedding, Berlin (2017) und Born in the Purple, Künstlerhaus Kreuzberg/ Bethanien, Berlin (2017) mit Unterstützung durch HKF und SAHA Foundation. Seine aktuelleste Einzelausstellung Ich mag keine Ausländer aber bei Dir ist es was Anderes wurde 2019 im Kunstverein Hamburg gezeigt. Daneben hat er an internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen, darunter Die Grenze, eine Wanderausstellung initiiert durch das Goethe Institut Moskau und dem HMKV an Ausstellungsorten in Moskau, Kiev, Minsk, Tbilisi und Zentralasien (2016-2018) und The Corundurum of Imagination im Leopold Museum, Wien (2017). 2018 präsentierte Viron Erol Vert im Rahmen der Riga Biennale (RIBOCA) sein Ausstellungsprojekt Ambereum, welches 2019 in Kollaboration mit dem Roskilde Festival, Dänemark weiter konzipiert und vorgestellt wurde. 2019 wurden seine Arbeiten beim 4. Berliner Herbstsalon DE-HEIMATIZE IT! des Maxim Gorki Theaters, Berlin gezeigt und 2020 bei der Gruppenausstellung A Handull Of Dust in der Ehrenhalle, Berlin.

Viron Erol Vert war von Oktober 2019 bis Januar 2020 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya und ist erneut von Januar bis März 2021 Stipendiat der Kulturakademie.

Aykan Safoğlu

Jahr 2019
Sparte Bildende Kunst

Aykan Safoğlu, in Istanbul geboren, lebt in Wien und Berlin. Er erhielt seinen Masterabschluss (MFA) in Fotografie von der Milton Avery Graduate School of the Arts am Bard College, New York und einen Masterabschluss (MA) im Rahmen des Masterprogramms Art in Context der Universität der Künste Berlin. Seine Arbeiten schaffen Beziehungen – gar Freundschaften – zwischen kulturellen, geografischen, linguistischen und zeitlichen Grenzen. Angesiedelt zwischen Film, Fotografie und Performance, stellt sein Werk offene Fragen der kulturellen Zugehörigkeit, Kreativität und Verwandtschaft. Zu seinen jüngeren Ausstellungen zählen Revolving Dreams, Kıraathane Istanbul Literaturhaus (2020), weekend, The Pill, Istanbul (2020) und ziyaret, visit, Kevin Space, Wien (2019). Ausgewählte Gruppenausstellungen sind VIDEONALE.18 – Fluid States. Solid Matters (2021), Der Riss beginnt im Inneren, 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2020), Imagined Communities, 21st Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil (2019) und Klassensprachen, Kunsthalle Düsseldorf (2018). Aykan Safoğlu ist derzeit PhD-Kandidat an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er 2021 mit dem Birgit-Jürgenssen-Preis ausgezeichnet wurde.

Aykan Safoğlu war von Januar bis August 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Bildende Kunst
Aykan Safoğlu, Foto: Nar Photos

Aykan Safoğlu, in Istanbul geboren, lebt in Wien und Berlin. Er erhielt seinen Masterabschluss (MFA) in Fotografie von der Milton Avery Graduate School of the Arts am Bard College, New York und einen Masterabschluss (MA) im Rahmen des Masterprogramms Art in Context der Universität der Künste Berlin. Seine Arbeiten schaffen Beziehungen – gar Freundschaften – zwischen kulturellen, geografischen, linguistischen und zeitlichen Grenzen. Angesiedelt zwischen Film, Fotografie und Performance, stellt sein Werk offene Fragen der kulturellen Zugehörigkeit, Kreativität und Verwandtschaft. Zu seinen jüngeren Ausstellungen zählen Revolving Dreams, Kıraathane Istanbul Literaturhaus (2020), weekend, The Pill, Istanbul (2020) und ziyaret, visit, Kevin Space, Wien (2019). Ausgewählte Gruppenausstellungen sind VIDEONALE.18 – Fluid States. Solid Matters (2021), Der Riss beginnt im Inneren, 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst (2020), Imagined Communities, 21st Contemporary Art Biennial Sesc_Videobrasil (2019) und Klassensprachen, Kunsthalle Düsseldorf (2018). Aykan Safoğlu ist derzeit PhD-Kandidat an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er 2021 mit dem Birgit-Jürgenssen-Preis ausgezeichnet wurde.

Aykan Safoğlu war von Januar bis August 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Rasta Baba aka Sultan Tunc

Jahr 2019
Sparte Musik

Der in Deutschland geborene HipHop-Künstler Rasta Baba aka Sultan Tunc, der musikalisch zwischen der Türkei und Deutschland pendelt, gilt als einer der innovativsten türkischen Musiker und HipHop-Produzenten der Türkei. Sein 2003 erschienenes Debütalbum Saygı Değer Şarkılar wurde von der Tageszeitung Hürriyet als bestes HipHop-Album gelobt, das je in der Türkei produziert wurde. Als in Deutschland aufgewachsener Musiker mit türkischen Wurzeln kennt Rasta Baba die Schwierigkeiten der doppelten Identität und weiß von diesen mit Witz und Esprit, aber auch mit Wut, Entrüstung, Verzweiflung und gegebenenfalls erhobenem Zeigefinger zu berichten. Musikalisch übersetzt er diese, indem er orientalische Skalen über elektronische Beats legt, das Ganze angereichert mit einer Mischung aus Funk und Jazz, Reggae und Ragga. Neben den Breaks von Public Enemy verarbeitet Rasta Baba auch die philosophischen Lehren der Sufi-Mystiker in seiner Musik. Hip Hop ist für ihn nicht nur eine musikalische Ausdrucksform, sondern auch ein Sprachrohr für politische Inhalte. Rasta Baba hat u. a. mit Größen wie Selda Bagcan („türkische Joan Baez“. The Guardian), Özay Fecht (40 qm Deutschland), Eastenders, Bandista und Selim Sesler zusammengearbeitet. Rasta Baba hat in den letzten 10 Jahren drei Solo-Alben veröffentlicht und erhielt mehrere Video-Auszeichnungen, über 30 Songs würden für internationale Kompilations lizensiert und für Kino, TV-Dokus, Theater und Musicals. Rasta Baba hat in Europa mit seiner Live-Band auf fast allen wichtigen Festivals und Clubs gespielt.

Rasta Baba aka Sultan Tunc war von Mai bis August 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Musik

Der in Deutschland geborene HipHop-Künstler Rasta Baba aka Sultan Tunc, der musikalisch zwischen der Türkei und Deutschland pendelt, gilt als einer der innovativsten türkischen Musiker und HipHop-Produzenten der Türkei. Sein 2003 erschienenes Debütalbum Saygı Değer Şarkılar wurde von der Tageszeitung Hürriyet als bestes HipHop-Album gelobt, das je in der Türkei produziert wurde. Als in Deutschland aufgewachsener Musiker mit türkischen Wurzeln kennt Rasta Baba die Schwierigkeiten der doppelten Identität und weiß von diesen mit Witz und Esprit, aber auch mit Wut, Entrüstung, Verzweiflung und gegebenenfalls erhobenem Zeigefinger zu berichten. Musikalisch übersetzt er diese, indem er orientalische Skalen über elektronische Beats legt, das Ganze angereichert mit einer Mischung aus Funk und Jazz, Reggae und Ragga. Neben den Breaks von Public Enemy verarbeitet Rasta Baba auch die philosophischen Lehren der Sufi-Mystiker in seiner Musik. Hip Hop ist für ihn nicht nur eine musikalische Ausdrucksform, sondern auch ein Sprachrohr für politische Inhalte. Rasta Baba hat u. a. mit Größen wie Selda Bagcan („türkische Joan Baez“. The Guardian), Özay Fecht (40 qm Deutschland), Eastenders, Bandista und Selim Sesler zusammengearbeitet. Rasta Baba hat in den letzten 10 Jahren drei Solo-Alben veröffentlicht und erhielt mehrere Video-Auszeichnungen, über 30 Songs würden für internationale Kompilations lizensiert und für Kino, TV-Dokus, Theater und Musicals. Rasta Baba hat in Europa mit seiner Live-Band auf fast allen wichtigen Festivals und Clubs gespielt.

Rasta Baba aka Sultan Tunc war von Mai bis August 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Christoph Peters

Jahr 2019
Sparte Literatur

Christoph Peters (*1966, Kalkar) studierte Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe bei H.E. Kalinowski und G. Neusel, zuletzt als Meisterschüler von Meuser. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Fluggastkontrolleur am Frankfurter Flughafen. Seit 2000 lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er den Roman Das Jahr der Katze (2018), den Erzählband Selfie mit Sheikh (2017), sowie den Essay Diese wunderbare Bitterkeit – Leben mit Tee (2016). Sein Werk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Aspekte-Literaturpreis 1999, den Friedrich-Hölderlin-Preis 2016 und den Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis 2018.

Christoph Peters war von Juni bis Ende September 2015 und von Juni bis Ende August 2017 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya. Peters war erneut mit einer Verlängerung von Mai bis August 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Literatur
© Luchterhand Literaturverlag

Christoph Peters (*1966, Kalkar) studierte Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe bei H.E. Kalinowski und G. Neusel, zuletzt als Meisterschüler von Meuser. Anschließend arbeitete er fünf Jahre als Fluggastkontrolleur am Frankfurter Flughafen. Seit 2000 lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Zuletzt veröffentlichte er den Roman Das Jahr der Katze (2018), den Erzählband Selfie mit Sheikh (2017), sowie den Essay Diese wunderbare Bitterkeit – Leben mit Tee (2016). Sein Werk erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Aspekte-Literaturpreis 1999, den Friedrich-Hölderlin-Preis 2016 und den Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis 2018.

Christoph Peters war von Juni bis Ende September 2015 und von Juni bis Ende August 2017 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya. Peters war erneut mit einer Verlängerung von Mai bis August 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Steffi Niederzoll

Jahr 2019
Sparte Film

Steffi Niederzoll, freie Drehbuchautorin und Regisseurin, studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln, sowie an der Escuela International de Cine y Televisión auf Kuba. Ihre Kurzfilme liefen erfolgreich auf zahlreichen renommierten nationalen und internationalen Filmfestivals. 2007 beendete sie ihr Studium an der KHM mit besonderer Auszeichnung als Autorin und Regisseurin des 45minütigen Spielfilms „LEA“, der auf der 58. Berlinale – Perspektive Deutsches Kino seine Premiere feierte. Sie nahm an Regie-Masterklassen teil u. a. bei bei Milcho Manchevski und Danny Boyle, und war DAAD Stipendiatin und Teilnehmerin des First Movie Programms. Niederzoll ist Gründungsmitglied des Kollektivs „Labor für angewandte Meinungsäußerung“ L.A. Müller, welches den öffentlichen Raum zur Plattform für politische Meinungen transformiert. Mit Unterstützung des WDRs und der Filmstiftung NRW entwickelt Steffi Niederzoll derzeit einen Dokumentarfilm, der die Lebensgeschichte einer Frau rekonstruiert, die zur Menschenrechtsaktivistin wurde.

Steffi Niederzoll ist von Oktober 2019 bis Januar 2020 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Film
Photo: Julia Daschner

Steffi Niederzoll, freie Drehbuchautorin und Regisseurin, studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln, sowie an der Escuela International de Cine y Televisión auf Kuba. Ihre Kurzfilme liefen erfolgreich auf zahlreichen renommierten nationalen und internationalen Filmfestivals. 2007 beendete sie ihr Studium an der KHM mit besonderer Auszeichnung als Autorin und Regisseurin des 45minütigen Spielfilms „LEA“, der auf der 58. Berlinale – Perspektive Deutsches Kino seine Premiere feierte. Sie nahm an Regie-Masterklassen teil u. a. bei bei Milcho Manchevski und Danny Boyle, und war DAAD Stipendiatin und Teilnehmerin des First Movie Programms. Niederzoll ist Gründungsmitglied des Kollektivs „Labor für angewandte Meinungsäußerung“ L.A. Müller, welches den öffentlichen Raum zur Plattform für politische Meinungen transformiert. Mit Unterstützung des WDRs und der Filmstiftung NRW entwickelt Steffi Niederzoll derzeit einen Dokumentarfilm, der die Lebensgeschichte einer Frau rekonstruiert, die zur Menschenrechtsaktivistin wurde.

Steffi Niederzoll ist von Oktober 2019 bis Januar 2020 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Tuğsal Moğul

Jahr 2019
Sparte Darstellende Kunst

Tuğsal Moğul wurde 1969 in Neubeckum/Westfalen geboren. Der diplomierte Schauspieler, Regisseur, Anästhesist und Notarzt studierte neun Jahre parallel Medizin an den Universitäten Hannover, Wien und Lübeck sowie Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Neben seinem Teilzeitjob als Arzt in einem Lehrkrankenhaus in Münster arbeitet Moğul als Autor und Regisseur. Sein Debütstück Halbstarke Halbgötter wurde 2011 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. In ihm kommen Ärzte zu Wort, in Somnia hingegen Patienten auf einer Intensivstation und in Die Angehörigen schließlich Angehörige von Schwerkranken. Die Stück-Trilogie entstand in Zusammenarbeit mit seinem Ensemble Theater Operation. 2013 hatte sein Stück Die deutsche Ayse am Theater Münster Premiere. Die Produktion wurde bei den NRW-Theatertagen 2014 mehrfach ausgezeichnet, sie wurde zum „Talking About Borders“ Festival in Nürnberg und zu „Made in Germany“ in Stuttgart sowie zu zahlreichen weiteren Gastspielen eingeladen.

Das 2015 entstandene Rechercheprojekt Auch Deutsche unter den Opfern wurde zu den Autorentheatertagen Berlin 2015 eingeladen. Am Zimmertheater Tübingen wurde dieses Stück, welches das Versagen der Behörden bei den Ermittlungen der NSU-Morde aufdeckt, in der Regie von Sapir Heller nachgespielt und erhielt bei den Hamburger Privattheatertagen den Monica Bleibtreu Preis 2016 in der Kategorie „Bestes Zeitgenössisches Drama“. Im September 2017 ist Auch deutsche unter den Opfern in der WDR – Mediathek als Hörspiel erschienen. 2016 hatte Tuğsal Moğuls Recherchearbeit Deutsche Konvertiten am Theater Münster Premiere. 2016 führte er auch am Jungen Theater Münster bei Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor von Joke van Leeuwen Regie. Seine musikalisch-dramatische Recherchearbeit mit Sezen Aksu Liedern Der kleine Spatz vom Bosporus wurde am 23. Februar 2018 im Pumpenhaus in Münster uraufgeführt und zum Bergama Festival 2018 in die Türkei eingeladen.

Weitere Arbeiten von Tuğsal Moğul laufen u. a. am Ballhaus Naunynstraße Berlin, am Theater an der Glocksee Hannover und am Theaterhaus Stuttgart. Am Theater Osnabrück inszenierte er 2016/17 die Uraufführung von Anis Hamdouns Stück Die unbekannte Stadt und 2018 Florian Zellers Stück Vater. Seit Juli 2019 spielt er in Mirza Metins Stück Acht einen Hundemonolog.

Von Dezember 2017 bis Februar 2018 lebte und arbeitete Tuğsal Moğul als Stipendiat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. In dieser Zeit hat er sein Stück Auch Deutsche unter den Opfern /Die NSU Morde mit dem Istanbuler Ensemble vom Theater Kumbaracı50 auf Türkisch in Szene gesetzt. Diese Inszenierung ist u .a. als Gastspiel nach Mühlheim an der Ruhr und nach Luxemburg eingeladen worden. Tuğsal Moğul war von August bis September 2019 erneut Stipendiat an Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Darstellende Kunst

Tuğsal Moğul wurde 1969 in Neubeckum/Westfalen geboren. Der diplomierte Schauspieler, Regisseur, Anästhesist und Notarzt studierte neun Jahre parallel Medizin an den Universitäten Hannover, Wien und Lübeck sowie Schauspiel an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Neben seinem Teilzeitjob als Arzt in einem Lehrkrankenhaus in Münster arbeitet Moğul als Autor und Regisseur. Sein Debütstück Halbstarke Halbgötter wurde 2011 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. In ihm kommen Ärzte zu Wort, in Somnia hingegen Patienten auf einer Intensivstation und in Die Angehörigen schließlich Angehörige von Schwerkranken. Die Stück-Trilogie entstand in Zusammenarbeit mit seinem Ensemble Theater Operation. 2013 hatte sein Stück Die deutsche Ayse am Theater Münster Premiere. Die Produktion wurde bei den NRW-Theatertagen 2014 mehrfach ausgezeichnet, sie wurde zum „Talking About Borders“ Festival in Nürnberg und zu „Made in Germany“ in Stuttgart sowie zu zahlreichen weiteren Gastspielen eingeladen.

Das 2015 entstandene Rechercheprojekt Auch Deutsche unter den Opfern wurde zu den Autorentheatertagen Berlin 2015 eingeladen. Am Zimmertheater Tübingen wurde dieses Stück, welches das Versagen der Behörden bei den Ermittlungen der NSU-Morde aufdeckt, in der Regie von Sapir Heller nachgespielt und erhielt bei den Hamburger Privattheatertagen den Monica Bleibtreu Preis 2016 in der Kategorie „Bestes Zeitgenössisches Drama“. Im September 2017 ist Auch deutsche unter den Opfern in der WDR – Mediathek als Hörspiel erschienen. 2016 hatte Tuğsal Moğuls Recherchearbeit Deutsche Konvertiten am Theater Münster Premiere. 2016 führte er auch am Jungen Theater Münster bei Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor von Joke van Leeuwen Regie. Seine musikalisch-dramatische Recherchearbeit mit Sezen Aksu Liedern Der kleine Spatz vom Bosporus wurde am 23. Februar 2018 im Pumpenhaus in Münster uraufgeführt und zum Bergama Festival 2018 in die Türkei eingeladen.

Weitere Arbeiten von Tuğsal Moğul laufen u. a. am Ballhaus Naunynstraße Berlin, am Theater an der Glocksee Hannover und am Theaterhaus Stuttgart. Am Theater Osnabrück inszenierte er 2016/17 die Uraufführung von Anis Hamdouns Stück Die unbekannte Stadt und 2018 Florian Zellers Stück Vater. Seit Juli 2019 spielt er in Mirza Metins Stück Acht einen Hundemonolog.

Von Dezember 2017 bis Februar 2018 lebte und arbeitete Tuğsal Moğul als Stipendiat der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. In dieser Zeit hat er sein Stück Auch Deutsche unter den Opfern /Die NSU Morde mit dem Istanbuler Ensemble vom Theater Kumbaracı50 auf Türkisch in Szene gesetzt. Diese Inszenierung ist u .a. als Gastspiel nach Mühlheim an der Ruhr und nach Luxemburg eingeladen worden. Tuğsal Moğul war von August bis September 2019 erneut Stipendiat an Kulturakademie Tarabya.

Kadir “Amigo” Memiş

Jahr 2019
Sparte Bildende Kunst

Wenn Kadir „Amigo“ Memiş tanzt, inszeniert oder zeichnet, dann schöpft er seine Kreativität aus den Erinnerungen an seine Kindheit. Als Hirtenjunge in einem 300-Seelendorf in Anatolien aufgewachsen kam Memiş 1984 nach Berlin zu seinen Eltern. Seinen Weg fand Amigo damals in der Hip-Hop-Kultur und im Breakdance. Wie ein Urban Nomad sammelte er die Eindrücke der Stadt und fing an, sie in Bewegungen zu übersetzen. Heute ist er vor allem als Tänzer, Choreograf und Gründer der international ausgezeichneten Hip-Hop-Gruppe Flying Steps bekannt. Deutschlandweit kombinierte er als einer der ersten Hip Hop mit anderen Elementen. So hat er beispielsweise für seine Produktion Zeybreak Elemente des traditionell türkischen Volkstanzes Zeybek mit Bewegungen aus dem Breakdance vermischt.

Nach seinem Schulabschluss machte er eine Ausbildung zum Technischen Zeichner, die viel Präzision abverlangte. Diese Erfahrung spiegelte sich später nicht nur in seinen perfekt einstudierten Bewegungsabläufen wieder, sondern auch in den Kalligrafien, die der Künstler seit mehr als 32 Jahren anfertigt. Impulsiv und gleichzeitig bedacht scheinen sich die schwarzen Linien seiner Zeichnungen in verschiedene Richtungen zu bewegen, Kreise zu ziehen und Punkte zu setzen. Wie die Bewegungen bei seinen Choreografien, streben die Linien in Amigos Kalligrafien immer nach einer Form, in der Intuition und Reflexion auf harmonische Weise im Einklang miteinander stehen. Die Grenzen zwischen darstellender und bildender Kunst verschwimmen in Amigos Werk zunehmend.

Neben seinen Tanzproduktionen ist er seit vielen Jahren in der Street-Art-Szene aktiv. 2003 war er zusammen mit Künstlern wie Banksy, Obey, Akim, Datagno usw. Teil von Backjumps – The Live Issue, einem Ausstellungsprojekt in Berlin, das als eines der ersten in Europa Schnittstellen von Street Art, Aerosol-Kultur und Hip Hop untersuchte und zeitgenössische Entwicklungen der verschiedenen Kunstformen vorstellte. Ausgangspunkt der Schau war das internationale Netzwerk von Künstler/-innen und Aktivist/-innen, das seit 1994 von Adrian Nabi und dem von ihm gegründeten Magazin Backjumps aufgebaut wurde. Ein großer Einfluss für Memiş waren die Berliner Writer Akim, Tango und Zast von der legendären Jazzstyle Corner.

Kadir „Amigo“ Memiş war von Januar bis April 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2019
Sparte Bildende Kunst

Wenn Kadir „Amigo“ Memiş tanzt, inszeniert oder zeichnet, dann schöpft er seine Kreativität aus den Erinnerungen an seine Kindheit. Als Hirtenjunge in einem 300-Seelendorf in Anatolien aufgewachsen kam Memiş 1984 nach Berlin zu seinen Eltern. Seinen Weg fand Amigo damals in der Hip-Hop-Kultur und im Breakdance. Wie ein Urban Nomad sammelte er die Eindrücke der Stadt und fing an, sie in Bewegungen zu übersetzen. Heute ist er vor allem als Tänzer, Choreograf und Gründer der international ausgezeichneten Hip-Hop-Gruppe Flying Steps bekannt. Deutschlandweit kombinierte er als einer der ersten Hip Hop mit anderen Elementen. So hat er beispielsweise für seine Produktion Zeybreak Elemente des traditionell türkischen Volkstanzes Zeybek mit Bewegungen aus dem Breakdance vermischt.

Nach seinem Schulabschluss machte er eine Ausbildung zum Technischen Zeichner, die viel Präzision abverlangte. Diese Erfahrung spiegelte sich später nicht nur in seinen perfekt einstudierten Bewegungsabläufen wieder, sondern auch in den Kalligrafien, die der Künstler seit mehr als 32 Jahren anfertigt. Impulsiv und gleichzeitig bedacht scheinen sich die schwarzen Linien seiner Zeichnungen in verschiedene Richtungen zu bewegen, Kreise zu ziehen und Punkte zu setzen. Wie die Bewegungen bei seinen Choreografien, streben die Linien in Amigos Kalligrafien immer nach einer Form, in der Intuition und Reflexion auf harmonische Weise im Einklang miteinander stehen. Die Grenzen zwischen darstellender und bildender Kunst verschwimmen in Amigos Werk zunehmend.

Neben seinen Tanzproduktionen ist er seit vielen Jahren in der Street-Art-Szene aktiv. 2003 war er zusammen mit Künstlern wie Banksy, Obey, Akim, Datagno usw. Teil von Backjumps – The Live Issue, einem Ausstellungsprojekt in Berlin, das als eines der ersten in Europa Schnittstellen von Street Art, Aerosol-Kultur und Hip Hop untersuchte und zeitgenössische Entwicklungen der verschiedenen Kunstformen vorstellte. Ausgangspunkt der Schau war das internationale Netzwerk von Künstler/-innen und Aktivist/-innen, das seit 1994 von Adrian Nabi und dem von ihm gegründeten Magazin Backjumps aufgebaut wurde. Ein großer Einfluss für Memiş waren die Berliner Writer Akim, Tango und Zast von der legendären Jazzstyle Corner.

Kadir „Amigo“ Memiş war von Januar bis April 2019 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.