Year: 2025

Olga Martynova

Jahr 2025
Sparte Literatur

Olga Martynova, aufgewachsen in Leningrad, wo sie in den 1980er Jahren die Dichtergruppe »Kamera Chranenia« mitbegründete. 1991 zog sie zusammen mit Oleg Jurjew (1959–2018) nach Deutschland. Seit 1999 schreibt sie literarische Texte nicht nur auf Russisch, sondern auch in deutscher Sprache. Seit 2018 schreibt sie nur noch auf Deutsch. Olga Martynova ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz). Sie erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (2012) und den Berliner Literaturpreis (2015). Zuletzt erschienen bei S. Fischer Martynovas‘ Gespräch über die Trauer (2023) und Such nach dem Namen des Windes: Gedichte (2024).

Olga Martynova war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Literatur
© Alberto Novelli/Villa Massimo

Olga Martynova, aufgewachsen in Leningrad, wo sie in den 1980er Jahren die Dichtergruppe »Kamera Chranenia« mitbegründete. 1991 zog sie zusammen mit Oleg Jurjew (1959–2018) nach Deutschland. Seit 1999 schreibt sie literarische Texte nicht nur auf Russisch, sondern auch in deutscher Sprache. Seit 2018 schreibt sie nur noch auf Deutsch. Olga Martynova ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz). Sie erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (2012) und den Berliner Literaturpreis (2015). Zuletzt erschienen bei S. Fischer Martynovas‘ Gespräch über die Trauer (2023) und Such nach dem Namen des Windes: Gedichte (2024).

Olga Martynova war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Nalan Karacagil

Jahr 2025
Sparte Musik

Die Sängerin, DJ und Produzentin Nalan veröffentlicht als Teil der Gaddafi Gals 2017 die EP the death of papi; 2019 folgt das Debütalbum TEMPLE und 2022 das zweite Album Romeo Must Die. Im Jahr 2021 beginnt sie ihre Solokarriere und veröffentlicht ihr Debütalbum I’m Good. The Crying Tape mit dem sie 2023 auf Tour geht.

Nalan ist neben Gaddafi Gals auch Teil des SLIC Unit DJ Kollektivs und arbeitet unter ihrem Alias slimgirl fat als DJ. Gemeinsam mit SLIC Unit spielten sie eine kleine Tour Anfang 2024 in Lateinamerika und den U.S.A. Gemeinsam sind sie Resident bei FoundationFM (London) im Golden Pudel Club in Hamburg.

Von 2020 bis 2024 war sie als Writerin und Produzentin bei Sony ATV unter Vertrag. Seit 2021 ist sie bei dem Berliner Label Mansions & Millions und seit 2022 bei der Booking Agency Powerline. Nalan folgt ihrer eigenen Idee von spannenden Gesangklängen und -strukturen. So entsteht eine einzigartige Mischung aus Pop, RnB und Indie. Dies macht sie als Musikerin aus, wie sämtliche Musikjournalist*innen auch finden.

Nalan Karacagil war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Musik
© Nusa Hernavs

Die Sängerin, DJ und Produzentin Nalan veröffentlicht als Teil der Gaddafi Gals 2017 die EP the death of papi; 2019 folgt das Debütalbum TEMPLE und 2022 das zweite Album Romeo Must Die. Im Jahr 2021 beginnt sie ihre Solokarriere und veröffentlicht ihr Debütalbum I’m Good. The Crying Tape mit dem sie 2023 auf Tour geht.

Nalan ist neben Gaddafi Gals auch Teil des SLIC Unit DJ Kollektivs und arbeitet unter ihrem Alias slimgirl fat als DJ. Gemeinsam mit SLIC Unit spielten sie eine kleine Tour Anfang 2024 in Lateinamerika und den U.S.A. Gemeinsam sind sie Resident bei FoundationFM (London) im Golden Pudel Club in Hamburg.

Von 2020 bis 2024 war sie als Writerin und Produzentin bei Sony ATV unter Vertrag. Seit 2021 ist sie bei dem Berliner Label Mansions & Millions und seit 2022 bei der Booking Agency Powerline. Nalan folgt ihrer eigenen Idee von spannenden Gesangklängen und -strukturen. So entsteht eine einzigartige Mischung aus Pop, RnB und Indie. Dies macht sie als Musikerin aus, wie sämtliche Musikjournalist*innen auch finden.

Nalan Karacagil war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Larissa Araz & Aria Farajnezhad

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Larissa Araz (Istanbul, 1990) ist Künstlerin und Gründerin des Poşe artist-run space in Istanbul, Türkei. Sie studierte Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University in New York und Bildende Kunst an der Koç University in Istanbul. 2019-2020 nahm sie an der Saha Studio Residency und 2020-2021 am Arter Research Program teil. 2021 erhielt sie den Prince Claus Seed Award und im Jahr 2023 war sie Stipendiatin der WHW Akademija. Im Rahmen des Programms zur Förderung von Kunstschaffenden (Artist Development Program) der Europäischen Investitionsbank wurde sie zu einem Aufenthalt an der Cité internationale des arts in Paris eingeladen. 2024 war sie Stipendiat:in der Onassis Artist Residency in Griechenland.

Araz konzentriert sich auf alternative Geschichten, nicht-menschliche Zeugen und die Konstruktion dominanter Ideologien durch institutionelle Wissensproduktion. Anhand persönlicher Erzählungen recherchiert sie Dokumente, Archive, Ruinen, Schweigen, Namen, Spuren und Erinnerungen, die nicht in das gesellschaftliche Gedächtnis aufgenommen oder dort verborgen gehalten werden. Zwischen Realität und Fiktion versucht sie, mögliche Zukünfte und unverhüllte Vergangenheiten zu diskutieren. In ihrer Praxis verwendet sie verschiedene Medien, konzentriert sich aber hauptsächlich auf Text und Bild.

Sie ist auch die andere Hälfte von palimpsest (zusammen mit dem Autor Ekin Can Göksoy), das von dem alten Glauben ausgeht, dass nichts so ist, wie es scheint. Mit einem Ansatz, der weit über das moderne Konzept des Archivs hinausgeht, in dem historische Aufzeichnungen zusammengeführt und klassifiziert werden, versucht palimpsest, ein Archiv der Anmerkungen an den Rändern von Manuskripten, der von den Wänden bröckelnden Verzierungen von Gebäuden, der schriftlichen Botschaften hinter gefundenen Fotos und der Zeugnisse dessen, was nicht mehr da ist, zu schaffen.

Im April 2018 gründete Araz den künstlerischen Workshop und Ausstellungsraum Poşe. Poşe wurde aus dem Drang heraus konzipiert, eine Gemeinschaft zu gründen. Es ist ein physischer und mentaler Freiraum für diejenigen, die das Bedürfnis nach Dialog und Kritik verspüren. Poşe hat viele Ausstellungen gezeigt, darunter Einzel- und Gruppenproduktionen, sowie öffentliche Programme und andere Inhalte.

 

Aria Farajnezhad (1989, Ahvaz) ist ein interdisziplinärer Künstler und Organisator mit einem Hintergrund in Ingenieurwesen und einer langjährigen Auseinandersetzung mit Rhythmus und dem Spiel von Perkussionsinstrumenten. Er ist ein Forscher von Klang und Bild, dessen Arbeit verschiedene Medien umfasst und sich in Richtung spekulativer Forensik bewegt. Farajnezhad ist Träger des Kunstvereins Hannover Preises (2025/2026), war 2024 Stipendiat des HIAP (Helsinki International Artist Program), 2023 Stipendiat der WHW Akademija (Zagreb, Kroatien) und 2018/2019 Stipendiat des Home Workspace Program von Ashkal Alwan (Beirut, Libanon). Von 2020 bis 2022 war er Co-Leiter des Projektraums Circa 106 (Bremen, Deutschland) und kreierte die Projektserie Future Archives (Worpswede/ Saarbrücken/Bitterfeld/Bremen, Deutschland). Aria hat ein Diplom von der Fakultät für Bildende Künste an der Universität der Künste Bremen, wo er das Meisterschüler:innen-Programm im Juli 2022 unter Natascha Sadr Haghighian abschloss. Seit Januar 2023 widmet sich Farajnezhad der Untersuchung der destabilisierten Dichotomie von Erhaltung/Zerstörung im Zusammenhang mit dem ehemaligen Gebäude der staatlichen Zentralbank in Bremen und untersucht dabei weiter die Politik der Über-/Nicht-/Unterrepräsentation, die in der Konstruktion öffentlicher Räume verankert ist. Er hat kollektive Settings organisiert, in denen das rassistische Mosaikgemälde im Bremer Hauptbahnhof kritisch hinterfragt und kollektiv überschrieben werden konnte, um alternative Perspektiven zu entwickeln, die ökumenische, hybride und nicht-hierarchische Ansichten des Menschseins teilen. Seit 2023 hat er eine Gesprächsreihe namens Mosaic Speaking ins Leben gerufen, um einen interlokalen, transregionalen Dialog zu schaffen, indem er überschriebenen Mosaiken mit verschiedenen Gesprächspartner:innen trägt und mit dem diasporischen Bruch als schöpferischer Kraft verweilt. Die Gesprächsreihe fand an verschiedenen Orten statt, unter anderem im AIR InSILo (Hollabrunn/Wien, Österreich) und im HIAP (Helsinki/Turku, Finnland), um diese mit der besonderen Rolle Bremens im Kolonialismus und der Sklaverei zu verweben. Im Mai 2024 veröffentlichte Farajnezhad gemeinsam mit GAK Bremen die Zeitung Probe-1 und gab eine Lecture-Performance heraus, die als dialogische Sitzung an der Universität Liverpool zusammen mit Azadeh Sarjoughian rund um künstlerische Methodologie und das Konzept des lebenden Archivs konzipiert wurde.

Larissa Araz und Aria Farajnezhad waren von Februar bis Mai 2025 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst
© Sara Förster/ © Selim Süme

Larissa Araz (Istanbul, 1990) ist Künstlerin und Gründerin des Poşe artist-run space in Istanbul, Türkei. Sie studierte Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University in New York und Bildende Kunst an der Koç University in Istanbul. 2019-2020 nahm sie an der Saha Studio Residency und 2020-2021 am Arter Research Program teil. 2021 erhielt sie den Prince Claus Seed Award und im Jahr 2023 war sie Stipendiatin der WHW Akademija. Im Rahmen des Programms zur Förderung von Kunstschaffenden (Artist Development Program) der Europäischen Investitionsbank wurde sie zu einem Aufenthalt an der Cité internationale des arts in Paris eingeladen. 2024 war sie Stipendiat:in der Onassis Artist Residency in Griechenland.

Araz konzentriert sich auf alternative Geschichten, nicht-menschliche Zeugen und die Konstruktion dominanter Ideologien durch institutionelle Wissensproduktion. Anhand persönlicher Erzählungen recherchiert sie Dokumente, Archive, Ruinen, Schweigen, Namen, Spuren und Erinnerungen, die nicht in das gesellschaftliche Gedächtnis aufgenommen oder dort verborgen gehalten werden. Zwischen Realität und Fiktion versucht sie, mögliche Zukünfte und unverhüllte Vergangenheiten zu diskutieren. In ihrer Praxis verwendet sie verschiedene Medien, konzentriert sich aber hauptsächlich auf Text und Bild.

Sie ist auch die andere Hälfte von palimpsest (zusammen mit dem Autor Ekin Can Göksoy), das von dem alten Glauben ausgeht, dass nichts so ist, wie es scheint. Mit einem Ansatz, der weit über das moderne Konzept des Archivs hinausgeht, in dem historische Aufzeichnungen zusammengeführt und klassifiziert werden, versucht palimpsest, ein Archiv der Anmerkungen an den Rändern von Manuskripten, der von den Wänden bröckelnden Verzierungen von Gebäuden, der schriftlichen Botschaften hinter gefundenen Fotos und der Zeugnisse dessen, was nicht mehr da ist, zu schaffen.

Im April 2018 gründete Araz den künstlerischen Workshop und Ausstellungsraum Poşe. Poşe wurde aus dem Drang heraus konzipiert, eine Gemeinschaft zu gründen. Es ist ein physischer und mentaler Freiraum für diejenigen, die das Bedürfnis nach Dialog und Kritik verspüren. Poşe hat viele Ausstellungen gezeigt, darunter Einzel- und Gruppenproduktionen, sowie öffentliche Programme und andere Inhalte.

 

Aria Farajnezhad (1989, Ahvaz) ist ein interdisziplinärer Künstler und Organisator mit einem Hintergrund in Ingenieurwesen und einer langjährigen Auseinandersetzung mit Rhythmus und dem Spiel von Perkussionsinstrumenten. Er ist ein Forscher von Klang und Bild, dessen Arbeit verschiedene Medien umfasst und sich in Richtung spekulativer Forensik bewegt. Farajnezhad ist Träger des Kunstvereins Hannover Preises (2025/2026), war 2024 Stipendiat des HIAP (Helsinki International Artist Program), 2023 Stipendiat der WHW Akademija (Zagreb, Kroatien) und 2018/2019 Stipendiat des Home Workspace Program von Ashkal Alwan (Beirut, Libanon). Von 2020 bis 2022 war er Co-Leiter des Projektraums Circa 106 (Bremen, Deutschland) und kreierte die Projektserie Future Archives (Worpswede/ Saarbrücken/Bitterfeld/Bremen, Deutschland). Aria hat ein Diplom von der Fakultät für Bildende Künste an der Universität der Künste Bremen, wo er das Meisterschüler:innen-Programm im Juli 2022 unter Natascha Sadr Haghighian abschloss. Seit Januar 2023 widmet sich Farajnezhad der Untersuchung der destabilisierten Dichotomie von Erhaltung/Zerstörung im Zusammenhang mit dem ehemaligen Gebäude der staatlichen Zentralbank in Bremen und untersucht dabei weiter die Politik der Über-/Nicht-/Unterrepräsentation, die in der Konstruktion öffentlicher Räume verankert ist. Er hat kollektive Settings organisiert, in denen das rassistische Mosaikgemälde im Bremer Hauptbahnhof kritisch hinterfragt und kollektiv überschrieben werden konnte, um alternative Perspektiven zu entwickeln, die ökumenische, hybride und nicht-hierarchische Ansichten des Menschseins teilen. Seit 2023 hat er eine Gesprächsreihe namens Mosaic Speaking ins Leben gerufen, um einen interlokalen, transregionalen Dialog zu schaffen, indem er überschriebenen Mosaiken mit verschiedenen Gesprächspartner:innen trägt und mit dem diasporischen Bruch als schöpferischer Kraft verweilt. Die Gesprächsreihe fand an verschiedenen Orten statt, unter anderem im AIR InSILo (Hollabrunn/Wien, Österreich) und im HIAP (Helsinki/Turku, Finnland), um diese mit der besonderen Rolle Bremens im Kolonialismus und der Sklaverei zu verweben. Im Mai 2024 veröffentlichte Farajnezhad gemeinsam mit GAK Bremen die Zeitung Probe-1 und gab eine Lecture-Performance heraus, die als dialogische Sitzung an der Universität Liverpool zusammen mit Azadeh Sarjoughian rund um künstlerische Methodologie und das Konzept des lebenden Archivs konzipiert wurde.

Larissa Araz und Aria Farajnezhad waren von Februar bis Mai 2025 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya.

Larissa Araz & Aria Farajnezhad

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Larissa Araz (Istanbul, 1990) ist Künstlerin und Gründerin des Poşe artist-run space in Istanbul, Türkei. Sie studierte Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University in New York und Bildende Kunst an der Koç University in Istanbul. 2019-2020 nahm sie an der Saha Studio Residency und 2020-2021 am Arter Research Program teil. 2021 erhielt sie den Prince Claus Seed Award und im Jahr 2023 war sie Stipendiatin der WHW Akademija. Im Rahmen des Programms zur Förderung von Kunstschaffenden (Artist Development Program) der Europäischen Investitionsbank wurde sie zu einem Aufenthalt an der Cité internationale des arts in Paris eingeladen. 2024 war sie Stipendiat:in der Onassis Artist Residency in Griechenland.

Araz konzentriert sich auf alternative Geschichten, nicht-menschliche Zeugen und die Konstruktion dominanter Ideologien durch institutionelle Wissensproduktion. Anhand persönlicher Erzählungen recherchiert sie Dokumente, Archive, Ruinen, Schweigen, Namen, Spuren und Erinnerungen, die nicht in das gesellschaftliche Gedächtnis aufgenommen oder dort verborgen gehalten werden. Zwischen Realität und Fiktion versucht sie, mögliche Zukünfte und unverhüllte Vergangenheiten zu diskutieren. In ihrer Praxis verwendet sie verschiedene Medien, konzentriert sich aber hauptsächlich auf Text und Bild.

Sie ist auch die andere Hälfte von palimpsest (zusammen mit dem Autor Ekin Can Göksoy), das von dem alten Glauben ausgeht, dass nichts so ist, wie es scheint. Mit einem Ansatz, der weit über das moderne Konzept des Archivs hinausgeht, in dem historische Aufzeichnungen zusammengeführt und klassifiziert werden, versucht palimpsest, ein Archiv der Anmerkungen an den Rändern von Manuskripten, der von den Wänden bröckelnden Verzierungen von Gebäuden, der schriftlichen Botschaften hinter gefundenen Fotos und der Zeugnisse dessen, was nicht mehr da ist, zu schaffen.

Im April 2018 gründete Araz den künstlerischen Workshop und Ausstellungsraum Poşe. Poşe wurde aus dem Drang heraus konzipiert, eine Gemeinschaft zu gründen. Es ist ein physischer und mentaler Freiraum für diejenigen, die das Bedürfnis nach Dialog und Kritik verspüren. Poşe hat viele Ausstellungen gezeigt, darunter Einzel- und Gruppenproduktionen, sowie öffentliche Programme und andere Inhalte.

 

Aria Farajnezhad (1989, Ahvaz) ist ein interdisziplinärer Künstler und Organisator mit einem Hintergrund in Ingenieurwesen und einer langjährigen Auseinandersetzung mit Rhythmus und dem Spiel von Perkussionsinstrumenten. Er ist ein Forscher von Klang und Bild, dessen Arbeit verschiedene Medien umfasst und sich in Richtung spekulativer Forensik bewegt. Farajnezhad ist Träger des Kunstvereins Hannover Preises (2025/2026), war 2024 Stipendiat des HIAP (Helsinki International Artist Program), 2023 Stipendiat der WHW Akademija (Zagreb, Kroatien) und 2018/2019 Stipendiat des Home Workspace Program von Ashkal Alwan (Beirut, Libanon). Von 2020 bis 2022 war er Co-Leiter des Projektraums Circa 106 (Bremen, Deutschland) und kreierte die Projektserie Future Archives (Worpswede/ Saarbrücken/Bitterfeld/Bremen, Deutschland). Aria hat ein Diplom von der Fakultät für Bildende Künste an der Universität der Künste Bremen, wo er das Meisterschüler:innen-Programm im Juli 2022 unter Natascha Sadr Haghighian abschloss. Seit Januar 2023 widmet sich Farajnezhad der Untersuchung der destabilisierten Dichotomie von Erhaltung/Zerstörung im Zusammenhang mit dem ehemaligen Gebäude der staatlichen Zentralbank in Bremen und untersucht dabei weiter die Politik der Über-/Nicht-/Unterrepräsentation, die in der Konstruktion öffentlicher Räume verankert ist. Er hat kollektive Settings organisiert, in denen das rassistische Mosaikgemälde im Bremer Hauptbahnhof kritisch hinterfragt und kollektiv überschrieben werden konnte, um alternative Perspektiven zu entwickeln, die ökumenische, hybride und nicht-hierarchische Ansichten des Menschseins teilen. Seit 2023 hat er eine Gesprächsreihe namens Mosaic Speaking ins Leben gerufen, um einen interlokalen, transregionalen Dialog zu schaffen, indem er überschriebenen Mosaiken mit verschiedenen Gesprächspartner:innen trägt und mit dem diasporischen Bruch als schöpferischer Kraft verweilt. Die Gesprächsreihe fand an verschiedenen Orten statt, unter anderem im AIR InSILo (Hollabrunn/Wien, Österreich) und im HIAP (Helsinki/Turku, Finnland), um diese mit der besonderen Rolle Bremens im Kolonialismus und der Sklaverei zu verweben. Im Mai 2024 veröffentlichte Farajnezhad gemeinsam mit GAK Bremen die Zeitung Probe-1 und gab eine Lecture-Performance heraus, die als dialogische Sitzung an der Universität Liverpool zusammen mit Azadeh Sarjoughian rund um künstlerische Methodologie und das Konzept des lebenden Archivs konzipiert wurde.

Larissa Araz und Aria Farajnezhad waren von Februar bis Mai 2025 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst
© Sara Förster/ © Selim Süme

Larissa Araz (Istanbul, 1990) ist Künstlerin und Gründerin des Poşe artist-run space in Istanbul, Türkei. Sie studierte Medien, Kultur und Kommunikation an der New York University in New York und Bildende Kunst an der Koç University in Istanbul. 2019-2020 nahm sie an der Saha Studio Residency und 2020-2021 am Arter Research Program teil. 2021 erhielt sie den Prince Claus Seed Award und im Jahr 2023 war sie Stipendiatin der WHW Akademija. Im Rahmen des Programms zur Förderung von Kunstschaffenden (Artist Development Program) der Europäischen Investitionsbank wurde sie zu einem Aufenthalt an der Cité internationale des arts in Paris eingeladen. 2024 war sie Stipendiat:in der Onassis Artist Residency in Griechenland.

Araz konzentriert sich auf alternative Geschichten, nicht-menschliche Zeugen und die Konstruktion dominanter Ideologien durch institutionelle Wissensproduktion. Anhand persönlicher Erzählungen recherchiert sie Dokumente, Archive, Ruinen, Schweigen, Namen, Spuren und Erinnerungen, die nicht in das gesellschaftliche Gedächtnis aufgenommen oder dort verborgen gehalten werden. Zwischen Realität und Fiktion versucht sie, mögliche Zukünfte und unverhüllte Vergangenheiten zu diskutieren. In ihrer Praxis verwendet sie verschiedene Medien, konzentriert sich aber hauptsächlich auf Text und Bild.

Sie ist auch die andere Hälfte von palimpsest (zusammen mit dem Autor Ekin Can Göksoy), das von dem alten Glauben ausgeht, dass nichts so ist, wie es scheint. Mit einem Ansatz, der weit über das moderne Konzept des Archivs hinausgeht, in dem historische Aufzeichnungen zusammengeführt und klassifiziert werden, versucht palimpsest, ein Archiv der Anmerkungen an den Rändern von Manuskripten, der von den Wänden bröckelnden Verzierungen von Gebäuden, der schriftlichen Botschaften hinter gefundenen Fotos und der Zeugnisse dessen, was nicht mehr da ist, zu schaffen.

Im April 2018 gründete Araz den künstlerischen Workshop und Ausstellungsraum Poşe. Poşe wurde aus dem Drang heraus konzipiert, eine Gemeinschaft zu gründen. Es ist ein physischer und mentaler Freiraum für diejenigen, die das Bedürfnis nach Dialog und Kritik verspüren. Poşe hat viele Ausstellungen gezeigt, darunter Einzel- und Gruppenproduktionen, sowie öffentliche Programme und andere Inhalte.

 

Aria Farajnezhad (1989, Ahvaz) ist ein interdisziplinärer Künstler und Organisator mit einem Hintergrund in Ingenieurwesen und einer langjährigen Auseinandersetzung mit Rhythmus und dem Spiel von Perkussionsinstrumenten. Er ist ein Forscher von Klang und Bild, dessen Arbeit verschiedene Medien umfasst und sich in Richtung spekulativer Forensik bewegt. Farajnezhad ist Träger des Kunstvereins Hannover Preises (2025/2026), war 2024 Stipendiat des HIAP (Helsinki International Artist Program), 2023 Stipendiat der WHW Akademija (Zagreb, Kroatien) und 2018/2019 Stipendiat des Home Workspace Program von Ashkal Alwan (Beirut, Libanon). Von 2020 bis 2022 war er Co-Leiter des Projektraums Circa 106 (Bremen, Deutschland) und kreierte die Projektserie Future Archives (Worpswede/ Saarbrücken/Bitterfeld/Bremen, Deutschland). Aria hat ein Diplom von der Fakultät für Bildende Künste an der Universität der Künste Bremen, wo er das Meisterschüler:innen-Programm im Juli 2022 unter Natascha Sadr Haghighian abschloss. Seit Januar 2023 widmet sich Farajnezhad der Untersuchung der destabilisierten Dichotomie von Erhaltung/Zerstörung im Zusammenhang mit dem ehemaligen Gebäude der staatlichen Zentralbank in Bremen und untersucht dabei weiter die Politik der Über-/Nicht-/Unterrepräsentation, die in der Konstruktion öffentlicher Räume verankert ist. Er hat kollektive Settings organisiert, in denen das rassistische Mosaikgemälde im Bremer Hauptbahnhof kritisch hinterfragt und kollektiv überschrieben werden konnte, um alternative Perspektiven zu entwickeln, die ökumenische, hybride und nicht-hierarchische Ansichten des Menschseins teilen. Seit 2023 hat er eine Gesprächsreihe namens Mosaic Speaking ins Leben gerufen, um einen interlokalen, transregionalen Dialog zu schaffen, indem er überschriebenen Mosaiken mit verschiedenen Gesprächspartner:innen trägt und mit dem diasporischen Bruch als schöpferischer Kraft verweilt. Die Gesprächsreihe fand an verschiedenen Orten statt, unter anderem im AIR InSILo (Hollabrunn/Wien, Österreich) und im HIAP (Helsinki/Turku, Finnland), um diese mit der besonderen Rolle Bremens im Kolonialismus und der Sklaverei zu verweben. Im Mai 2024 veröffentlichte Farajnezhad gemeinsam mit GAK Bremen die Zeitung Probe-1 und gab eine Lecture-Performance heraus, die als dialogische Sitzung an der Universität Liverpool zusammen mit Azadeh Sarjoughian rund um künstlerische Methodologie und das Konzept des lebenden Archivs konzipiert wurde.

Larissa Araz und Aria Farajnezhad waren von Februar bis Mai 2025 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya.

Gerrit Frohne-Brinkmann

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Gerrit Frohne-Brinkmann (geb. 1990 in Friesoythe, Deutschland) studierte an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Seine bildhauerische Praxis, die unterschiedlichste Techniken von handgefertigter Keramik und Papiermaché bis hin zu gefundenen Objekten und Readymades umspannt, vereint widersprüchliche visuelle Sprachen und materielle Logiken. Zustände des Ausrangierten, Ungeliebten und Vergessenen bilden einen wiederkehrenden Bezugspunkt seiner Werke. Er untersucht die verschiedenen Mittel von Illusion, Nachahmung und Inszenierung an den Schnittstellen von Technologiegeschichte, Naturwissenschaften sowie Unterhaltungs- und Popkultur. Pflanzen und Tiere, ihre Nachbildungen oder Aneignungen, stehen häufig im Fokus seiner Auseinandersetzung und fungieren als Protagonisten seiner Arbeiten. Im Umgang mit den Bedingungen des Ausstellens untersucht er die Spannung zwischen Anziehungskraft und Enttäuschung. Zuletzt waren seine Werke in der Hamburger Kunsthalle, im Hangar Y, Meudon (2024), in der Fundación Marso, Mexico City (2023), bei LambdaLambdaLambda, Prishtina sowie im Oldenburger Kunstverein (2022) zu sehen. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Gerrit Frohne-Brinkmann war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst
© Simone Scardovelli

Gerrit Frohne-Brinkmann (geb. 1990 in Friesoythe, Deutschland) studierte an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Seine bildhauerische Praxis, die unterschiedlichste Techniken von handgefertigter Keramik und Papiermaché bis hin zu gefundenen Objekten und Readymades umspannt, vereint widersprüchliche visuelle Sprachen und materielle Logiken. Zustände des Ausrangierten, Ungeliebten und Vergessenen bilden einen wiederkehrenden Bezugspunkt seiner Werke. Er untersucht die verschiedenen Mittel von Illusion, Nachahmung und Inszenierung an den Schnittstellen von Technologiegeschichte, Naturwissenschaften sowie Unterhaltungs- und Popkultur. Pflanzen und Tiere, ihre Nachbildungen oder Aneignungen, stehen häufig im Fokus seiner Auseinandersetzung und fungieren als Protagonisten seiner Arbeiten. Im Umgang mit den Bedingungen des Ausstellens untersucht er die Spannung zwischen Anziehungskraft und Enttäuschung. Zuletzt waren seine Werke in der Hamburger Kunsthalle, im Hangar Y, Meudon (2024), in der Fundación Marso, Mexico City (2023), bei LambdaLambdaLambda, Prishtina sowie im Oldenburger Kunstverein (2022) zu sehen. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Gerrit Frohne-Brinkmann war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Corç George Demir

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Corç George Demir geboren 1991 in Köln ist ein recherchebasierter interdisziplinärer Künstler.

In seiner visuellen und theoretischen Praxis untersucht er sowohl kollektive als auch individuelle Subjektkonstruktionen und versucht mit seinem autoethnografischen Ansatz dominante Narrative umzuwälzen.

Seine Beiträge umfassen internationale Ausstellungen und Publikationen in den Künsten und Wissenschaften. Derzeit ist er Promovend der künstlerischen Forschung an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In seinem PhD-Projekt „Ancestral Junctures: on the expansion of ancestral mythologies“ erforscht er das transformatorische Potential, Nationalstaaten und biologische Familienlinien zu dezentralisieren und stattdessen Arbeits- und Queere Ahn.innenlinien in den Fokus zu rücken, um den mythologischen Herkunftsbegriff zu expandieren.

Corç George Demir war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst
© Jörg Dedering

Corç George Demir geboren 1991 in Köln ist ein recherchebasierter interdisziplinärer Künstler.

In seiner visuellen und theoretischen Praxis untersucht er sowohl kollektive als auch individuelle Subjektkonstruktionen und versucht mit seinem autoethnografischen Ansatz dominante Narrative umzuwälzen.

Seine Beiträge umfassen internationale Ausstellungen und Publikationen in den Künsten und Wissenschaften. Derzeit ist er Promovend der künstlerischen Forschung an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In seinem PhD-Projekt „Ancestral Junctures: on the expansion of ancestral mythologies“ erforscht er das transformatorische Potential, Nationalstaaten und biologische Familienlinien zu dezentralisieren und stattdessen Arbeits- und Queere Ahn.innenlinien in den Fokus zu rücken, um den mythologischen Herkunftsbegriff zu expandieren.

Corç George Demir war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

caner teker

Jahr 2025
Sparte Darstellende Kunst

caner teker ist ein überlebende:r, choreograf:in und künstler:in. caners performances umfassen das parasitäre, transformative und autobiografische erschaffen von welten. durch die manipulation von raum, zeit und körper werden bilder geschaffen, die persönliche erfahrungen jenseits von queerness und postmigrantischer identität umfassen. caner absolvierte die Kunstakademie Düsseldorf und anschließend die SNDO – School for New Dance Development, Amsterdam. tekers performances wurden bisher in der Gessnerallee Zürich, der Julia Stoschek Collection, Berlin, im tanzhaus nrw, Düsseldorf und HAU – Hebbel am Ufer, Berlin gezeigt. Im Jahr 2022 war teker stipendiat:in von danceWEB und trat in der Neuen Nationalgalerie Berlin, im Maxim Gorki Theater, im Tanzquartier Wien und bei Radikal Jung im Münchner Volkstheater auf. Die Arbeit „KIRKPINAR“ wurde für die Sammlung des Museums Ostwall, Dortmund, Deutschland, erworben und mit dem ars viva Preis 2024 ausgezeichnet.

caner teker war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Darstellende Kunst
© Spyros Rennt

caner teker ist ein überlebende:r, choreograf:in und künstler:in. caners performances umfassen das parasitäre, transformative und autobiografische erschaffen von welten. durch die manipulation von raum, zeit und körper werden bilder geschaffen, die persönliche erfahrungen jenseits von queerness und postmigrantischer identität umfassen. caner absolvierte die Kunstakademie Düsseldorf und anschließend die SNDO – School for New Dance Development, Amsterdam. tekers performances wurden bisher in der Gessnerallee Zürich, der Julia Stoschek Collection, Berlin, im tanzhaus nrw, Düsseldorf und HAU – Hebbel am Ufer, Berlin gezeigt. Im Jahr 2022 war teker stipendiat:in von danceWEB und trat in der Neuen Nationalgalerie Berlin, im Maxim Gorki Theater, im Tanzquartier Wien und bei Radikal Jung im Münchner Volkstheater auf. Die Arbeit „KIRKPINAR“ wurde für die Sammlung des Museums Ostwall, Dortmund, Deutschland, erworben und mit dem ars viva Preis 2024 ausgezeichnet.

caner teker war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Onur Gökmen

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Onur Gökmen, geboren 1985 in Ankara, lebt und arbeitet in Berlin. Seine Werke umfassen Skulpturen, Fotografie, Videos, Installationen und Malerei. Die Realität versteht er als einen Zustand, der aus der Verflechtung von Vergangenheit und Zukunft hervorgeht. Kollektive Geschichten, historische Ereignisse und Mythen dienen ihm dabei als Ausgangspunkt für eine Archäologie des Selbst. Er greift in seinen Arbeiten auf reduzierte Formen zurück, verweist auf Architekturen, die bei einer Ausgrabung freigelegt wurden, und auf die Skelettstrukturen des lebenden Körpers, um die Grundlagen infrage zu stellen, auf denen unser Verständnis historischer Hierarchien beruht. Gökmens Arbeiten wurden unter anderem bei der Sharjah Biennale 16, am SALT in Istanbul, am Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, am Museo Reina Sofía in Madrid, am Kunsthaus KuLe in Berlin, an der Galerie James Fuentes in New York, am Asia Culture Center in Gwangju, bei der Sharjah Biennale 13 sowie an der Delfina Foundation in London gezeigt.

Onur Gökmen war von Juni bis September 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst
© Berk Çakmakcı

Onur Gökmen, geboren 1985 in Ankara, lebt und arbeitet in Berlin. Seine Werke umfassen Skulpturen, Fotografie, Videos, Installationen und Malerei. Die Realität versteht er als einen Zustand, der aus der Verflechtung von Vergangenheit und Zukunft hervorgeht. Kollektive Geschichten, historische Ereignisse und Mythen dienen ihm dabei als Ausgangspunkt für eine Archäologie des Selbst. Er greift in seinen Arbeiten auf reduzierte Formen zurück, verweist auf Architekturen, die bei einer Ausgrabung freigelegt wurden, und auf die Skelettstrukturen des lebenden Körpers, um die Grundlagen infrage zu stellen, auf denen unser Verständnis historischer Hierarchien beruht. Gökmens Arbeiten wurden unter anderem bei der Sharjah Biennale 16, am SALT in Istanbul, am Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, am Museo Reina Sofía in Madrid, am Kunsthaus KuLe in Berlin, an der Galerie James Fuentes in New York, am Asia Culture Center in Gwangju, bei der Sharjah Biennale 13 sowie an der Delfina Foundation in London gezeigt.

Onur Gökmen war von Juni bis September 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Nadir Sönmez & Pascal Klewer

Jahr 2025
Sparte Musik & Darstellende Kunst

Nadir Sönmez ist Schauspieler, Autor, Regisseur und interdisziplinärer Künstler aus Istanbul. In seinen Theater-, Performance- und Filmprojekten verbindet er Schauspieltheorie, visuelle Anthropologie, Selbsthilfeliteratur, Psychologie und Porn Studies und befasst sich mit Themen wie Sexualität, Intimität, sozialer Klasse, Autobiografie, Männlichkeitsbildern, queerem Aktivismus und Gay-Tourismus. Nadir Sönmez studierte Theater an der Université Paris III Sorbonne Nouvelle und absolvierte ein Masterstudium im Fach Theater an der Kadir Has University in Istanbul. Er ist Autor und Schöpfer der Stücke Peki (Pera Museum, 2017 / Sakıp Sabancı Museum, 2021), Ama (Istanbul Fringe Festival, 2019 / Europäisches Festival junger Regisseur:innen in Dresden, 2021), Les Fils des Hétérosexuels (Cité Internationale des Arts, Paris, 2021) sowie Bro! (2024). Sein erster Langspielfilm Ama erschien 2022 auf MUBI Türkei. 2023 wurde er für das Internationale Forum des Berliner Theatertreffens ausgewählt, 2025 nimmt er an der Summer School des Performing Exiles Festival in Berlin als internationaler Künstler teil. Mit seinem Video Cruising, entstanden im Rahmen der Anthologie Seen Unseen, war er auf renommierten Festivals vertreten – darunter das International Film Festival Rotterdam, das CPH:DOX in Kopenhagen und die Doc Fortnight des MoMA in New York.

Pascal Klewer, geboren 1997, ist seit einigen Jahren fest in der Kölner Szene verankert, sei es durch selbst-kuratierte Festivals (222 Festival), interaktive Kunstausstellungen, Konzertreihen (Pascal Klewer Bigband meets [u.a. Brötzmann, Parker, Dell, Lillinger], Monday Meetings [Co-Kurator]), seine eigenen Ensembles (Pascal Klewer Bigband, Limerence Ensemble, theconsistencyofdestruction) oder sein eigenes Label sts|sts records. Er ist Stipendiat der Stiftung Bartels (2022) und der Kunststiftung NRW (2023), arbeitete als Gastdirigent für die WDR Big Band, war Solist bei den Händel-Festspielen, komponiert Filmmusiken für die ARD und ist Preisträger des Kompositionspreises des Bundesjazzorchesters, des Landes Hessens und des Neuen Deutschen Jazzpreises für Komposition. Außerhalb seiner eigenen Projekte ist er als Sideman in den Projekten Aurora Oktett (Leipziger Jazzpreis), Fallen Crooner (Kathrin-Preis), diversen Projekten Simon Nabatovs und immerweiter tätig.

Nadir Sönmez und Pascal Klewer waren von Juni bis September 2025 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiaten der Kulturakademie Tarabya.

 

Jahr 2025
Sparte Musik & Darstellende Kunst
© Privat / Nathan Pramudiya 

Nadir Sönmez ist Schauspieler, Autor, Regisseur und interdisziplinärer Künstler aus Istanbul. In seinen Theater-, Performance- und Filmprojekten verbindet er Schauspieltheorie, visuelle Anthropologie, Selbsthilfeliteratur, Psychologie und Porn Studies und befasst sich mit Themen wie Sexualität, Intimität, sozialer Klasse, Autobiografie, Männlichkeitsbildern, queerem Aktivismus und Gay-Tourismus. Nadir Sönmez studierte Theater an der Université Paris III Sorbonne Nouvelle und absolvierte ein Masterstudium im Fach Theater an der Kadir Has University in Istanbul. Er ist Autor und Schöpfer der Stücke Peki (Pera Museum, 2017 / Sakıp Sabancı Museum, 2021), Ama (Istanbul Fringe Festival, 2019 / Europäisches Festival junger Regisseur:innen in Dresden, 2021), Les Fils des Hétérosexuels (Cité Internationale des Arts, Paris, 2021) sowie Bro! (2024). Sein erster Langspielfilm Ama erschien 2022 auf MUBI Türkei. 2023 wurde er für das Internationale Forum des Berliner Theatertreffens ausgewählt, 2025 nimmt er an der Summer School des Performing Exiles Festival in Berlin als internationaler Künstler teil. Mit seinem Video Cruising, entstanden im Rahmen der Anthologie Seen Unseen, war er auf renommierten Festivals vertreten – darunter das International Film Festival Rotterdam, das CPH:DOX in Kopenhagen und die Doc Fortnight des MoMA in New York.

Pascal Klewer, geboren 1997, ist seit einigen Jahren fest in der Kölner Szene verankert, sei es durch selbst-kuratierte Festivals (222 Festival), interaktive Kunstausstellungen, Konzertreihen (Pascal Klewer Bigband meets [u.a. Brötzmann, Parker, Dell, Lillinger], Monday Meetings [Co-Kurator]), seine eigenen Ensembles (Pascal Klewer Bigband, Limerence Ensemble, theconsistencyofdestruction) oder sein eigenes Label sts|sts records. Er ist Stipendiat der Stiftung Bartels (2022) und der Kunststiftung NRW (2023), arbeitete als Gastdirigent für die WDR Big Band, war Solist bei den Händel-Festspielen, komponiert Filmmusiken für die ARD und ist Preisträger des Kompositionspreises des Bundesjazzorchesters, des Landes Hessens und des Neuen Deutschen Jazzpreises für Komposition. Außerhalb seiner eigenen Projekte ist er als Sideman in den Projekten Aurora Oktett (Leipziger Jazzpreis), Fallen Crooner (Kathrin-Preis), diversen Projekten Simon Nabatovs und immerweiter tätig.

Nadir Sönmez und Pascal Klewer waren von Juni bis September 2025 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiaten der Kulturakademie Tarabya.

 

Mati Shemoelof

Jahr 2025
Sparte Literatur

Mati Shemoelof ist ein arabisch-jüdischer Dichter, Autor und Journalist und lebt in Berlin. In seinen zwölf Büchern – darunter Lyrik, Prosa und Essays – setzt er sich mit Exil, Identität und Erinnerung aus einer diasporischen Perspektive auseinander. Geboren in Haifa als Kind irakischer, iranischer, kurdischer und syrischer jüdischer Familien, prägt sein diasporisches Erbe eine mehrsprachige und multikulturelle Stimme. Als Mitbegründer von Initiativen wie Poetic Hafla und Anu: Jews and Arabs Writing in Berlin stellt Shemoelof eine Brücke zwischen arabisch-jüdischem Gedächtnis und zeitgenössischem europäischem Diskurs her. Zu seinen Werken zählen unter anderem der Roman Der Preis (PalmArtPress, 2025) sowie der zweisprachige Gedichtband Baghdad | Haifa | Berlin (Aphorisma Verlag, 2019), die eurozentrische Narrative herausfordern und poetische Räume der Koexistenz eröffnen. Seine Texte, die in zahlreichen Sprachen und Kulturkreisen erscheinen, befassen sich kritisch mit jüdisch-muslimischen Geschichten und postnationalen Identitäten.

Im Jahr 2024 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds zur Entwicklung eines neuen poetischen Experiments mit dem Titel Jüdisch Sound, Deutsche Wörter. Darin erforscht er die Hybriditäten des Exils und die vergessenen Echos arabisch-jüdischer Moderne. Dieses Buch erscheint nächstes Jahr (Herbst, 2026) im Elif Verlag.

Mati Shemoelof war von Juni bis September 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Literatur
© Ronja Falkenbach

Mati Shemoelof ist ein arabisch-jüdischer Dichter, Autor und Journalist und lebt in Berlin. In seinen zwölf Büchern – darunter Lyrik, Prosa und Essays – setzt er sich mit Exil, Identität und Erinnerung aus einer diasporischen Perspektive auseinander. Geboren in Haifa als Kind irakischer, iranischer, kurdischer und syrischer jüdischer Familien, prägt sein diasporisches Erbe eine mehrsprachige und multikulturelle Stimme. Als Mitbegründer von Initiativen wie Poetic Hafla und Anu: Jews and Arabs Writing in Berlin stellt Shemoelof eine Brücke zwischen arabisch-jüdischem Gedächtnis und zeitgenössischem europäischem Diskurs her. Zu seinen Werken zählen unter anderem der Roman Der Preis (PalmArtPress, 2025) sowie der zweisprachige Gedichtband Baghdad | Haifa | Berlin (Aphorisma Verlag, 2019), die eurozentrische Narrative herausfordern und poetische Räume der Koexistenz eröffnen. Seine Texte, die in zahlreichen Sprachen und Kulturkreisen erscheinen, befassen sich kritisch mit jüdisch-muslimischen Geschichten und postnationalen Identitäten.

Im Jahr 2024 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds zur Entwicklung eines neuen poetischen Experiments mit dem Titel Jüdisch Sound, Deutsche Wörter. Darin erforscht er die Hybriditäten des Exils und die vergessenen Echos arabisch-jüdischer Moderne. Dieses Buch erscheint nächstes Jahr (Herbst, 2026) im Elif Verlag.

Mati Shemoelof war von Juni bis September 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.