Year: 2025

Birsen Kahraman

Jahr 2025
Sparte Kulturtheorie + Publizistik

Birsen Kahraman ist Psychotherapeutin, Supervisorin und Autorin; außerdem engagiert sie sich in der psychotherapeutischen Ausbildung und Berufspolitik. Sie studierte an der Universität Hamburg und der Cornell University (Ithaca, New York) Psychologie, Journalistik und Cultural Studies. 2006 promovierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München zu Kultur- und Machtsensibilität in der Therapiebeziehung. Bis zur Niederlassung in ihrer eigenen Praxis war sie für verschiedene Einrichtungen der psychosozialen Versorgung tätig (z. B. Klinikum Rechts der Isar, München; Psychologischer Dienst für Migrant*innen der AWO München; Refugio München, Katholische Universität Eichstätt) und arbeitet weiterhin an zahlreichen staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten für Psychotherapie.

Ihre Schwerpunkte liegen auf der Durchführung beziehungsweise Lehre rassismuskritischer und kontextsensibler Psychotherapie mit besonderem Fokus auf (strukturelle) Diskriminierung und Gewalt, transgenerationales Trauma, Migration und Flucht. Als gewähltes Mitglied der Psychotherapeutenkammer (seit 2017) setzt sie sich für die Sichtbarmachung und den Abbau von Barrieren in der Versorgung von Patient*innen und für Chancengerechtigkeit im Zugang zu psychotherapeutischem Studium und Beruf ein.

Birsen Kahraman ist von November 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Kulturtheorie + Publizistik
© Erdal Kahraman

Birsen Kahraman ist Psychotherapeutin, Supervisorin und Autorin; außerdem engagiert sie sich in der psychotherapeutischen Ausbildung und Berufspolitik. Sie studierte an der Universität Hamburg und der Cornell University (Ithaca, New York) Psychologie, Journalistik und Cultural Studies. 2006 promovierte sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München zu Kultur- und Machtsensibilität in der Therapiebeziehung. Bis zur Niederlassung in ihrer eigenen Praxis war sie für verschiedene Einrichtungen der psychosozialen Versorgung tätig (z. B. Klinikum Rechts der Isar, München; Psychologischer Dienst für Migrant*innen der AWO München; Refugio München, Katholische Universität Eichstätt) und arbeitet weiterhin an zahlreichen staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten für Psychotherapie.

Ihre Schwerpunkte liegen auf der Durchführung beziehungsweise Lehre rassismuskritischer und kontextsensibler Psychotherapie mit besonderem Fokus auf (strukturelle) Diskriminierung und Gewalt, transgenerationales Trauma, Migration und Flucht. Als gewähltes Mitglied der Psychotherapeutenkammer (seit 2017) setzt sie sich für die Sichtbarmachung und den Abbau von Barrieren in der Versorgung von Patient*innen und für Chancengerechtigkeit im Zugang zu psychotherapeutischem Studium und Beruf ein.

Birsen Kahraman ist von November 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Hêlîn Alas

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Hêlîn Alas (*1987) ist bildende Künstlerin und Kunstpädagogin. In ihrer multidisziplinären Praxis verhandelt sie die mythischen und affektiven Dimensionen von „Drehbüchern“ der Gesellschaft,  die soziale Zugehörigkeit versprechen. Mittels Assemblage, Skulptur, Fotografie und Performance entwirft Alas modellartige Szenarien, in denen die (oft unausgesprochenen) Währungen zur erfolgreichen Verortung in verschiedenen sozialen Räumen offengelegt werden.  2017 war sie Teilnehmerin des Mentor:innenprogramms BPA// Berlin Program for Artists, das Folgejahr verbrachte sie mit einem Postgraduierten-Stipendium des DAAD in New York City. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in München, wo sie u. a. 2022 im Museum Brandhorst eine Einzelpräsentation zeigte. Ihre Arbeiten waren Teil von diversen Gruppenausstellungen, u. a. im Habibi Kiosk der Kammerspiele München, bei Sentiment (Zürich), Mauer (Köln), Paulina Caspari/beacon (München), Kevin Space (Wien) und bei Between Bridges (Berlin).

Hêlîn Alas ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst
© Jasmijn Visser

Hêlîn Alas (*1987) ist bildende Künstlerin und Kunstpädagogin. In ihrer multidisziplinären Praxis verhandelt sie die mythischen und affektiven Dimensionen von „Drehbüchern“ der Gesellschaft,  die soziale Zugehörigkeit versprechen. Mittels Assemblage, Skulptur, Fotografie und Performance entwirft Alas modellartige Szenarien, in denen die (oft unausgesprochenen) Währungen zur erfolgreichen Verortung in verschiedenen sozialen Räumen offengelegt werden.  2017 war sie Teilnehmerin des Mentor:innenprogramms BPA// Berlin Program for Artists, das Folgejahr verbrachte sie mit einem Postgraduierten-Stipendium des DAAD in New York City. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in München, wo sie u. a. 2022 im Museum Brandhorst eine Einzelpräsentation zeigte. Ihre Arbeiten waren Teil von diversen Gruppenausstellungen, u. a. im Habibi Kiosk der Kammerspiele München, bei Sentiment (Zürich), Mauer (Köln), Paulina Caspari/beacon (München), Kevin Space (Wien) und bei Between Bridges (Berlin).

Hêlîn Alas ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Kameron Locke

Jahr 2025
Sparte Musik & Darstellende Kunst

Kameron Locke ist ein in Chicago geborener, in Hamburg lebender interdisziplinärer Künstler, Schriftsteller, klassisch ausgebildeter Tenor sowie Forscher und Pädagoge. Seine künstlerische Praxis rückt afro-diasporische und LGBTQ+-Erfahrungen in den Mittelpunkt – anhand der Themen Sexualität, Identität, Patriarchat und Liebe. Nach einem Studium des klassischen Gesangs am Chicago College of Performing Arts absolvierte er einen Master in Musikwissenschaft am Goldsmiths, University of London. Locke sang in Ensembles wie dem London Symphony Chorus und trat u. a. an der Art Gallery of New South Wales, dem Barbican Centre, der Royal Albert Hall und der Elbphilharmonie auf. Für das Kampnagel International Summer Festival 2024 brachte er sein semi-biografisches Theaterstück über den amerikanischen Schriftsteller James Baldwin und dessen deutschen Lektor Fritz J. Raddatz zur Uraufführung: the Blacker the Berry / perhaps home is not a place but simply an irrevocable condition. Seine Lyrik wurde in Übersetzung in Parabolis Virtualis 3: Neue, Queere Lyrik veröffentlicht. Gemeinsam mit der Sopranistin Juliet Petrus schreibt er das Libretto für eine große Oper über die afroamerikanische Fliegerstaffel der Tuskegee Airmen, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten William Garfield Walker. Des Weiteren führte ihn sein Interesse an den Auswirkungen faschistischer Ideologien und Regime auf LGBTQ+-Künstler:innen nach Tiflis, Georgien, wo er im Rahmen der EU-Initiative „Culture Moves Europe“ nach möglichen Zukünften queeren Ausdrucks forschte.

Kameron Locke ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Musik & Darstellende Kunst
© Jessica Kessler

Kameron Locke ist ein in Chicago geborener, in Hamburg lebender interdisziplinärer Künstler, Schriftsteller, klassisch ausgebildeter Tenor sowie Forscher und Pädagoge. Seine künstlerische Praxis rückt afro-diasporische und LGBTQ+-Erfahrungen in den Mittelpunkt – anhand der Themen Sexualität, Identität, Patriarchat und Liebe. Nach einem Studium des klassischen Gesangs am Chicago College of Performing Arts absolvierte er einen Master in Musikwissenschaft am Goldsmiths, University of London. Locke sang in Ensembles wie dem London Symphony Chorus und trat u. a. an der Art Gallery of New South Wales, dem Barbican Centre, der Royal Albert Hall und der Elbphilharmonie auf. Für das Kampnagel International Summer Festival 2024 brachte er sein semi-biografisches Theaterstück über den amerikanischen Schriftsteller James Baldwin und dessen deutschen Lektor Fritz J. Raddatz zur Uraufführung: the Blacker the Berry / perhaps home is not a place but simply an irrevocable condition. Seine Lyrik wurde in Übersetzung in Parabolis Virtualis 3: Neue, Queere Lyrik veröffentlicht. Gemeinsam mit der Sopranistin Juliet Petrus schreibt er das Libretto für eine große Oper über die afroamerikanische Fliegerstaffel der Tuskegee Airmen, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten William Garfield Walker. Des Weiteren führte ihn sein Interesse an den Auswirkungen faschistischer Ideologien und Regime auf LGBTQ+-Künstler:innen nach Tiflis, Georgien, wo er im Rahmen der EU-Initiative „Culture Moves Europe“ nach möglichen Zukünften queeren Ausdrucks forschte.

Kameron Locke ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Maïssa Lihedheb

Jahr 2025
Sparte Film

Maïssa Lihedheb, tunesisch-deutsche Filmemacherin, Autorin und Kuratorin, arbeitet zwischen Deutschland, Tunesien und den USA. Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Tochter tunesischer Einwanderer, schloss sie ihr Bachelorstudium in Medien- und Entertainment-Management mit der Arbeit „Symbolische Vernichtung in den Massenmedien und ihre Auswirkungen auf die Identität von Einwanderern der ersten Generation“ ab. Derzeit absolviert sie ihren Master in Film an der NYU Tisch School of the Arts. 2020 gründete sie die BIPOC Film Society in Berlin, ein Kollektiv, das sich der Förderung von Intersektionalität widmet und die Dominanz weißer, männlicher und heteronormativer Perspektiven im Kino und in der Filmkritik hinterfragt.

Maïssa Lihedhebs Arbeiten zeichnen sich durch schwarzen Humor, feministische Horror-Elemente und soziopolitische Kritik aus. Sie hat 13 Kurzfilme, einen Dokumentarfilm (Ramadan in a Day für SWR/ARD) und eine Fernsehserie (Wir für ZDFneo, bei der sie vier Episoden inszenierte) produziert und inszeniert. 2024 führte sie Regie bei einem Segment für ein Coldplay-Musikvideo. Ihr Kurzfilm Hundefreund feierte 2022 Premiere beim Tribeca Film Festival und dem BFI London Film Festival, gewann den Preis für den besten Film beim Interfilm Festival Berlin und wurde für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Zu ihren neuesten Kurzfilmen zählen New York Woman, der 2025 beim Tribeca Film Festival Premiere feierte, und Samra’s Dollhouse, welcher beim Palm Springs International ShortFest premierte. Sie ist außerdem Ang Lee Scholar sowie DAAD-Stipendiatin.

Maïssa Lihedheb ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Film
© Karen Tomczak

Maïssa Lihedheb, tunesisch-deutsche Filmemacherin, Autorin und Kuratorin, arbeitet zwischen Deutschland, Tunesien und den USA. Geboren und aufgewachsen in Deutschland als Tochter tunesischer Einwanderer, schloss sie ihr Bachelorstudium in Medien- und Entertainment-Management mit der Arbeit „Symbolische Vernichtung in den Massenmedien und ihre Auswirkungen auf die Identität von Einwanderern der ersten Generation“ ab. Derzeit absolviert sie ihren Master in Film an der NYU Tisch School of the Arts. 2020 gründete sie die BIPOC Film Society in Berlin, ein Kollektiv, das sich der Förderung von Intersektionalität widmet und die Dominanz weißer, männlicher und heteronormativer Perspektiven im Kino und in der Filmkritik hinterfragt.

Maïssa Lihedhebs Arbeiten zeichnen sich durch schwarzen Humor, feministische Horror-Elemente und soziopolitische Kritik aus. Sie hat 13 Kurzfilme, einen Dokumentarfilm (Ramadan in a Day für SWR/ARD) und eine Fernsehserie (Wir für ZDFneo, bei der sie vier Episoden inszenierte) produziert und inszeniert. 2024 führte sie Regie bei einem Segment für ein Coldplay-Musikvideo. Ihr Kurzfilm Hundefreund feierte 2022 Premiere beim Tribeca Film Festival und dem BFI London Film Festival, gewann den Preis für den besten Film beim Interfilm Festival Berlin und wurde für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert. Zu ihren neuesten Kurzfilmen zählen New York Woman, der 2025 beim Tribeca Film Festival Premiere feierte, und Samra’s Dollhouse, welcher beim Palm Springs International ShortFest premierte. Sie ist außerdem Ang Lee Scholar sowie DAAD-Stipendiatin.

Maïssa Lihedheb ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Stellan Veloce

Jahr 2025
Sparte Musik

Stellan Veloce, ein*e in Berlin lebende*r sardische*r Cellist*in und Komponist*in, studierte Cello am Konservatorium von Cagliari und Komposition an der Universität der Künste Berlin sowie am California Institute of the Arts.

Veloces Musik konzentriert sich auf die Erforschung von Klangfarben, Wiederholungsschleifen und Modulationen von Klangdichten, auf die Verschmelzung von Komposition und Improvisation sowie auf kollektive Praktiken, beispielsweise als Mitglied in einer Band. Sardische Musik spielt dabei als Inspiration eine wichtige Rolle.

Veloce komponiert Musik für Ensembles und Tanzperformances – bevorzugt in Kollektivarbeit – und kooperiert regelmäßig mit der Choreografin Sheena McGrandles, Komponist* Neo Hülcker und der Filmemacherin Silvia Maggi. Gelegentlich arbeitet Veloce auf der Bühne oder im Studio im Bereich der Popmusik, zuletzt unter anderem mit Pop-Ikone Peaches.

Veloces erste LP _Complesso Spettro_ enthält zwei Stücke für ein sechsköpfiges Ensemble, die als Brücke zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen von Musik – experimentelle Rockmusik, zeitgenössische Musik, Improvisation – dienen.

Stellan Veloce ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiat*in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Musik
© Silvia Maggi

Stellan Veloce, ein*e in Berlin lebende*r sardische*r Cellist*in und Komponist*in, studierte Cello am Konservatorium von Cagliari und Komposition an der Universität der Künste Berlin sowie am California Institute of the Arts.

Veloces Musik konzentriert sich auf die Erforschung von Klangfarben, Wiederholungsschleifen und Modulationen von Klangdichten, auf die Verschmelzung von Komposition und Improvisation sowie auf kollektive Praktiken, beispielsweise als Mitglied in einer Band. Sardische Musik spielt dabei als Inspiration eine wichtige Rolle.

Veloce komponiert Musik für Ensembles und Tanzperformances – bevorzugt in Kollektivarbeit – und kooperiert regelmäßig mit der Choreografin Sheena McGrandles, Komponist* Neo Hülcker und der Filmemacherin Silvia Maggi. Gelegentlich arbeitet Veloce auf der Bühne oder im Studio im Bereich der Popmusik, zuletzt unter anderem mit Pop-Ikone Peaches.

Veloces erste LP _Complesso Spettro_ enthält zwei Stücke für ein sechsköpfiges Ensemble, die als Brücke zwischen den verschiedenen Erscheinungsformen von Musik – experimentelle Rockmusik, zeitgenössische Musik, Improvisation – dienen.

Stellan Veloce ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiat*in der Kulturakademie Tarabya.

Tunay Önder

Jahr 2025
Sparte Literatur

Tunay Önder ist Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Ihre Arbeiten fokussieren auf emanzipatorische Kämpfe im Kontext der Migrationsgesellschaft und bewegen sich an der Schnittstelle von Text, Performance, Installation und Diskurs. Önder studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Bosporus-Universität Istanbul und an der Universität Heidelberg, wo sie ihr Studium mit einem Magister abschloss. Kuratorische Projekte führten sie zu den Münchner Kammerspielen, der Wiesbaden Biennale, dem FAVORITEN Festival in Dortmund und dem Münchner Stadtmuseum. 2018 wurde sie für den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München nominiert. Im Jahr 2022 nahm sie mit einem Stipendium der Max Kade Foundation am International Writing Program in Iowa (USA) teil. Ihr dokumentarisches Theaterstück Offene Wunde über den Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum OEZ (zusammen mit Christine Umpfenbach) wurde im April 2025 im Münchner Volkstheater uraufgeführt. Derzeit ist sie Teil des Kuratoriums im Kunstraum FLORIDA und arbeitet für das Kulturreferat München im Bereich Public History – Erinnerung im Öffentlichen Raum. Neben ihren beiden Büchern migrantenstadl (mit Imad Mustafa) und Urteile (Hg., mit Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi) erscheinen ihre Texte in Sammelbändern, im öffentlichen Raum, kommen auf die Bühne und materialisieren sich als Installation oder Performance.

Tunay Önder ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Literatur

Tunay Önder ist Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Ihre Arbeiten fokussieren auf emanzipatorische Kämpfe im Kontext der Migrationsgesellschaft und bewegen sich an der Schnittstelle von Text, Performance, Installation und Diskurs. Önder studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Bosporus-Universität Istanbul und an der Universität Heidelberg, wo sie ihr Studium mit einem Magister abschloss. Kuratorische Projekte führten sie zu den Münchner Kammerspielen, der Wiesbaden Biennale, dem FAVORITEN Festival in Dortmund und dem Münchner Stadtmuseum. 2018 wurde sie für den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München nominiert. Im Jahr 2022 nahm sie mit einem Stipendium der Max Kade Foundation am International Writing Program in Iowa (USA) teil. Ihr dokumentarisches Theaterstück Offene Wunde über den Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum OEZ (zusammen mit Christine Umpfenbach) wurde im April 2025 im Münchner Volkstheater uraufgeführt. Derzeit ist sie Teil des Kuratoriums im Kunstraum FLORIDA und arbeitet für das Kulturreferat München im Bereich Public History – Erinnerung im Öffentlichen Raum. Neben ihren beiden Büchern migrantenstadl (mit Imad Mustafa) und Urteile (Hg., mit Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi) erscheinen ihre Texte in Sammelbändern, im öffentlichen Raum, kommen auf die Bühne und materialisieren sich als Installation oder Performance.

Tunay Önder ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Atefeh Kheirabadi

Jahr 2025
Sparte Film

Atefeh Kheirabadi, geboren 1990 in Teheran, lebt und arbeitet in Berlin. Die experimentelle Filmemacherin und Medienkünstlerin forscht an der Schnittstelle von Praktiken des Experimentalfilms und partizipativen Filmformaten, die zwischen Realität und Illusion, Ästhetik und Politik schwanken. Dabei wirft sie einen genauen Blick auf gegenwärtige Fragen des Frauseins und des Widerstands in ihrem politischen Kontext und verbindet so Bild- und Medienpolitik. Sie studierte Soziale Kommunikationswissenschaften an der Universität Teheran (Bachelor of Arts) sowie Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master of Arts).

An der Kulturakademie Tarabya arbeitet sie an der Postproduktion des experimentellen Essayfilms Blind, ins Auge, der sich mit den visuellen Narrativen der Jina-Revolution im Iran befasst, insbesondere mit der Blendung der Protestierenden als Unterdrückungsstrategie. Der Film, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie Hessen Film & Medien, untersucht die Schnittstelle von politischem Handeln, Sehen und Widerstandskraft der Bilder.

Atefeh Kheirabadi war von Juni bis September 2025 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Film
©Mehrad-Sepahnia

Atefeh Kheirabadi, geboren 1990 in Teheran, lebt und arbeitet in Berlin. Die experimentelle Filmemacherin und Medienkünstlerin forscht an der Schnittstelle von Praktiken des Experimentalfilms und partizipativen Filmformaten, die zwischen Realität und Illusion, Ästhetik und Politik schwanken. Dabei wirft sie einen genauen Blick auf gegenwärtige Fragen des Frauseins und des Widerstands in ihrem politischen Kontext und verbindet so Bild- und Medienpolitik. Sie studierte Soziale Kommunikationswissenschaften an der Universität Teheran (Bachelor of Arts) sowie Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master of Arts).

An der Kulturakademie Tarabya arbeitet sie an der Postproduktion des experimentellen Essayfilms Blind, ins Auge, der sich mit den visuellen Narrativen der Jina-Revolution im Iran befasst, insbesondere mit der Blendung der Protestierenden als Unterdrückungsstrategie. Der Film, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie Hessen Film & Medien, untersucht die Schnittstelle von politischem Handeln, Sehen und Widerstandskraft der Bilder.

Atefeh Kheirabadi war von Juni bis September 2025 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Esra Akkaya

Jahr 2025
Sparte Kulturtheorie + Publizistik

Esra Akkaya ist Literaturwissenschaftlerin und lebt in Berlin und Essen. Als Alfred Landecker Lecturer forscht sie derzeit zu türkisch-jüdischer Geschichte und Literatur mit besonderem Schwerpunkt auf Texten auf Ladino, Französisch und Türkisch. Ihre Promotion absolvierte sie an der Freien Universität Berlin, gefördert durch das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und die Ursula Lachnit-Fixson Stiftung, in Kooperation mit dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Zuvor war sie Fellow der Martin Buber Society of Fellows an der Hebräischen Universität Jerusalem. Ihr aktuelles Buch Sarah Kofmans literarisches Werk. Frankreichs verdrängte Gedächtnisse (De Gruyter, 2025) ist die erste umfassende Studie zu den literarischen Schriften der französischen Philosophin und interpretiert diese als poetische Antwort auf den historischen Revisionismus in Frankreich.

In ihrem aktuellen Buchprojekt erforscht Esra Akkaya die sephardische Literaturgeschichte der Türkei im 20. Jahrhundert. Ihre Recherchen auf der Suche nach Spuren sephardischer Migration und Erinnerungen führten sie bereits nach Jerusalem, Lissabon und New York und bringen sie nun nach Istanbul. Gefördert durch das Residenzstipendium der Kulturakademie Tarabya setzt sie dort ihre Arbeit an den vergessenen Kapiteln jüdischer Geschichte in der Türkei fort.

Esra Akkaya war von Juni bis September 2025 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Kulturtheorie + Publizistik
© Duygu Atçeken

Esra Akkaya ist Literaturwissenschaftlerin und lebt in Berlin und Essen. Als Alfred Landecker Lecturer forscht sie derzeit zu türkisch-jüdischer Geschichte und Literatur mit besonderem Schwerpunkt auf Texten auf Ladino, Französisch und Türkisch. Ihre Promotion absolvierte sie an der Freien Universität Berlin, gefördert durch das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk und die Ursula Lachnit-Fixson Stiftung, in Kooperation mit dem Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Zuvor war sie Fellow der Martin Buber Society of Fellows an der Hebräischen Universität Jerusalem. Ihr aktuelles Buch Sarah Kofmans literarisches Werk. Frankreichs verdrängte Gedächtnisse (De Gruyter, 2025) ist die erste umfassende Studie zu den literarischen Schriften der französischen Philosophin und interpretiert diese als poetische Antwort auf den historischen Revisionismus in Frankreich.

In ihrem aktuellen Buchprojekt erforscht Esra Akkaya die sephardische Literaturgeschichte der Türkei im 20. Jahrhundert. Ihre Recherchen auf der Suche nach Spuren sephardischer Migration und Erinnerungen führten sie bereits nach Jerusalem, Lissabon und New York und bringen sie nun nach Istanbul. Gefördert durch das Residenzstipendium der Kulturakademie Tarabya setzt sie dort ihre Arbeit an den vergessenen Kapiteln jüdischer Geschichte in der Türkei fort.

Esra Akkaya war von Juni bis September 2025 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

As We Used to Spell

Jahr 2025
Sparte Bildende Kunst

Heute verbreiten sich Worte schneller und weiter in öffentliche und private Räume als je zuvor. Sie gewinnen dabei als Spells/Formeln Handlungsmacht in Echtzeit. Die Wirksamkeit von Phrasen, Prompts und Protesten über unser Leben steht im Zentrum dieser Ausstellung und des Forschungsprojekts, das untersucht, wie Textpraktiken entstehen und bestehen sowie durch verkörperte und räumliche Formen wirken.

In verschiedenen Kollaborationen sucht ”As We Used to Spell” nach emanzipatorischen und transformativen Textpraktiken (spell practices), die Herrschaftssysteme hinterfragen und zugleich Alltagswissen, Großzügigkeit und Humor aufrufen. Der erste Teil dieses langfristigen, forschungsbasierten Projekts wurde von Aslı Serbest und Mona Mahall gemeinsam mit Emma Waltraud Howes konzipiert.

Die Ausstellung findet in Barın Han statt, einem modernistischen Gebäude in Çemberlitaş/Istanbul und ehemalige Druck- und Buchbindewerkstatt von Emin Barın, einem bekannten türkischen Künstler und Kalligrafen mit Verbindungen zum historischen Bauhaus und zur Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. In diesem Kontext entwickelt As We Used to Spell eine kritische Reflexion über modernistische „Wahrheiten“ –jene Formeln/Spells des techno-rationalistischen Denkens, die weiterhin prägen, wie wir denken, sprechen und bauen. Das Projekt untersucht, wie diese „truths-for“ (Sylvia Wynter) fortlaufend durch körperliche und maschinelle Reproduktionen und Wiederholungen räumlich stattfinden. Ihre Loops erhalten eine Logik patriarchal-kapitalistischer Extraktion aufrecht und provozieren zugleich pragmatische, poetische oder parodistische Transformationen.

Eröffnet wird die Ausstellung mit einem Roundtable-Gespräch mit Banu Cennetoğlu, Begüm Özden Fırat, Merve Elveren, Mona Mahall, Meriç Öner und Aslı Serbest am 06.11.2025 um 17:00 Uhr.

Biografien

Aslı Serbest und Mona Mahall (Berlin) arbeiten an der Schnittstelle von Raum-, Bild-, Klang- und Textpraxis. In ihren Projekten untersuchen und überdenken sie die (Re-)Produktion unserer öffentlichen und persönlichen Räume und deren implizite Machtverhältnisse.

Banu Cennetoğlu (Istanbul) entwickelt ihre künstlerische Praxis rund um die Aneignung, Klassifizierung und Zirkulation von Daten, Bildern und Wissen, die unser kollektives Denken und unsere gemeinsamen Ideologien prägen.

Begüm Özden Fırat (Istanbul) forscht zu Kunstgeschichten, visuellen Kulturen und sozialen Bewegungen und zeigt auf, wie Bilder, Archive und kulturelle Theorien Machtverhältnisse und Widerstandsformen prägen – und von ihnen geprägt werden.

Merve Elveren (Istanbul) arbeitet an der Schnittstelle von kuratorischer Praxis, Publikation und Forschung mit einem Schwerpunkt auf der sozio-kulturellen Landschaft der 1980er und

1990er Jahre in der Türkei und deren Einfluss auf unsere geerbten Vorstellungswelten und kollektive Erinnerung.

Meriç Öner (Istanbul) forscht und kuratiert Ausstellungen zu materiellen Kulturen, gebauten Umwelten und verdrängtem Alltagswissen, die helfen, Systeme von Verteilung und Fürsorge zu hinterfragen und neu zu formen.

Istanbul Diaries

Jahr 2025
Sparte Musik
© Ignaz Schick

Die ca. 4-stündige Konzertinstallation kombiniert Klang- und Videoinstallationen, Grafik-/Video-Partituren, Feldaufnahmen, Ensemble-Dirigate und Kleingruppenimprovisationen mit 7 wichtigen experimentellen/zeitgenössischen Musiker:innen und Protagonist:innen der lebendigen Istanbuler Musikszene. Auf diese Weise entsteht ein einzigartiges klangliches Mapping und Porträt dieser besonderen Stadt in einer marathonartigen Umgebung.

In verschiedenen Abschnitten treten die Musiker solo, in kleinen Gruppen oder in orchestralen Großgruppensituationen auf. Zuweilen spielen die Musiker oder interagieren mit den Projektionen, die als Grafik- oder Videopartituren mit vorbereiteten Anweisungen für die Spieler fungieren. Das präsentierte musikalische Material kann akustischer, elektroakustischer oder elektronischer Natur sein, und visuelles Material (Fotos, Videos) kann sich verwandeln und zum Ausgangsmaterial werden, aus dem grafische Partituren und Anweisungen abgeleitet werden. Die Komposition schöpft aus dem breiten Spektrum und der Gemeinschaft der experimentellen Szene Istanbuls mit Musikern aus Stilrichtungen wie Improvisation, zeitgenössische Musik, Noise, Klangkunst, elektroakustische oder traditionelle türkische Musik und collagiert, sampelt, schichtet und komponiert dieses Potential mit der nie ruhenden ursprünglichen und archetypischen Klanglandschaft der Stadt neu. Ein Großteil des verwendeten (audiovisuellen) Filmmaterials wurde vom Komponisten selbst gesammelt oder stammt aus verschiedenen Archiven, Trödelläden und von Künstlerkollegen, die freundlicherweise einige ihrer einzigartigen Aufnahmen zur Verfügung stellen.

Unterstützt vom Alumni Fonds der Kulturakademie Tarabya wurde Istanbul Diaries wird von Ignaz Schick gemeinsam mit Sevket Akinçi, Ali Onur Olgun, Anil Eraslan, Ulrich Mertin, Merve Salgar, Amy Salsgiver und Fulya Uçanok am 03. und 04. Mai 2025 im Orient Institut Istanbul realisiert.

Ignaz Schick war von September 2018 bis Anfang Januar 2019 als Stipendiat für Klangkunst und Komposition an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul zu Gast, um an seinem Sound-Mapping-Projekt „Istanbul Diaries“ zu arbeiten. Bei seinen Recherchen untersuchte Schick die vielen klanglichen Schichten der Megalopolis Istanbul. Neben dem Sammeln zahlreicher urbaner Soundscapes und Feldaufnahmen in endlosen Spaziergängen und Exkursionen versuchte Schick auch, sich einen Überblick über die vielfältige experimentelle Klang- und Musikszene Istanbuls zu verschaffen. Während seines viermonatigen Aufenthalts sammelte Schick mehr als 80 Stunden Aufnahmen aus Istanbul. Unzählige Field-Recordings von bekannten Klangikonen, aber auch Aufnahmen der sich immer weiter ausdehnenden Stadt mit ihren obskuren Niemandsländern und Zwischenräumen (Autobahnbrücken und -unterführungen, Flughafenzufahrten, gigantische Baustellen usw.), aber auch Interviews und Sessions mit verschiedenen Musikern der lokalen experimentellen Musikszene. Ursprünglich als akribische Istanbuler Klangkarte geplant (was eine unmögliche Mission zu sein scheint), wurde sie im Laufe des Prozesses mehr und mehr als ein immer noch wachsendes Archiv genutzt.
Im Jahr 2019 verwendete er das Rohmaterial dieses Archivs für die Komposition eines vierteiligen Klangspaziergangs, der während des Tarabya-Sommerfestivals an vier verschiedenen Außenpositionen im alten Park der Kulturakademie präsentiert wurde. Die Lautsprecher waren in alten Gebäuden, Büschen oder hinter Bäumen und Hecken versteckt, so dass die Passanten unerwartet mit der elektroakustischen Neukomposition des Originalmaterials aus Istanbul überrascht wurden. Das Projekt war ein großer Erfolg und als Folge davon wurde die Idee der Konzertinstallation/des Promenadenkonzerts geboren.

Istanbul Diaries basiert auf Ignaz Schicks Recherchen, die er während seiner Aufenthalte an der Kulturakadmie Tarabya zwischen 2018 und 2023 durchführte, eine Recherche darüber, wie die Megalopolis klingt.
Die Veranstaltung ist eine Koproduktion von Zangi Music / Zarek Berlin und eine gemeinsame Veranstaltung zwischen dem Goethe-Institut Istanbul, der Kulturakademie Tarabya und dem Orient-Institut Istanbul.