Year: 2026

Volkan T error

Jahr 2026
Sparte Musik

Volkan T error gilt nicht nur als einer der Wegbereiter des türkischen Hip-Hop. Im Laufe der Jahrzehnte hat er sich auch als Produzent, Performer und Musiker einen Namen gemacht. Er hat mit zahlreichen internationalen Rappern und Musikern zusammengearbeitet und Stücke für Theater, Filme, Hörspiele, Installationen und Performances komponiert und entwickelt.

Als musikalischer Grenzgänger experimentiert Volkan T error mit Sounds, Samples, Beats und Texten, stets auf der Suche nach neuen Klangwelten und Inhalten. Er arbeitet meist Doku fiktional und verbindet verschiedene Musik Richtungen mit Hip-Hop, Electro, Metal und Noise. Mit Vorliebe integriert er Field-Recordings, traditionelle türkische Instrumente und baut sie zu kunstvollen Soundcollagen und Beats zusammen.

Seit neuem arbeitet er an einem immensen Backkatlog und experimentiert mit Visuals. Neben unveröffentlichten Tracks wird er auch Stücke herausbringen die er in verschiedenen Kontexten für Theater, Performance, Filme, Hörspiele oder Museen geschrieben hat.

Volkan T error ist von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Musik
© Atıf Ülkü

Volkan T error gilt nicht nur als einer der Wegbereiter des türkischen Hip-Hop. Im Laufe der Jahrzehnte hat er sich auch als Produzent, Performer und Musiker einen Namen gemacht. Er hat mit zahlreichen internationalen Rappern und Musikern zusammengearbeitet und Stücke für Theater, Filme, Hörspiele, Installationen und Performances komponiert und entwickelt.

Als musikalischer Grenzgänger experimentiert Volkan T error mit Sounds, Samples, Beats und Texten, stets auf der Suche nach neuen Klangwelten und Inhalten. Er arbeitet meist Doku fiktional und verbindet verschiedene Musik Richtungen mit Hip-Hop, Electro, Metal und Noise. Mit Vorliebe integriert er Field-Recordings, traditionelle türkische Instrumente und baut sie zu kunstvollen Soundcollagen und Beats zusammen.

Seit neuem arbeitet er an einem immensen Backkatlog und experimentiert mit Visuals. Neben unveröffentlichten Tracks wird er auch Stücke herausbringen die er in verschiedenen Kontexten für Theater, Performance, Filme, Hörspiele oder Museen geschrieben hat.

Volkan T error ist von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Sven Johne

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst

Sven Johne arbeitet vor allem mit Fotografie, Film, Text und Artistic Research. Er wurde 1976 in Bergen auf Rügen, DDR, geboren und lebt heute in Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich oft mit den gesellschaftlichen Folgen der deutschen Wiedervereinigung und sozialen Umbrüchen im gesamten politischen Westen. Johne verbindet dabei oft dokumentarisch-biografische Recherche mit fiktionalen oder literarischen Elementen. Dadurch bewegen sich seine Werke zwischen Realität, Erinnerung und Erzählung. Johne interessieren dabei oft persönliche Einzelschicksale und Nebenschauplätze, die „Fußnoten der Weltgeschichte“. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, auf Festivals und Biennalen gezeigt, u. a. Berlin Biennale (2022), Karachi Biennale Pakistan (2019), Riga Biennale (2018), OFF Biennale Budapest (2017), Thessaloniki Biennale (2015). wurde bereits vielfach gewürdigt, unter anderem 2016 Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (in der Sektion Bildende Kunst), Casa Baldi Stipendium der deutschen Akademie Villa Massimo (2013), Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium (2010), Marion-Ermer-Preis (2005), Stipendium für zeitgenössische deutsche Fotografie der Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (2004). Zuletzt erhielt er für seine umfangreichen Projekte das Visit-Stipendium der E.ON Stiftung (2022) und ein Stipendium der DZ Bank Kunststiftung (2025). Seine Arbeiten sind in vielen deutschen und internationalen Sammlungen vertreten, u.a. Museum Folkwang, Essen, MUDAM, Luxembourg, Pinakothek der Moderne, München, oder in der Fondazione Mast, Bologna, Italien.

Sven Johne ist von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

 

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst
© KLEMM'S

Sven Johne arbeitet vor allem mit Fotografie, Film, Text und Artistic Research. Er wurde 1976 in Bergen auf Rügen, DDR, geboren und lebt heute in Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich oft mit den gesellschaftlichen Folgen der deutschen Wiedervereinigung und sozialen Umbrüchen im gesamten politischen Westen. Johne verbindet dabei oft dokumentarisch-biografische Recherche mit fiktionalen oder literarischen Elementen. Dadurch bewegen sich seine Werke zwischen Realität, Erinnerung und Erzählung. Johne interessieren dabei oft persönliche Einzelschicksale und Nebenschauplätze, die „Fußnoten der Weltgeschichte“. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, auf Festivals und Biennalen gezeigt, u. a. Berlin Biennale (2022), Karachi Biennale Pakistan (2019), Riga Biennale (2018), OFF Biennale Budapest (2017), Thessaloniki Biennale (2015). wurde bereits vielfach gewürdigt, unter anderem 2016 Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (in der Sektion Bildende Kunst), Casa Baldi Stipendium der deutschen Akademie Villa Massimo (2013), Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium (2010), Marion-Ermer-Preis (2005), Stipendium für zeitgenössische deutsche Fotografie der Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (2004). Zuletzt erhielt er für seine umfangreichen Projekte das Visit-Stipendium der E.ON Stiftung (2022) und ein Stipendium der DZ Bank Kunststiftung (2025). Seine Arbeiten sind in vielen deutschen und internationalen Sammlungen vertreten, u.a. Museum Folkwang, Essen, MUDAM, Luxembourg, Pinakothek der Moderne, München, oder in der Fondazione Mast, Bologna, Italien.

Sven Johne ist von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

 

Pelin Tan & Özge Çelikaslan

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst

Pelin Tan ist die sechste Preisträgerin des Keith-Haring-Preises für Kunst und Aktivismus (2019) und lebt in Mardin. Sie ist Professorin an der Fakultät für Bildende Künste und Leiterin des Masterstudiengangs Kulturwissenschaften an der Universität Batman in der Türkei. Tan war Roemer-Stipendiatin am Orient-Institut in Beirut (2024) und Gastforscherin am Nationalen Institut für Sozialwissenschaften in Athen (2026). Seit 2019 ist sie Kuratoriumsmitglied der IBA Stuttgart 2027. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift i press, Cambridge (USA). Ihr Buch Forms of Non-Belonging, wurde von e-flux books & Sternberg Press, MIT Press veröffentlicht, 2026.

Gemeinsam mit Künstler Anton Vidokle führte sie bei mehreren Kurzfilmen Regie und erhielt für ihren letzten Film Gılgamesh: She, Who Saw the Deep / Gilgamêş: Ewe ku kûrahî dît (2022) den Sharjah Film-Preis (2020). Der kurze Dokumentarfilm Landscapes as Archives wurde in der Qattan Foundation in Ramallah (2023) vorgeführt. Kürzlich wurde ihr Forschungsvideo über die Gemeinschaft der Ezidi-Frauen und weibliche Arbeitskraft, Dimeşin/Walking, im Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb (msu) ausgestellt. Tans Werke wurden u.a. im CIVA Brüssel (2024), auf der Osloer Architekturtriennale (2016), der Bergen Assembly (2013), der Istanbul Biennale (2007, 2015, 2022), der Beijing Art Biennale (2023), der Lissabonner Architekturtriennale (2014), bei Ashkal Alwan Homeworks und der Istanbul Design Biennale (2021) ausgestellt. Tan ist Mitglied des Videokollektivs Artıkİşler und der in Mardin ansässigen Arazi Assembly.

Özge Çelikaslan beschäftigt sich mit bewegten Bildern, Archivpraxis und forschungsbasierter Kunst und setzt sich anhand von übersehenen audiovisuellen Materialien mit Fragen des Gedächtnisses, des Ortes und der Archivökologien auseinander. Ihre Installationen und Archivassemblagen erforschen, wie Lücken im Archiv Raum für unterdrückte Narrative und angezweifelte Geschichtsdeutungen schaffen können. Çelikaslan promovierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK). Ihre Forschung zu Archiven als Gemeingut bildete die Grundlage für die Publikation Archiving the Commons: Looking through the Lens of bak.ma (2024). Sie ist Mitbegründerin von bak.ma, einem kollaborativen digitalen Archiv, das sich mit beziehungsorientiertem Erinnern und partizipativen Formen der Dokumentation und Neuvorstellungen von Geschichte befasst. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem auf der Transmediale, der Istanbul Biennale, im HKW Berlin, im ZKM Karlsruhe und bei De Appel. Sie erhielt Künstleraufenthalte und Stipendien, unter anderem bei AGIT Berlin, der Akademie Schloss Solitude und CAIS Bochum.

Pelin Tan und Özge Çelikaslan sind von Juni bis September 2026 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiatinnen der Kulturakademie Tarabya.

 

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst
© Ouyang Yangyi / © Courtesy of the artist

Pelin Tan ist die sechste Preisträgerin des Keith-Haring-Preises für Kunst und Aktivismus (2019) und lebt in Mardin. Sie ist Professorin an der Fakultät für Bildende Künste und Leiterin des Masterstudiengangs Kulturwissenschaften an der Universität Batman in der Türkei. Tan war Roemer-Stipendiatin am Orient-Institut in Beirut (2024) und Gastforscherin am Nationalen Institut für Sozialwissenschaften in Athen (2026). Seit 2019 ist sie Kuratoriumsmitglied der IBA Stuttgart 2027. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift i press, Cambridge (USA). Ihr Buch Forms of Non-Belonging, wurde von e-flux books & Sternberg Press, MIT Press veröffentlicht, 2026.

Gemeinsam mit Künstler Anton Vidokle führte sie bei mehreren Kurzfilmen Regie und erhielt für ihren letzten Film Gılgamesh: She, Who Saw the Deep / Gilgamêş: Ewe ku kûrahî dît (2022) den Sharjah Film-Preis (2020). Der kurze Dokumentarfilm Landscapes as Archives wurde in der Qattan Foundation in Ramallah (2023) vorgeführt. Kürzlich wurde ihr Forschungsvideo über die Gemeinschaft der Ezidi-Frauen und weibliche Arbeitskraft, Dimeşin/Walking, im Museum für zeitgenössische Kunst in Zagreb (msu) ausgestellt. Tans Werke wurden u.a. im CIVA Brüssel (2024), auf der Osloer Architekturtriennale (2016), der Bergen Assembly (2013), der Istanbul Biennale (2007, 2015, 2022), der Beijing Art Biennale (2023), der Lissabonner Architekturtriennale (2014), bei Ashkal Alwan Homeworks und der Istanbul Design Biennale (2021) ausgestellt. Tan ist Mitglied des Videokollektivs Artıkİşler und der in Mardin ansässigen Arazi Assembly.

Özge Çelikaslan beschäftigt sich mit bewegten Bildern, Archivpraxis und forschungsbasierter Kunst und setzt sich anhand von übersehenen audiovisuellen Materialien mit Fragen des Gedächtnisses, des Ortes und der Archivökologien auseinander. Ihre Installationen und Archivassemblagen erforschen, wie Lücken im Archiv Raum für unterdrückte Narrative und angezweifelte Geschichtsdeutungen schaffen können. Çelikaslan promovierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK). Ihre Forschung zu Archiven als Gemeingut bildete die Grundlage für die Publikation Archiving the Commons: Looking through the Lens of bak.ma (2024). Sie ist Mitbegründerin von bak.ma, einem kollaborativen digitalen Archiv, das sich mit beziehungsorientiertem Erinnern und partizipativen Formen der Dokumentation und Neuvorstellungen von Geschichte befasst. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, unter anderem auf der Transmediale, der Istanbul Biennale, im HKW Berlin, im ZKM Karlsruhe und bei De Appel. Sie erhielt Künstleraufenthalte und Stipendien, unter anderem bei AGIT Berlin, der Akademie Schloss Solitude und CAIS Bochum.

Pelin Tan und Özge Çelikaslan sind von Juni bis September 2026 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiatinnen der Kulturakademie Tarabya.

 

Ozan Zakariya Keskinkılıç

Jahr 2026
Sparte Literatur

Dr. Ozan Zakariya Keskinkılıç ist Politikwissenschaftler, freier Autor und Lyriker. Neben Gedichten und wissenschaftlichen Arbeiten schreibt er Theater- und Hörstücke, Prosa, Essays und Kolumnen. 2022 debütierte er mit dem Lyrikband Prinzenbad im Elif Verlag, 2023 erschien Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes im Verbrecher Verlag und 2025 sein Roman Hundesohn bei Suhrkamp. Seine Texte werden in verschiedene Sprachen übersetzt, u.a. Englisch, Italienisch, Tschechisch, Französisch und Kasachisch, und als Teil multimedialer Kunstausstellungen präsentiert, zuletzt im Museum Europäischer Kulturen (MEK), im Künstlerhaus Bethanien und in der Wiener Literaturpassage. 2024 war Keskinkılıç für den Heidelberger Clemens-Brentano-Preis und den Dresdner Lyrikpreis nominiert. 2025 erhielt er den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis und den ZDF-aspekte-Literaturpreis. 2026 wurde er mit dem Max-Frisch-Förderpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet. Er lebt in Berlin und kuratiert die literarisch-kulinarische Lesereihe All You Can Read.

Ozan Zakariya Keskinkılıç ist von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Literatur
© Mirko Lux

Dr. Ozan Zakariya Keskinkılıç ist Politikwissenschaftler, freier Autor und Lyriker. Neben Gedichten und wissenschaftlichen Arbeiten schreibt er Theater- und Hörstücke, Prosa, Essays und Kolumnen. 2022 debütierte er mit dem Lyrikband Prinzenbad im Elif Verlag, 2023 erschien Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes im Verbrecher Verlag und 2025 sein Roman Hundesohn bei Suhrkamp. Seine Texte werden in verschiedene Sprachen übersetzt, u.a. Englisch, Italienisch, Tschechisch, Französisch und Kasachisch, und als Teil multimedialer Kunstausstellungen präsentiert, zuletzt im Museum Europäischer Kulturen (MEK), im Künstlerhaus Bethanien und in der Wiener Literaturpassage. 2024 war Keskinkılıç für den Heidelberger Clemens-Brentano-Preis und den Dresdner Lyrikpreis nominiert. 2025 erhielt er den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis und den ZDF-aspekte-Literaturpreis. 2026 wurde er mit dem Max-Frisch-Förderpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet. Er lebt in Berlin und kuratiert die literarisch-kulinarische Lesereihe All You Can Read.

Ozan Zakariya Keskinkılıç ist von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Nele Stuhler

Jahr 2026
Sparte Darstellende Kunst

Nele Stuhler wurde in Osterburg (Altmark) geboren und wuchs in Berlin auf. Sie studierte Volksbühne in Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und nahm am Lehrgang FORUM TEXT von uniT Graz teil. Sie arbeitet als Hörspiel- und Theaterautorin und -regisseurin. Unter anderem war sie zuletzt an der Volksbühne Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Schauspiel Köln, dem Volkstheater München, dem Schauspielhaus Wien, den Sophiensaelen und dem HAU vertreten. Für ihr Stück Fische erhielt sie den Else-Lasker-Schüler Stückepreis. Ihre Gaia Triologie wurde u.a. im Rahmen der Autor:innentheatertage Berlin uraufgeführt. Zudem schrieb sie das Stück Keine Ahnung, das Hörspiel Keine Ahnung und das Buch Keine Ahnung, das 2021 im Korbinian Verlag erschien. Zuletzt prämierte Und oder oder oder oder und und beziehungsweise und oder beziehungsweise oder und beziehungsweise einfach und am Residenztheater München und Leichter Gesang am Deutschen Theater Berlin, was unter anderem zum Heidelberger Stückemarkt und zum Dramatiker:innenfestival Graz eingeladen wurde.

Nele Stuhler ist von Juni bis September 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Darstellende Kunst
© Birgit von Bally

Nele Stuhler wurde in Osterburg (Altmark) geboren und wuchs in Berlin auf. Sie studierte Volksbühne in Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und nahm am Lehrgang FORUM TEXT von uniT Graz teil. Sie arbeitet als Hörspiel- und Theaterautorin und -regisseurin. Unter anderem war sie zuletzt an der Volksbühne Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Schauspiel Köln, dem Volkstheater München, dem Schauspielhaus Wien, den Sophiensaelen und dem HAU vertreten. Für ihr Stück Fische erhielt sie den Else-Lasker-Schüler Stückepreis. Ihre Gaia Triologie wurde u.a. im Rahmen der Autor:innentheatertage Berlin uraufgeführt. Zudem schrieb sie das Stück Keine Ahnung, das Hörspiel Keine Ahnung und das Buch Keine Ahnung, das 2021 im Korbinian Verlag erschien. Zuletzt prämierte Und oder oder oder oder und und beziehungsweise und oder beziehungsweise oder und beziehungsweise einfach und am Residenztheater München und Leichter Gesang am Deutschen Theater Berlin, was unter anderem zum Heidelberger Stückemarkt und zum Dramatiker:innenfestival Graz eingeladen wurde.

Nele Stuhler ist von Juni bis September 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Gözde Gazioğlu & Füsun Türetken

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst & Literatur

Gözde Gazioğlu ist Kulturmanagerin und Lektorin, die an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, editorischen Praxen und internationaler Kulturarbeit tätig ist. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen künstlerische Projekte, Publikationsformate sowie der transnationale Austausch zwischen Institutionen.

Sie ist Gründungsmitglied und Co-Vorsitzende von STRÜKTÜR, einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Berlin, der künstlerische und forschungsorientierte Praxen miteinander verbindet. Durch Residenzstipendien und öffentliche Programme fördert STRÜKTÜR den transnationalen Austausch und Rechercheprojekte in der Türkei und darüber hinaus.

Gazioğlu war zuvor in den Bereichen der redaktionellen Produktion, Kommunikation und EU-geförderte Kulturprogramme für verschiedene Institutionen und Organisationen in London und Istanbul tätig – darunter Contemporary Istanbul, İKSV, die SAHA Association und die International Biennials Association. Von 2020 bis 2022 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift PASS.

Nach ihrem Abschluss an dem Sankt-Georgs-Gymnasium in Istanbul studierte sie Management und Germanistik am Royal Holloway, University of London, und schloss einen Masterstudiengang in Kunstwirtschaft am Sotheby’s Institute of Art ab. Außerdem absolvierte sie an der Universität Oxford ein Studium in zeitgenössischer Kunst und Literaturtheorie.

Prof. Dr. Füsun Türetken lehrt an der Hochschule für Künste Bremen und an der Königlichen Kunstakademie in Den Haag.

Mit ihrer Dissertation On the Most Powerful Catalyst on the Planet, mit der sie Konflikte und Kapital aus der Perspektive von Metallen untersuchte, promovierte sie an der Goldsmiths, University of London. Ihr Werdegang umfasst Architektur, Stadtforschung und visuelle Kultur, sowie Studienaufenthalte in Deutschland, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Türetken war 2008 Co-Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Architekturbiennale in Venedig und arbeitete ein Jahrzehnt lang als Forscherin, Redakteurin und Kuratorin bei Urban Catalyst, Shrinking Cities, dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin, dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt und Forensic Architecture. Seit 2011 lehrt sie international mit einem transdisziplinären Ansatz für Theorie und künstlerische Forschung.

Zu ausgewählten Publikationen und Ausstellungen zählen „Where they hide the Clouds“ in Acid Clouds, Niels Schrader, Roel Backert (Hrsg.), NAI 010 Publishers, 2024; „Gold. Alchemic Desire“ in Swiss Psychotropic Gold (Christoph Merian Verlag, 2020); „Neodymium Superconductive Lifelines for Metallic Monsters“ in UMBAU (2022); „The Amalgamated Toxicity of Ground Zero“ in Forensis (Sternberg, 2014). „Open for Maintenance“ Deutscher Pavillon Biennale Venedig 2023, „Reparative Futurities“ Künstlerhaus Stuttgart 2023; „Artefact – This Rare Earth: Stories from Below“ STUK Leuven 2018; „Updating Germany“, Biennale Venedig 2008; „Shrinking Cities“ (Tokio, 2007 & Biennale Venedig 2006 & Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig 2005).

Sie ist ebenfalls Gründungsmitglied und Co-Vorsitzende von STRÜKTÜR.

Gözde Gazioğlu und Füsun Türetken sind von Juni bis September 2026 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiatinnen der Kulturakademie Tarabya.

 

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst & Literatur
© Diana Pfammatter

Gözde Gazioğlu ist Kulturmanagerin und Lektorin, die an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, editorischen Praxen und internationaler Kulturarbeit tätig ist. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen künstlerische Projekte, Publikationsformate sowie der transnationale Austausch zwischen Institutionen.

Sie ist Gründungsmitglied und Co-Vorsitzende von STRÜKTÜR, einem gemeinnützigen Verein mit Sitz in Berlin, der künstlerische und forschungsorientierte Praxen miteinander verbindet. Durch Residenzstipendien und öffentliche Programme fördert STRÜKTÜR den transnationalen Austausch und Rechercheprojekte in der Türkei und darüber hinaus.

Gazioğlu war zuvor in den Bereichen der redaktionellen Produktion, Kommunikation und EU-geförderte Kulturprogramme für verschiedene Institutionen und Organisationen in London und Istanbul tätig – darunter Contemporary Istanbul, İKSV, die SAHA Association und die International Biennials Association. Von 2020 bis 2022 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift PASS.

Nach ihrem Abschluss an dem Sankt-Georgs-Gymnasium in Istanbul studierte sie Management und Germanistik am Royal Holloway, University of London, und schloss einen Masterstudiengang in Kunstwirtschaft am Sotheby’s Institute of Art ab. Außerdem absolvierte sie an der Universität Oxford ein Studium in zeitgenössischer Kunst und Literaturtheorie.

Prof. Dr. Füsun Türetken lehrt an der Hochschule für Künste Bremen und an der Königlichen Kunstakademie in Den Haag.

Mit ihrer Dissertation On the Most Powerful Catalyst on the Planet, mit der sie Konflikte und Kapital aus der Perspektive von Metallen untersuchte, promovierte sie an der Goldsmiths, University of London. Ihr Werdegang umfasst Architektur, Stadtforschung und visuelle Kultur, sowie Studienaufenthalte in Deutschland, den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Türetken war 2008 Co-Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Architekturbiennale in Venedig und arbeitete ein Jahrzehnt lang als Forscherin, Redakteurin und Kuratorin bei Urban Catalyst, Shrinking Cities, dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin, dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt und Forensic Architecture. Seit 2011 lehrt sie international mit einem transdisziplinären Ansatz für Theorie und künstlerische Forschung.

Zu ausgewählten Publikationen und Ausstellungen zählen „Where they hide the Clouds“ in Acid Clouds, Niels Schrader, Roel Backert (Hrsg.), NAI 010 Publishers, 2024; „Gold. Alchemic Desire“ in Swiss Psychotropic Gold (Christoph Merian Verlag, 2020); „Neodymium Superconductive Lifelines for Metallic Monsters“ in UMBAU (2022); „The Amalgamated Toxicity of Ground Zero“ in Forensis (Sternberg, 2014). „Open for Maintenance“ Deutscher Pavillon Biennale Venedig 2023, „Reparative Futurities“ Künstlerhaus Stuttgart 2023; „Artefact – This Rare Earth: Stories from Below“ STUK Leuven 2018; „Updating Germany“, Biennale Venedig 2008; „Shrinking Cities“ (Tokio, 2007 & Biennale Venedig 2006 & Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig 2005).

Sie ist ebenfalls Gründungsmitglied und Co-Vorsitzende von STRÜKTÜR.

Gözde Gazioğlu und Füsun Türetken sind von Juni bis September 2026 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiatinnen der Kulturakademie Tarabya.

 

Liefern - der neue Roman von Tomer Gardi

Jahr 2026
Sparte Literatur

Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. In seinem neu erschienenen Roman Liefern verbindet Tomer Gardi ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos.

Ausgangspunkt des Romans stellen Gardis Reisen und Rechercheaufenthalte in den fünf verschiedenen Städten dar; so auch sein Aufenthalt an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Im engen Austausch und begleitet von Mesut Çeki (Lieferant, Betreiber von kuryehaber.com und Leiter von Kurye Hakları Derneği) und Başak Kocadost (Soziologin und Aktivistin stellte er Kontakte zu verschiedenen Istanbuler Essenslieferanten her. In mehrere Interviews sprach er mit ihnen über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten aber auch über ihre Wünsche und Träume. Diese Eindrücke boten die Grundlage für Gardis fiktiven Schreibprozess des Buchteils Mimesis, welcher in Istanbul spielt.

In diesem Teil reisen zwei Personen, getrieben von dem Plan einer Haartransplantation, von Berlin nach Istanbul, wo sie einem Essenslieferanten begegnen. Der Abschnitt Mimesis, von Gardi im Rahmen seines Residenzaufenthalts auf Hebräisch geschrieben und von Anne Birkenhauer ins Deutsche übersetzt, ist gleichzeitig auch der längste Teil des Buches.

Mit Liefern erzählt Tomer Gardi von Globalisierung und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit; eine literarische Weltreise in sechs Episoden mit Aktualität und politischer Relevanz.

Sarah Szczesny

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst

Sarah Szczesny lebt und arbeitet in Köln. Sie schloss ihr Kunststudium 2009 als Meisterschülerin von Prof. Rosemarie Trockel ab. Seit 2021 hat sie einen interdisziplinären Lehrauftrag für Visuelle Methoden an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, seit 2024 lehrt sie Malerei an der Universität zu Köln und war Gastdozentin an der Kunstakademie Münster. Ihre Arbeiten in den Bereichen Malerei, Collage, Video und Performance wurden national und international gezeigt, unter anderem im Kunstverein Düsseldorf, im Neuer Aachener Kunstverein, bei Ludlow 38 und der Martos Gallery in New York sowie bei O-Town House in Los Angeles. Essenziell für ihre Praxis ist das Infragestellen kultureller Hierarchien sowie eine experimentelle Erweiterung der Malerei durch Animation, Sound und popkulturelle Referenzen. Seit 2016 arbeitet sie gemeinsam mit der Musikerin und Produzentin Lena Willikens an dem prozessualen Projekt Phantom Kino Ballett, das Performances, Videoarbeiten und Installationen umfasst und in Kunstinstitutionen, Theatern sowie auf Musik- und Filmfestivals präsentiert wird.  

Sarah Szczesny war von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst
© Anna Sofie Hartmann

Sarah Szczesny lebt und arbeitet in Köln. Sie schloss ihr Kunststudium 2009 als Meisterschülerin von Prof. Rosemarie Trockel ab. Seit 2021 hat sie einen interdisziplinären Lehrauftrag für Visuelle Methoden an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, seit 2024 lehrt sie Malerei an der Universität zu Köln und war Gastdozentin an der Kunstakademie Münster. Ihre Arbeiten in den Bereichen Malerei, Collage, Video und Performance wurden national und international gezeigt, unter anderem im Kunstverein Düsseldorf, im Neuer Aachener Kunstverein, bei Ludlow 38 und der Martos Gallery in New York sowie bei O-Town House in Los Angeles. Essenziell für ihre Praxis ist das Infragestellen kultureller Hierarchien sowie eine experimentelle Erweiterung der Malerei durch Animation, Sound und popkulturelle Referenzen. Seit 2016 arbeitet sie gemeinsam mit der Musikerin und Produzentin Lena Willikens an dem prozessualen Projekt Phantom Kino Ballett, das Performances, Videoarbeiten und Installationen umfasst und in Kunstinstitutionen, Theatern sowie auf Musik- und Filmfestivals präsentiert wird.  

Sarah Szczesny war von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Johannes Vogl

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst

Johannes Vogl baut aus alltäglichen Dingen recht eigensinnige Skulpturen und Maschinen. Er lässt sich nicht als klassischen Bildhauer beschreiben, er ist vielmehr ein poetischer Erfinder. Oft sind es alltägliche Situationen, die Vogl bei seinen Skulpturen, Installationen oder Videos inspirieren. Die Gegenstände und Apparate dienen nicht mehr dem Menschen, erfüllen keine sinnvollen Aufgaben, sondern befinden sich in endlosen Loops und monotonen Selbstgesprächen. Die Arbeiten agieren als maschinelle Außenseiter, als Sonderlinge. Das Verhältnis von Mensch und Skulptur, Subjekt und Objekt, Beobachter und Beobachtetem verschiebt sich zugunsten der Dingwelt. 

Johannes Vogl war von Februar bis Mai 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Bildende Kunst
© Adina Mocanu

Johannes Vogl baut aus alltäglichen Dingen recht eigensinnige Skulpturen und Maschinen. Er lässt sich nicht als klassischen Bildhauer beschreiben, er ist vielmehr ein poetischer Erfinder. Oft sind es alltägliche Situationen, die Vogl bei seinen Skulpturen, Installationen oder Videos inspirieren. Die Gegenstände und Apparate dienen nicht mehr dem Menschen, erfüllen keine sinnvollen Aufgaben, sondern befinden sich in endlosen Loops und monotonen Selbstgesprächen. Die Arbeiten agieren als maschinelle Außenseiter, als Sonderlinge. Das Verhältnis von Mensch und Skulptur, Subjekt und Objekt, Beobachter und Beobachtetem verschiebt sich zugunsten der Dingwelt. 

Johannes Vogl war von Februar bis Mai 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Fulya Uçanok & Ulrike Ruf

Jahr 2026
Sparte Musik

Fulya Uçanok ist eine elektroakustische Musikerin, künstlerische Forscherin und Pianistin. Sie arbeitet in den Bereichen elektroakustische und gemischte Komposition sowie zeitgenössische freie Improvisation. Geboren in der Türkei studierte sie klassisches Klavier am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe-Universität in Ankara und absolvierte ihren Master- und Promotionsabschluss am Center for Advanced Studies in Music (MIAM) der İTÜ. Ihre 2022 abgeschlossene Dissertation beschäftigte sich mit elektroakustischer Komposition aus einem responsiven Ansatz des Musizierens mit menschlichen, mehr-als-menschlichen und materiellen Akteur:innen. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Klavier, Objekte und Elektronik und rückt relationale Modelle des Hörens und Reagierens sowie materielle Kontingenz in den Mittelpunkt. Sie ist eine aktive Improvisatorin, deren Arbeiten international präsentiert wurden, und arbeitet zudem kollaborativ mit Künstler:innen aus Performance, Komposition und Forschung zusammen. Aktuell konzentriert sich ihre Arbeit auf sympoietische („Making-with“-) Praktiken, in denen sie das Zusammenspiel von Mensch, Instrument und Material in Komposition und Performance erforscht.

Ulrike Ruf ist Cellistin, Klangkünstlerin und Kuratorin einer Konzertreihe für experimentelle Musik. Sie entwickelt Bühnenwerke zu biografischen, gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Themen, für die sie in Archiven recherchiert und mit Interviews und Field Recordings arbeitet. Prägende künstlerische Impulse erhielt sie an der Berliner Volksbühne durch Johann Kresnik und in der Zusammenarbeit mit Tänzer:innen von Sasha Waltz & Guests. Sie entwickelte Arbeiten für Chöre, arbeitete mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Musikerinnen des Ensemble Mosaik, dem Choreografen Gabriel Galindez Cruz sowie der Dichterin Ulrike Almut Sandig zusammen. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Haus des Rundfunks Berlin, im Radialsystem V präsentiert und auf Deutschlandfunk Kultur gesendet. Sie trat bei der Maerz Musik, der Klangwerkstatt Berlin sowie international auf Festivals auf. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Opus Klassik für den Musikfilm StimmenÜberLeben.  

Fulya Uçanok und Ulrike Ruf waren von Februar bis Mai 2026 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiatinnen der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Musik

Fulya Uçanok ist eine elektroakustische Musikerin, künstlerische Forscherin und Pianistin. Sie arbeitet in den Bereichen elektroakustische und gemischte Komposition sowie zeitgenössische freie Improvisation. Geboren in der Türkei studierte sie klassisches Klavier am Staatlichen Konservatorium der Hacettepe-Universität in Ankara und absolvierte ihren Master- und Promotionsabschluss am Center for Advanced Studies in Music (MIAM) der İTÜ. Ihre 2022 abgeschlossene Dissertation beschäftigte sich mit elektroakustischer Komposition aus einem responsiven Ansatz des Musizierens mit menschlichen, mehr-als-menschlichen und materiellen Akteur:innen. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Klavier, Objekte und Elektronik und rückt relationale Modelle des Hörens und Reagierens sowie materielle Kontingenz in den Mittelpunkt. Sie ist eine aktive Improvisatorin, deren Arbeiten international präsentiert wurden, und arbeitet zudem kollaborativ mit Künstler:innen aus Performance, Komposition und Forschung zusammen. Aktuell konzentriert sich ihre Arbeit auf sympoietische („Making-with“-) Praktiken, in denen sie das Zusammenspiel von Mensch, Instrument und Material in Komposition und Performance erforscht.

Ulrike Ruf ist Cellistin, Klangkünstlerin und Kuratorin einer Konzertreihe für experimentelle Musik. Sie entwickelt Bühnenwerke zu biografischen, gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Themen, für die sie in Archiven recherchiert und mit Interviews und Field Recordings arbeitet. Prägende künstlerische Impulse erhielt sie an der Berliner Volksbühne durch Johann Kresnik und in der Zusammenarbeit mit Tänzer:innen von Sasha Waltz & Guests. Sie entwickelte Arbeiten für Chöre, arbeitete mit dem Solistenensemble Kaleidoskop, Musikerinnen des Ensemble Mosaik, dem Choreografen Gabriel Galindez Cruz sowie der Dichterin Ulrike Almut Sandig zusammen. Ihre Arbeiten wurden u.a. im Haus des Rundfunks Berlin, im Radialsystem V präsentiert und auf Deutschlandfunk Kultur gesendet. Sie trat bei der Maerz Musik, der Klangwerkstatt Berlin sowie international auf Festivals auf. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Opus Klassik für den Musikfilm StimmenÜberLeben.  

Fulya Uçanok und Ulrike Ruf waren von Februar bis Mai 2026 als Tandem im Rahmen der deutsch-türkischen Koproduktionsstipendien, unterstützt von der Allianz Foundation, Stipendiatinnen der Kulturakademie Tarabya.