Discipline: Duyurular

Die neuen Stipendiat:innen für das Stipendienjahr 2026/2027 stehen fest!

Datum 02. September 2026
Sparte Duyurular

Aus mehr als 270 Bewerbungen hat eine unabhängige Jury 15 Künstler:innen unterschiedlicher Disziplinen für das Stipendienjahr 2026/27 ausgewählt. Darunter befinden sich erneut zwei Künstler:innen-Tandems, die durch ein türkisch-deutsches Koproduktionsstipendium in Kooperation mit der Allianz Foundation an die Kulturakademie Tarabya kommen. Die neuen Stipendiat:innen ziehen ab dem 1. Oktober 2026 für jeweils viermonatige Aufenthalte in die Künstler:innen-Residenz am Bosporus. Zu den ausgewählten Künstler:innen gehören unter anderem Aditi Veena, Caique Tizzi, Dinçer Güçyeter, Enad Marouf, Murat Dikenci, Nele Wohlatz und das Künstler:innen-Tandem Rıza Efe Reis & Antonio Cezero.

Die Kulturakademie Tarabya in Istanbul eröffnet seit 15 Jahren neue Perspektiven, schafft grenzüberschreitende Begegnungen und ermöglicht nachhaltige Erfahrungen des kulturellen Austauschs zwischen der Türkei und Deutschland. Über 200 Künstler:innen haben bereits in der Residenz an ihren Projekten gearbeitet. Bewerben können sich Kulturtätige mit Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in Deutschland aus den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Künste, Literatur, Musik, Film, Publizistik und Kulturtheorie sowie deutsch-türkische Künstler:innen-Tandems, für die in Kooperation mit der Allianz Foundation Koproduktionsstipendien vergeben werden. Auch Alumni der Kulturakademie können sich für einen erneuten Aufenthalt in der Kulturakademie Tarabya bewerben.

Jury und Beirat
Die neuen Stipendiat:innen für das Stipendienjahr 2026/2027 wurden von einer unabhängigen sechsköpfigen Jury ausgewählt. Zu den Mitgliedern der aktuellen Jury gehören die Sozialwissenschaftlerin Esra Küçük in diesem Jahr vertreten durch den Theaterregisseur Nurkan Erpulat, der Direktor des Museum Ludwig in Köln Yilmaz Dziewior, die Komponistin und Musikerin Cymin Samawatie, das Künstlerische Leitungsteam von Sinema Transtopia Malve Lippmann und Can Sungun und die Journalistin und Autorin Christiane Schlötzer.

Die Jury wird vom Beirat der Kulturakademie berufen. Dem Beirat gehören Vertreter:innen des Bundestags, des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Auswärtigen Amts und des Goethe-Instituts an. Der Akademiebeirat berät auch über die konzeptionellen Leitlinien für die Kulturakademie. Seit 2026 tagt er unter dem Vorsitz der Staatsministerin Serap Güler, Auswärtiges Amt.

Vor der finalen Auswahl durch die Jury haben fünf unabhängige Fachberater:innen aus der Türkei nach einem Punkteverfahren ihre Bewertungen abgegeben. Ihre nicht bindenden Rankings lagen der Jury bei der Auswahlsitzung vor. Die Fachberater:innen für 2026/2027 waren:

Gülhan Kadim (Kumbaracı50), T. Melih Görgün (Sinopale), Müge Turan (İstanbul Modern), Şevket Akıncı (Musiker und Akademiker) und Tanıl Bora (İletişim Yayınları).

Die ausgewählten Stipendiat:innen für das Jahr 2026/27 sind:

Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
Dinçer Güçyeter, Hristina Susak, Julia Kurz, Merve Ünsal & Banu Çiçek Tülü und Sandra Teitge

Februar 2027 bis 31. Mai 2027
Aditi Veena, Caique Tizzi, Emre Abut, Murat Dikenci, Nele Wohlatz und Rıza Efe Reis & Antonio Cerezo

Juni 2027 bis 30. September 2027
Enad Marouf und Narges Kalhor

Zu den diesjährigen ausgewählten Alumni, die im Rahmen eines Aufbau-Stipendiums nach Tarabya zurückkehren, gehören:

Murat Adash (Februar-März 2027)
Stellan Veloce (April 2027)
Aykan Safoğlu (Mai 2027)

Aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen auf dem Gelände der Kulturakademie kann die Akademie im kommenden Stipendienjahr zeitweise weniger Stipendiat:innen beherbergen. Im Zeitraum Juni bis September 2027 werden deshalb im Rahmen des 15jährigen Jubiläums der Kulturakademie Tarabya Pop-Up-Residenzen außerhalb Istanbuls angeboten.

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Alumni-Netzwerktreffen zum 75-jährigen Jubiläum des Goethe-Instituts

Datum 23. Juni 2026
Sparte Duyurular
© Goethe-Institut / Dorothea Tuch

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Goethe-Instituts kamen im Haus der Berliner Festspiele am 23. Juni 2026 neben Freund:innen, wichtigen Partner:innen und politischen Vertreter:innen auch Alumni der vier großen Residenzprogramme des Goethe-Instituts zusammen: der Kulturakademie Tarabya, der Villa Kamogawa (Japan), der Villa Sul (Brasilien) und der Bangalore Residency (Indien).

Das Alumni-Netzwerktreffen bot nicht nur Gelegenheit zum Austausch der Stipendiat:innen untereinander sondern auch Raum für strategische Gespräche mit den Vertreter:innen der Residenzprogramme. An verschiedenen Themeninseln diskutierten die Teilnehmenden über zentrale Fragen der internationalen Residenzarbeit – von Residenzformaten, Kultursensibilität, Nachhaltigkeit und Inklusion bis hin zur langfristigen Wirkung von Residenzprogrammen und den Bedarfen von Künstler:innen auch über den eigentlichen Aufenthaltszeitraum hinaus. Die vielfältigen Perspektiven und Erfahrungen der Alumni liefern wertvolle Impulse für die Reflexion und Weiterentwicklung der Programme.

Im Anschluss an das Netzwerktreffen wurde das 75-jährige Jubiläum des Goethe-Instituts mit einem Festakt gefeiert. Nach Grußworten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsidentin des Goethe-Instituts, Gesche Joost, präsentierte ein abwechslungsreiches künstlerisches Programm die Vielfalt des internationalen Netzwerks des Goethe-Instituts. Beim anschließenden Empfang wurden die Gespräche des Tages fortgeführt und neue Kontakte geknüpft. Ein besonderes Highlight des Abends war der künstlerische Beitrag der Kulturakademie-Alumna Mehtap Baydu im Garten des Hauses der Berliner Festspiele. Ihre Installation und Performance Şifa, die für den Festakt als Videoinstallation adaptiert wurde, war erstmals beim Sommerfestival 2024 der Kulturakademie Tarabya zu sehen und fand nun ihren Weg von Tarabya nach Berlin.

Das Treffen machte einmal mehr deutlich, welchen Stellenwert der kontinuierliche Austausch mit den Alumni für die Kulturakademie Tarabya hat und wie fest dieser im Selbstverständnis der Akademie verankert ist. Beziehungen, die weit über die Residenzzeit hinausreichen, nachhaltiger kultureller Austausch und langfristige künstlerische Kooperationen gehören seit der Gründung der Kulturakademie zu ihren zentralen Anliegen. Umso mehr freut es uns, wenn ehemalige Stipendiat:innen nach Tarabya zurückkehren, neue Projekte entwickeln oder bereits begonnene Arbeiten weiterführen und abschließen. Dies fördert die Kulturakademie über das Tarabya-Stipendium hinaus im Rahmen von Aufbau-Stipendien sowie den Alumni Fonds. Ebenso bereichernd ist es zu erleben, wie Arbeiten, die in Tarabya entstanden oder durch die dortigen Recherchen, Begegnungen und Kooperationen geprägt wurden, ihren Weg zurück nach Deutschland und in internationale Kontexte finden – wie zuletzt Mehtap Baydus Şifa. Gerade diese langfristigen Verbindungen zeigen, dass die Wirkung einer Residenz weit über den eigentlichen Aufenthaltszeitraum hinausreicht.

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© Goethe-Institut / Dorothea Tuch

© Goethe-Institut / Dorothea Tuch

© Goethe-Institut / Dorothea Tuch

© Goethe-Institut / Dorothea Tuch

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