Discipline: Literatur

Liefern - der neue Roman von Tomer Gardi

Jahr 2026
Sparte Literatur

Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. In seinem neu erschienenen Roman Liefern verbindet Tomer Gardi ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos.

Ausgangspunkt des Romans stellen Gardis Reisen und Rechercheaufenthalte in den fünf verschiedenen Städten dar; so auch sein Aufenthalt an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Im engen Austausch und begleitet von Mesut Çeki (Lieferant, Betreiber von kuryehaber.com und Leiter von Kurye Hakları Derneği) und Başak Kocadost (Soziologin und Aktivistin stellte er Kontakte zu verschiedenen Istanbuler Essenslieferanten her. In mehrere Interviews sprach er mit ihnen über ihre Erfahrungen und Schwierigkeiten aber auch über ihre Wünsche und Träume. Diese Eindrücke boten die Grundlage für Gardis fiktiven Schreibprozess des Buchteils Mimesis, welcher in Istanbul spielt.

In diesem Teil reisen zwei Personen, getrieben von dem Plan einer Haartransplantation, von Berlin nach Istanbul, wo sie einem Essenslieferanten begegnen. Der Abschnitt Mimesis, von Gardi im Rahmen seines Residenzaufenthalts auf Hebräisch geschrieben und von Anne Birkenhauer ins Deutsche übersetzt, ist gleichzeitig auch der längste Teil des Buches.

Mit Liefern erzählt Tomer Gardi von Globalisierung und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit; eine literarische Weltreise in sechs Episoden mit Aktualität und politischer Relevanz.

Olga Martynova

Jahr 2025
Sparte Literatur

Olga Martynova, aufgewachsen in Leningrad, wo sie in den 1980er Jahren die Dichtergruppe »Kamera Chranenia« mitbegründete. 1991 zog sie zusammen mit Oleg Jurjew (1959–2018) nach Deutschland. Seit 1999 schreibt sie literarische Texte nicht nur auf Russisch, sondern auch in deutscher Sprache. Seit 2018 schreibt sie nur noch auf Deutsch. Olga Martynova ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz). Sie erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (2012) und den Berliner Literaturpreis (2015). Zuletzt erschienen bei S. Fischer Martynovas‘ Gespräch über die Trauer (2023) und Such nach dem Namen des Windes: Gedichte (2024).

Olga Martynova war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Literatur
© Alberto Novelli/Villa Massimo

Olga Martynova, aufgewachsen in Leningrad, wo sie in den 1980er Jahren die Dichtergruppe »Kamera Chranenia« mitbegründete. 1991 zog sie zusammen mit Oleg Jurjew (1959–2018) nach Deutschland. Seit 1999 schreibt sie literarische Texte nicht nur auf Russisch, sondern auch in deutscher Sprache. Seit 2018 schreibt sie nur noch auf Deutsch. Olga Martynova ist Mitglied des PEN und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Mainz). Sie erhielt u. a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (2012) und den Berliner Literaturpreis (2015). Zuletzt erschienen bei S. Fischer Martynovas‘ Gespräch über die Trauer (2023) und Such nach dem Namen des Windes: Gedichte (2024).

Olga Martynova war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Mati Shemoelof

Jahr 2025
Sparte Literatur

Mati Shemoelof ist ein arabisch-jüdischer Dichter, Autor und Journalist und lebt in Berlin. In seinen zwölf Büchern – darunter Lyrik, Prosa und Essays – setzt er sich mit Exil, Identität und Erinnerung aus einer diasporischen Perspektive auseinander. Geboren in Haifa als Kind irakischer, iranischer, kurdischer und syrischer jüdischer Familien, prägt sein diasporisches Erbe eine mehrsprachige und multikulturelle Stimme. Als Mitbegründer von Initiativen wie Poetic Hafla und Anu: Jews and Arabs Writing in Berlin stellt Shemoelof eine Brücke zwischen arabisch-jüdischem Gedächtnis und zeitgenössischem europäischem Diskurs her. Zu seinen Werken zählen unter anderem der Roman Der Preis (PalmArtPress, 2025) sowie der zweisprachige Gedichtband Baghdad | Haifa | Berlin (Aphorisma Verlag, 2019), die eurozentrische Narrative herausfordern und poetische Räume der Koexistenz eröffnen. Seine Texte, die in zahlreichen Sprachen und Kulturkreisen erscheinen, befassen sich kritisch mit jüdisch-muslimischen Geschichten und postnationalen Identitäten.

Im Jahr 2024 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds zur Entwicklung eines neuen poetischen Experiments mit dem Titel Jüdisch Sound, Deutsche Wörter. Darin erforscht er die Hybriditäten des Exils und die vergessenen Echos arabisch-jüdischer Moderne. Dieses Buch erscheint nächstes Jahr (Herbst, 2026) im Elif Verlag.

Mati Shemoelof war von Juni bis September 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Literatur
© Ronja Falkenbach

Mati Shemoelof ist ein arabisch-jüdischer Dichter, Autor und Journalist und lebt in Berlin. In seinen zwölf Büchern – darunter Lyrik, Prosa und Essays – setzt er sich mit Exil, Identität und Erinnerung aus einer diasporischen Perspektive auseinander. Geboren in Haifa als Kind irakischer, iranischer, kurdischer und syrischer jüdischer Familien, prägt sein diasporisches Erbe eine mehrsprachige und multikulturelle Stimme. Als Mitbegründer von Initiativen wie Poetic Hafla und Anu: Jews and Arabs Writing in Berlin stellt Shemoelof eine Brücke zwischen arabisch-jüdischem Gedächtnis und zeitgenössischem europäischem Diskurs her. Zu seinen Werken zählen unter anderem der Roman Der Preis (PalmArtPress, 2025) sowie der zweisprachige Gedichtband Baghdad | Haifa | Berlin (Aphorisma Verlag, 2019), die eurozentrische Narrative herausfordern und poetische Räume der Koexistenz eröffnen. Seine Texte, die in zahlreichen Sprachen und Kulturkreisen erscheinen, befassen sich kritisch mit jüdisch-muslimischen Geschichten und postnationalen Identitäten.

Im Jahr 2024 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds zur Entwicklung eines neuen poetischen Experiments mit dem Titel Jüdisch Sound, Deutsche Wörter. Darin erforscht er die Hybriditäten des Exils und die vergessenen Echos arabisch-jüdischer Moderne. Dieses Buch erscheint nächstes Jahr (Herbst, 2026) im Elif Verlag.

Mati Shemoelof war von Juni bis September 2025 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

BORDERS & BELONGING: Eine Lesereihe mit Alumni der Kulturakademie Tarabya

Datum 11.-22.12.2025
Sparte Literatur

Im Dezember 2025 feiert die Kulturakademie Tarabya die Veröffentlichung von drei Büchern, die während und nach Residenzaufenthalten in Istanbul entstanden sind – und nun erstmals auf Türkisch vorliegen. Die drei Autor:innen Dilek Mayatürk, Matthias Göritz und Necati Öziri präsentieren in Istanbul und darüber hinaus literarische Werke, die sich mit der Spurensuche über Grenzen und Generationen hinweg auseinandersetzen.

Die Reihe Borders & Belonging vereint drei Autor:innen, die mit ihrer Residenz in Tarabya und in ihrem Schreiben grenzübergreifenden Spuren folgen, die Generationen vor ihnen gelegt haben – in der Hoffnung, Antworten auf die komplexen Fragen von Zugehörigkeiten und Identitäten zu finden. In Lesungen, Gesprächen und Buchpremieren zeigen sie vom 11. bis 22. Dezember 2025 in Istanbul, Ankara und Izmir nicht nur Ergebnisse ihrer Spurensuche, sondern auch den sehr lebendigen kulturellen Dialog zwischen der Türkei und Deutschland.

Den Auftakt der Reihe Borders & Belonging bilden ein Booklaunch (11.12.), ein Auftritt bei der International İstanbul Book Fair (13.12.) sowie eine Lesung (14.12.) mit Matthias Göritz. Sein Roman Die Sprache der Sonne entwirft ein vielschichtiges Panorama aus Vergangenheit und Gegenwart. Die US-Amerikanerin Lee reist nach Istanbul, um das Schicksal ihrer deutsch-jüdischen Großmutter in den 1930er-Jahren zu erforschen. Der Roman verbindet Exilgeschichte mit der Frage, wie Sprache und Erinnerung Identität formen, und erschien 2025 erstmals auf Türkisch.

Dilek Mayatürk präsentiert bei einer Buchpremiere (15.12.) ihren neuen Gedichtband Neden Olmasın („Warum nicht“) und mit ihm einen poetischen Raum für Grenzüberschreitungen auf geografischer, sprachlicher und emotionaler Ebene. Ihre Texte handeln von Nähe und Distanz, vom Leben zwischen Kulturen und von der Sprache als Heimat.

Necati Öziri wird seinen neu auf Türkisch erschienen Roman Vatermal im Rahmen einer Lesung mit Gespräch (20.12.) vorstellen. Das Buch erzählt die Geschichte von Arda, der zwischen den Welten seiner türkischstämmigen Familie und der deutschen Gesellschaft aufwächst. 2023 wurde der intensive Text über Herkunft, Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach dem abwesenden Vater für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Alle drei Autor:innen unterstreichen mit ihren Büchern und ihren Veranstaltungen die wichtige Rolle der Kulturakademie Tarabya als Ort der Begegnung, des Dialogs und der kreativen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei. Seit seiner Gründung im Oktober 2011 hat das Residenzhaus am Bosporus mehr als 200 Künstler:innen aus Deutschland die Möglichkeit geboten, für mehrere Monate in Istanbul zu leben und zu arbeiten. Die in dieser Zeit geknüpften Netzwerke zur türkischen Kulturszene wirken meist weit über den Residenzaufenthalt hinaus. Viele Alumni kommen für Ausstellungen, Aufführungen und Kooperationsprojekte zurück an den Bosporus – oder für die Veröffentlichung ihrer Bücher bei türkischen Verlagen.

Termine:

  • 11.12.2025, 18:00 Uhr – Matthias Göritz: Book Launch Party in der Gala Gallery
  • 12.12.2025, 18:00 Uhr – Dilek Mayatürk: Reading an der Boğaziçi Üniversitesi (Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung hier)
  • 13.12.2025, 14:00 Uhr – Matthias Göritz: Reading auf der International İstanbul Book Fair
  • 14.12.2025, 16:00 Uhr – Matthias Göritz: Reading im Yazmak Atölyesi
  • 15.12.2025, 19:00 Uhr – Dilek Mayatürk: Book Launch im Minoa Pera
  • 17.12.2025, 11:00 Uhr – Matthias Göritz: Reading an der Istanbul University (geschlossene Veranstaltung)
  • 18.12.2025 – Matthias Göritz: Reading an der Hacettepe University Ankara (geschlossene Veranstaltung)
  • 20.12.2025, 15:00 Uhr – Necati Öziri: Reading & Book Launch im Kadıköy Istanbul Kitapçısı
  • 22.12.2025 – Matthias Göritz: Reading an der Ege University İzmir (geschlossene Veranstaltung)
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Tunay Önder

Jahr 2025
Sparte Literatur

Tunay Önder ist Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Ihre Arbeiten fokussieren auf emanzipatorische Kämpfe im Kontext der Migrationsgesellschaft und bewegen sich an der Schnittstelle von Text, Performance, Installation und Diskurs. Önder studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Bosporus-Universität Istanbul und an der Universität Heidelberg, wo sie ihr Studium mit einem Magister abschloss. Kuratorische Projekte führten sie zu den Münchner Kammerspielen, der Wiesbaden Biennale, dem FAVORITEN Festival in Dortmund und dem Münchner Stadtmuseum. 2018 wurde sie für den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München nominiert. Im Jahr 2022 nahm sie mit einem Stipendium der Max Kade Foundation am International Writing Program in Iowa (USA) teil. Ihr dokumentarisches Theaterstück Offene Wunde über den Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum OEZ (zusammen mit Christine Umpfenbach) wurde im April 2025 im Münchner Volkstheater uraufgeführt. Derzeit ist sie Teil des Kuratoriums im Kunstraum FLORIDA und arbeitet für das Kulturreferat München im Bereich Public History – Erinnerung im Öffentlichen Raum. Neben ihren beiden Büchern migrantenstadl (mit Imad Mustafa) und Urteile (Hg., mit Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi) erscheinen ihre Texte in Sammelbändern, im öffentlichen Raum, kommen auf die Bühne und materialisieren sich als Installation oder Performance.

Tunay Önder ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Literatur

Tunay Önder ist Autorin, Kuratorin und Künstlerin. Ihre Arbeiten fokussieren auf emanzipatorische Kämpfe im Kontext der Migrationsgesellschaft und bewegen sich an der Schnittstelle von Text, Performance, Installation und Diskurs. Önder studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Ethnologie an der Bosporus-Universität Istanbul und an der Universität Heidelberg, wo sie ihr Studium mit einem Magister abschloss. Kuratorische Projekte führten sie zu den Münchner Kammerspielen, der Wiesbaden Biennale, dem FAVORITEN Festival in Dortmund und dem Münchner Stadtmuseum. 2018 wurde sie für den Förderpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München nominiert. Im Jahr 2022 nahm sie mit einem Stipendium der Max Kade Foundation am International Writing Program in Iowa (USA) teil. Ihr dokumentarisches Theaterstück Offene Wunde über den Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum OEZ (zusammen mit Christine Umpfenbach) wurde im April 2025 im Münchner Volkstheater uraufgeführt. Derzeit ist sie Teil des Kuratoriums im Kunstraum FLORIDA und arbeitet für das Kulturreferat München im Bereich Public History – Erinnerung im Öffentlichen Raum. Neben ihren beiden Büchern migrantenstadl (mit Imad Mustafa) und Urteile (Hg., mit Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi) erscheinen ihre Texte in Sammelbändern, im öffentlichen Raum, kommen auf die Bühne und materialisieren sich als Installation oder Performance.

Tunay Önder ist von Oktober 2025 bis Januar 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Dichterinnentreffen mit Olga Martynova

Datum 27. Mai 2025
Sparte Literatur
Foto: Hasan Hüseyin Güneş
Foto: Hasan Hüseyin Güneş

Am Dienstag, 27. Mai, lädt die Kulturakademie Tarabya in Kooperation mit dem Yazmak Atölyesi im Rahmen der Reihe Dichter:innentreffen zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch mit der Dichterin, Schriftstellerin und Tarabya-Stipendiatin Olga Martynova ein.

Martynova liest aus ihrem aktuellen Gedichtband Such nach dem Namen des Windes: Gedichte (2024). Im Anschluss folgt ein Gespräch mit der Lyrikerin und Autorin Gonca Özmen. Die Gedichte werden auch in türkischer Übersetzung von Efe Duyan gelesen.

Das Gespräch findet auf Deutsch und Türkisch statt.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch aufgrund begrenzter Plätze erforderlich.

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Sasha Salzmann

Jahr 2013
Sparte Literatur

Sasha Salzmann, Roman- und Theaterautor:in, Essayist:in und Kurator:in, war Mitbegründer:in des Kultur- und Gesellschaftsmagazins freitext und Leiter:in des STUDIO Я am Maxim Gorki Theater, Berlin. Salzmanns Theaterarbeiten sind in über 20 Sprachen übersetzt und unter anderem 2020 mit dem Kunstpreis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin, ausgezeichnet worden. 2017 erschien im Suhrkamp Verlag das Romandebüt Außer sich, das in 16 Sprachen übersetzt wurde und auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Sasha Salzmann moderiert im monatlichen Wechsel mit der Wiener Philosophin und Publizistin Isolde Charim die Gesprächsreihe „Apropos Gegenwart“ am Wiener Burgtheater. Im Herbst 2021 erscheint Salzmanns neuer Roman Im Menschen muss alles herrlich sein.

Sasha Salzmann war von September 2012 bis Februar 2013 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2013
Sparte Literatur
© Heike Steinweg

Sasha Salzmann, Roman- und Theaterautor:in, Essayist:in und Kurator:in, war Mitbegründer:in des Kultur- und Gesellschaftsmagazins freitext und Leiter:in des STUDIO Я am Maxim Gorki Theater, Berlin. Salzmanns Theaterarbeiten sind in über 20 Sprachen übersetzt und unter anderem 2020 mit dem Kunstpreis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste, Berlin, ausgezeichnet worden. 2017 erschien im Suhrkamp Verlag das Romandebüt Außer sich, das in 16 Sprachen übersetzt wurde und auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Sasha Salzmann moderiert im monatlichen Wechsel mit der Wiener Philosophin und Publizistin Isolde Charim die Gesprächsreihe „Apropos Gegenwart“ am Wiener Burgtheater. Im Herbst 2021 erscheint Salzmanns neuer Roman Im Menschen muss alles herrlich sein.

Sasha Salzmann war von September 2012 bis Februar 2013 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Moritz Rinke

Jahr 2013
Sparte Literatur

„Wenn Büchner im Woyzeck sagt, jeder Mensch ist ein Abgrund und jede Regenpfütze womöglich auch, dann beglaubigt das der Schriftsteller M. R., der im normalsten Wahnsinn die Mythen des Alltags entzaubert und zugleich eine abgründige Magie der Gegenwart evoziert.“

Peter von Becker

Moritz Rinke wurde in Worpswede geboren. Einige seiner preisgekrönten Geschichten und Essays erschienen unter dem Titel Der Blauwal im Kirschgarten sowie Das große Stolpern. Für sein Stück Der Mann, der noch keiner Frau Blöße entdeckte wurde er 1997 mit dem Literaturpreis des PEN-Club ausgezeichnet und für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, ebenso wie für Republik Vineta, das zum besten deutschsprachigen Stück 2001 gewählt und 2008 für das Kino verfilmt wurde. Im Sommer 2002 fand in Worms die Uraufführung von Die Nibelungen statt. Rinkes erste Arbeit für den Film September, in dem er auch als Schauspieler debütierte, wurde 2003 zu den Internationalen Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. 2010 erschien sein erster Roman Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, der auf Anhieb ein Bestseller wurde. Sein neuestes Stück Wir lieben und wissen nichts wurde am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt und wird an mehr als dreißig Bühnen gespielt. ZDF/ARTE drehten einen Film mit und über Moritz Rinke.

Rinke war von Mai bis September 2013 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2013
Sparte Literatur
© Joscha Jennessen

„Wenn Büchner im Woyzeck sagt, jeder Mensch ist ein Abgrund und jede Regenpfütze womöglich auch, dann beglaubigt das der Schriftsteller M. R., der im normalsten Wahnsinn die Mythen des Alltags entzaubert und zugleich eine abgründige Magie der Gegenwart evoziert.“

Peter von Becker

Moritz Rinke wurde in Worpswede geboren. Einige seiner preisgekrönten Geschichten und Essays erschienen unter dem Titel Der Blauwal im Kirschgarten sowie Das große Stolpern. Für sein Stück Der Mann, der noch keiner Frau Blöße entdeckte wurde er 1997 mit dem Literaturpreis des PEN-Club ausgezeichnet und für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, ebenso wie für Republik Vineta, das zum besten deutschsprachigen Stück 2001 gewählt und 2008 für das Kino verfilmt wurde. Im Sommer 2002 fand in Worms die Uraufführung von Die Nibelungen statt. Rinkes erste Arbeit für den Film September, in dem er auch als Schauspieler debütierte, wurde 2003 zu den Internationalen Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. 2010 erschien sein erster Roman Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel, der auf Anhieb ein Bestseller wurde. Sein neuestes Stück Wir lieben und wissen nichts wurde am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt und wird an mehr als dreißig Bühnen gespielt. ZDF/ARTE drehten einen Film mit und über Moritz Rinke.

Rinke war von Mai bis September 2013 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

José F. A. Oliver

Jahr 2013
Sparte Literatur

José F. A. Oliver, andalusischer Herkunft, wurde in Hausach im Schwarzwald geboren und lebt dort als freier Schriftsteller. Für seine dichterischen Arbeiten erhielt er u. a. 1989 das Literaturstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg e. V., 1994 das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats im Literarischen Colloquium Berlin. 2001 war Oliver Stadtschreiber in Dresden, 2002 Gastprofessor und writer-in-residence am MIT (Cambridge/USA) und 2004 Stadtschreiber in Kairo. 2007 hatte er die Chamisso-Poetik-Dozentur an der TU Dresden inne.

Neben seinen Stipendien, wie 2009 an der Keele-University in England und 2011 Jacobs-Universität Bremen, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie 1997 den Adelbert-von-Chamisso-Preis, 2007 den Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg, 2009 den Thaddäus-Troll-Preis und 2012 den Joachim Ringelnatz-Preis (Nachwuchs).

Seine Publikationen Unterschlupf (Gedichte, 2006), Mein andalusisches Schwarzwalddorf (Essays, 2007), und Fahrtenschreiber (Gedichte, 2010) erschienen bei Suhrkamp. José Oliver ist Kurator des 1998 von ihm ins Leben gerufenen Literaturfestivals Hausacher LeseLenz. Er hat gemeinsam mit dem Literaturhaus Stuttgart die Schreibwerkstätten für Schulen entwickelt. Sie fördern die Sprachsensibilität von Kindern und Jugendlichen und erweitern deren Verständnis im Umgang mit der Literatur.

José F. A. Oliver war von August bis Dezember 2013 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2013
Sparte Literatur

José F. A. Oliver, andalusischer Herkunft, wurde in Hausach im Schwarzwald geboren und lebt dort als freier Schriftsteller. Für seine dichterischen Arbeiten erhielt er u. a. 1989 das Literaturstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg e. V., 1994 das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats im Literarischen Colloquium Berlin. 2001 war Oliver Stadtschreiber in Dresden, 2002 Gastprofessor und writer-in-residence am MIT (Cambridge/USA) und 2004 Stadtschreiber in Kairo. 2007 hatte er die Chamisso-Poetik-Dozentur an der TU Dresden inne.

Neben seinen Stipendien, wie 2009 an der Keele-University in England und 2011 Jacobs-Universität Bremen, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie 1997 den Adelbert-von-Chamisso-Preis, 2007 den Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg, 2009 den Thaddäus-Troll-Preis und 2012 den Joachim Ringelnatz-Preis (Nachwuchs).

Seine Publikationen Unterschlupf (Gedichte, 2006), Mein andalusisches Schwarzwalddorf (Essays, 2007), und Fahrtenschreiber (Gedichte, 2010) erschienen bei Suhrkamp. José Oliver ist Kurator des 1998 von ihm ins Leben gerufenen Literaturfestivals Hausacher LeseLenz. Er hat gemeinsam mit dem Literaturhaus Stuttgart die Schreibwerkstätten für Schulen entwickelt. Sie fördern die Sprachsensibilität von Kindern und Jugendlichen und erweitern deren Verständnis im Umgang mit der Literatur.

José F. A. Oliver war von August bis Dezember 2013 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Katja Lange-Müller

Jahr 2014
Sparte Literatur

Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, DDR, war Schriftsetzerin und Hilfspflegerin in der Psychiatrie, sie studierte Literatur in Leipzig. Im November 1984 gelangte sie per Ausreiseantrag nach Westberlin, wo sie bis heute lebt. Katja Lange-Müllers literarische Arbeit ist geprägt von der deutsch-deutschen Geschichte und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Alfred-Döblin-Preis, dem Wilhelm-Raabe-Preis und dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. 2013 erhielt sie den Heinrich von Kleist-Preis. Im Herbst 2007 erschien der Roman Böse Schafe, und im Herbst 2016 ihr neuer Roman Drehtür.

Katja Lange-Müller war von Oktober 2013 bis Juni 2014 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2014
Sparte Literatur

Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, DDR, war Schriftsetzerin und Hilfspflegerin in der Psychiatrie, sie studierte Literatur in Leipzig. Im November 1984 gelangte sie per Ausreiseantrag nach Westberlin, wo sie bis heute lebt. Katja Lange-Müllers literarische Arbeit ist geprägt von der deutsch-deutschen Geschichte und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Alfred-Döblin-Preis, dem Wilhelm-Raabe-Preis und dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. 2013 erhielt sie den Heinrich von Kleist-Preis. Im Herbst 2007 erschien der Roman Böse Schafe, und im Herbst 2016 ihr neuer Roman Drehtür.

Katja Lange-Müller war von Oktober 2013 bis Juni 2014 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.