Strömungen: Videoarbeiten von Alumni der Kulturakademie Tarabya
Im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums der Kulturakademie Tarabya versammelt die Ausstellung Strömungen Videoarbeiten von Alumni unterschiedlicher Generationen und künstlerischer Disziplinen im Depo in Istanbul. Die gezeigten Werke verbinden Fragen von Bewegung, Wahrnehmung und Transformation und zeichnen dabei einen Weg vom Inneren des Körpers bis in urbane und landschaftliche Räume nach.
Ausgehend vom Herzschlag über Gestik und Tanz bis hin zum Streifen und Fließen durch Stadt und Land reflektieren die künstlerischen Arbeiten die stete Bewegung des Menschen als Form der Erkundung des eigenen Körpers und seiner Beziehung zur Außenwelt. Im Werk des Künstlerduos Özlem Günyol & Mustafa Kunt wird Bewegung als körperlicher Impuls erfahrbar. Das auf tänzerischen Ausdrucksformen basierende Video von Theo Eshetu sowie die Animationen von Sarah Szczesny untersuchen Bewegung als Prozess ständiger Verschiebung und Verwandlung. Anahita Razmi spielt mit der Bewegung als Protestform und in den Werken von Sven Johne, Jasmin İhraç und Isabelle Gerstner weitet sich die Perspektive schließlich auf den Stadtraum und auf das Wasser als Träger von Geschichten, Erfahrungen und Beziehungen. Alle beteiligten Künstler:innen machen in ihren Werken sichtbar, wie Bewegungen fortwirken, Spuren hinterlassen und neue Verbindungen ermöglichen.
Mit Strömungen greift die Ausstellung das Leitmotiv des Jubiläumsprogramms Wasser findet seinen Weg auf. Wasser verbindet Orte, transportiert Objekte und Erfahrungen und schafft Verbindungen über geografische, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg. Ähnlich wirken auch Residenzprogramme: Sie bringen Künstler:innen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, eröffnen neue Perspektiven und setzen Prozesse in Gang, deren Wirkung weit über den Residenzaufenthalt hinausreicht.
Die Kulturakademie Tarabya liegt unmittelbar am Bosporus, einer Wasserstraße, die seit Jahrhunderten Menschen, Kulturen und Geschichten miteinander verbindet und dabei gleichzeitig in zwei Richtungen fließt. Die in der Ausstellung gezeigten Videoarbeiten spiegeln deshalb nicht nur Bewegungen von Körpern, sondern auch jene oft unsichtbaren Strömungen von Ideen, Erinnerungen und Beziehungen, die zwischen den Kulturlandschaften der Türkei und Deutschlands zirkulieren. Damit macht Strömungen auch jene Prozesse sichtbar, die durch künstlerische Mobilität entstehen: das Fließen von Gedanken, den Austausch von Perspektiven und den fortdauernden Dialog zwischen Menschen, Kulturen und künstlerischen Positionen.
Beteiligte Künstler:innen
Anahita Razmi, Isabelle Gerstner, Jasmin İhraç, Özlem Günyol & Mustafa Kunt, Sarah Szczesny, Sven Johne, Theo Eshetu
Eröffnung am 05. November 2026 mit einer Performance von Jasmın İhraç
Veranstaltungsort: Depo, Istanbul
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Mercator.
In Kooperation mit Depo Istanbul.
Künstler:in
Anahita Razmi
Anahita Razmi ist eine deutsch-iranische bildende Künstlerin, die mit bewegten Bildern, Fotografie, Installation und Performance arbeitet. In ihrer transkulturellen künstlerischen Praxis setzt sie häufig Strategien der Aneignung und kontextuellen Verschiebung ein, um die Beziehungen zwischen Darstellung und Macht sowie Identität und Repräsentation zu dekonstruieren.
Razmis Werke wurden international gezeigt, u. a. im Museo Jumex, Mexiko-Stadt, in der Halle 14, Leipzig, in der Zacheta National Gallery of Art, Warschau, im Kunstraum Innsbruck, Österreich, im Sazmanab Center for Contemporary Art, Teheran, in der Kunsthalle Baden-Baden, Deutschland, im The National Art Center, Tokio, im Kunstmuseum Stuttgart, Deutschland, sowie auf der 7. Çanakkale Biennale, der 55. Biennale von Venedig und der 5. Bukarest-Biennale. Neben weiteren Preisen und Auszeichnungen erhielt Razmi ein Stipendium der Kulturakademie Tarabya, Istanbul (2020/2023), die Goethe at LUX Residency, London (2018), das MAK-Schindler-Stipendium, Los Angeles (2013) und den Emdash Award, Frieze Foundation, London (2011).
Anahita Razmi war von April bis Mai 2021 sowie von Dezember 2021 bis Januar 2022 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Ab März 2023 war Razmi wieder in Istanbul, zuerst unterstützt von der Zilberman Residency und ab April bis Mai 2023 im Rahmen einer Verlängerung als Stipendiatin an der Kulturakademie Tarabya.
Anahita Razmi ist eine deutsch-iranische bildende Künstlerin, die mit bewegten Bildern, Fotografie, Installation und Performance arbeitet. In ihrer transkulturellen künstlerischen Praxis setzt sie häufig Strategien der Aneignung und kontextuellen Verschiebung ein, um die Beziehungen zwischen Darstellung und Macht sowie Identität und Repräsentation zu dekonstruieren.
Razmis Werke wurden international gezeigt, u. a. im Museo Jumex, Mexiko-Stadt, in der Halle 14, Leipzig, in der Zacheta National Gallery of Art, Warschau, im Kunstraum Innsbruck, Österreich, im Sazmanab Center for Contemporary Art, Teheran, in der Kunsthalle Baden-Baden, Deutschland, im The National Art Center, Tokio, im Kunstmuseum Stuttgart, Deutschland, sowie auf der 7. Çanakkale Biennale, der 55. Biennale von Venedig und der 5. Bukarest-Biennale. Neben weiteren Preisen und Auszeichnungen erhielt Razmi ein Stipendium der Kulturakademie Tarabya, Istanbul (2020/2023), die Goethe at LUX Residency, London (2018), das MAK-Schindler-Stipendium, Los Angeles (2013) und den Emdash Award, Frieze Foundation, London (2011).
Anahita Razmi war von April bis Mai 2021 sowie von Dezember 2021 bis Januar 2022 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. Ab März 2023 war Razmi wieder in Istanbul, zuerst unterstützt von der Zilberman Residency und ab April bis Mai 2023 im Rahmen einer Verlängerung als Stipendiatin an der Kulturakademie Tarabya.
Künstler:in
Isabella Gerstner
Isabella Gerstner, geboren 1980 in Ellwangen, ist bildende Künstlerin und lebt in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis erforscht sie Schleifprozesse, Reibungen, Tatsachenverschiebungen und Tricks, die sie in den alltäglichen Handlungen und Gebrauchsweisen des öffentlichen Raumes aufspürt. Sie schafft Objekte, ortsspezifische Installationen und entwirft Aktionsräume, die als abstrakte Reibungsflächen den Status quo ihrer Umgebung zitieren und gleichzeitig ad absurdum führen. Nach einem Studium der Pädagogik und Kulturwissenschaft studierte sie Bildhauerei sowie Intermediales Gestalten und absolvierte ein Masterprogramm am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste, Berlin. Sie war Stipendiatin des Cusanuswerks, erhielt Förderungen für Arbeitsaufenthalte in Rotterdam und Paris sowie ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Während ihres Aufenthaltes an der Kulturakademie Tarabya arbeitete sie in einer Schleifmittel-Fabrik. In ihrem aktuellen Projekt entwickelt und gestaltet sie verwobene Bilder von den Rändern des Bosporus.
Isabella Gerstner war von Januar bis Mai 2017 und von Januar bis April 2018 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.
Isabella Gerstner, geboren 1980 in Ellwangen, ist bildende Künstlerin und lebt in Berlin. In ihrer künstlerischen Praxis erforscht sie Schleifprozesse, Reibungen, Tatsachenverschiebungen und Tricks, die sie in den alltäglichen Handlungen und Gebrauchsweisen des öffentlichen Raumes aufspürt. Sie schafft Objekte, ortsspezifische Installationen und entwirft Aktionsräume, die als abstrakte Reibungsflächen den Status quo ihrer Umgebung zitieren und gleichzeitig ad absurdum führen. Nach einem Studium der Pädagogik und Kulturwissenschaft studierte sie Bildhauerei sowie Intermediales Gestalten und absolvierte ein Masterprogramm am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste, Berlin. Sie war Stipendiatin des Cusanuswerks, erhielt Förderungen für Arbeitsaufenthalte in Rotterdam und Paris sowie ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Während ihres Aufenthaltes an der Kulturakademie Tarabya arbeitete sie in einer Schleifmittel-Fabrik. In ihrem aktuellen Projekt entwickelt und gestaltet sie verwobene Bilder von den Rändern des Bosporus.
Isabella Gerstner war von Januar bis Mai 2017 und von Januar bis April 2018 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.
Künstler:in
Jasmin Ihraç
Jasmin İhraç, Choreografin, Tänzerin und Soziologin, lebt und arbeitet in Berlin. Sie verbindet in ihrem interdisziplinären Ansatz zeitgenössischen Tanz und gesellschaftspolitische Themen. Ihre Arbeiten wurden u. a. in Berlin in der Volksbühne (Roter Salon), im Maxim Gorki Theater (Studio Я), im Ballhaus Naunynstraße und im HAU Hebbel am Ufer, in Paris im Palais de Tokyo sowie in Mühlheim an der Ruhr im Ringlokschuppen Ruhr gezeigt. Ihr Solo-Tanzprojekt Sahman-Grenze-Kuş und der Film Constant changes, silent witnesses, den sie im Rahmen der Artist-in-Residence-Stipendien der Kunststiftung NRW und der Kulturakademie Tarabya in Istanbul entwickelt hatte, wurden in verschiedenen Kontexten, Festivals, Galerien, Museen und Theatern präsentiert. Sie arbeitete mit deufert&plischke, Alexandra Pirici, Isabelle Schad, Taldans, Irena Haiduk und andcompany&Co und war zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ – HMT Leipzig und dem Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin – HZT Berlin tätig. 2024 feierte ihr Solo deep eye sea in Berlin Premiere und sie wurde von den Uferstudios für das Programm „Creative Crossroads Artists“ des europäischen Tanznetzwerks Life Long Burning ausgewählt. Ihre neue choreografische Arbeit Liquid Border of Solid Hope wird 2026 am Radialsystem in Berlin Premiere feiern.
Jasmin Ihraç war von September bis Dezember 2018 für vier Monate in der Kulturakademie Tarabya als eine der ersten Stipendiaten, die sich initiativ über den Open Call im September 2017 beworben hatten und war im Rahmen einer Verlängerung erneut von Oktober bis November 2025 vor Ort.
Jasmin İhraç, Choreografin, Tänzerin und Soziologin, lebt und arbeitet in Berlin. Sie verbindet in ihrem interdisziplinären Ansatz zeitgenössischen Tanz und gesellschaftspolitische Themen. Ihre Arbeiten wurden u. a. in Berlin in der Volksbühne (Roter Salon), im Maxim Gorki Theater (Studio Я), im Ballhaus Naunynstraße und im HAU Hebbel am Ufer, in Paris im Palais de Tokyo sowie in Mühlheim an der Ruhr im Ringlokschuppen Ruhr gezeigt. Ihr Solo-Tanzprojekt Sahman-Grenze-Kuş und der Film Constant changes, silent witnesses, den sie im Rahmen der Artist-in-Residence-Stipendien der Kunststiftung NRW und der Kulturakademie Tarabya in Istanbul entwickelt hatte, wurden in verschiedenen Kontexten, Festivals, Galerien, Museen und Theatern präsentiert. Sie arbeitete mit deufert&plischke, Alexandra Pirici, Isabelle Schad, Taldans, Irena Haiduk und andcompany&Co und war zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ – HMT Leipzig und dem Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin – HZT Berlin tätig. 2024 feierte ihr Solo deep eye sea in Berlin Premiere und sie wurde von den Uferstudios für das Programm „Creative Crossroads Artists“ des europäischen Tanznetzwerks Life Long Burning ausgewählt. Ihre neue choreografische Arbeit Liquid Border of Solid Hope wird 2026 am Radialsystem in Berlin Premiere feiern.
Jasmin Ihraç war von September bis Dezember 2018 für vier Monate in der Kulturakademie Tarabya als eine der ersten Stipendiaten, die sich initiativ über den Open Call im September 2017 beworben hatten und war im Rahmen einer Verlängerung erneut von Oktober bis November 2025 vor Ort.
Künstler:in
Özlem Günyol & Mustafa Kunt
Özlem Günyol (*1977, Ankara) und Mustafa Kunt (*1978, Ankara) studierten Bildhauerei an der Hacettepe-Universität und an der Städelschule. In ihrer Arbeit untersuchen sie die Repräsentation individueller und kollektiver Zugehörigkeit, die Bedeutung von Sprache, Macht- und Autoritätssymbole, medial vermittelte Informationen und deren Verbindung zu kulturell kodierten Verständnismustern. Unter anderen haben Özlem Günyol und Mustafa Kunt folgende Preise und Stipendien erhalten: HAP Grieshaber Preis der VG Bild-Kunst (2017); Stipendium für Q21 im MuseumsQuartier in Wien (2016); Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung (2015-2016); ars-viva-Preis für Bildende Kunst (2012); Stipendium für das Künstlerhaus Schloss Balmoral, New York (2011); Stipendium für die Temple Bar Gallery and Studios, Dublin (2011), J. W. Hector Kunstpreis (2009) sowie Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung (2007-2008). Ihre Werke sind derzeit in der Kunsthalle Baden-Baden in der Ausstellung Auditions for An Unwritten Opera bis zum 8. Oktober 2023, bei IMALAT-HANE im Rahmen der Ausstellung TEN: Abstractions, intimations, ruminations bis zum 2. Dezember 2023, und im Haifa Museum of Art in der Ausstellung Choreography of Resistance bis Ende Dezember 2023 zu sehen.
Özlem Günyol und Mustafa Kunt waren von Oktober 2022 bis Januar 2023 und erneut im Oktober 2023 Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya.
Özlem Günyol (*1977, Ankara) und Mustafa Kunt (*1978, Ankara) studierten Bildhauerei an der Hacettepe-Universität und an der Städelschule. In ihrer Arbeit untersuchen sie die Repräsentation individueller und kollektiver Zugehörigkeit, die Bedeutung von Sprache, Macht- und Autoritätssymbole, medial vermittelte Informationen und deren Verbindung zu kulturell kodierten Verständnismustern. Unter anderen haben Özlem Günyol und Mustafa Kunt folgende Preise und Stipendien erhalten: HAP Grieshaber Preis der VG Bild-Kunst (2017); Stipendium für Q21 im MuseumsQuartier in Wien (2016); Reisestipendium der Hessischen Kulturstiftung (2015-2016); ars-viva-Preis für Bildende Kunst (2012); Stipendium für das Künstlerhaus Schloss Balmoral, New York (2011); Stipendium für die Temple Bar Gallery and Studios, Dublin (2011), J. W. Hector Kunstpreis (2009) sowie Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung (2007-2008). Ihre Werke sind derzeit in der Kunsthalle Baden-Baden in der Ausstellung Auditions for An Unwritten Opera bis zum 8. Oktober 2023, bei IMALAT-HANE im Rahmen der Ausstellung TEN: Abstractions, intimations, ruminations bis zum 2. Dezember 2023, und im Haifa Museum of Art in der Ausstellung Choreography of Resistance bis Ende Dezember 2023 zu sehen.
Özlem Günyol und Mustafa Kunt waren von Oktober 2022 bis Januar 2023 und erneut im Oktober 2023 Stipendiat:innen der Kulturakademie Tarabya.
Künstler:in
Sarah Szczesny
Sarah Szczesny lebt und arbeitet in Köln. Sie schloss ihr Kunststudium 2009 als Meisterschülerin von Prof. Rosemarie Trockel ab. Seit 2021 hat sie einen interdisziplinären Lehrauftrag für Visuelle Methoden an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, seit 2024 lehrt sie Malerei an der Universität zu Köln und war Gastdozentin an der Kunstakademie Münster. Ihre Arbeiten in den Bereichen Malerei, Collage, Video und Performance wurden national und international gezeigt, unter anderem im Kunstverein Düsseldorf, im Neuer Aachener Kunstverein, bei Ludlow 38 und der Martos Gallery in New York sowie bei O-Town House in Los Angeles. Essenziell für ihre Praxis ist das Infragestellen kultureller Hierarchien sowie eine experimentelle Erweiterung der Malerei durch Animation, Sound und popkulturelle Referenzen. Seit 2016 arbeitet sie gemeinsam mit der Musikerin und Produzentin Lena Willikens an dem prozessualen Projekt Phantom Kino Ballett, das Performances, Videoarbeiten und Installationen umfasst und in Kunstinstitutionen, Theatern sowie auf Musik- und Filmfestivals präsentiert wird.
Sarah Szczesny war von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.
Sarah Szczesny lebt und arbeitet in Köln. Sie schloss ihr Kunststudium 2009 als Meisterschülerin von Prof. Rosemarie Trockel ab. Seit 2021 hat sie einen interdisziplinären Lehrauftrag für Visuelle Methoden an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, seit 2024 lehrt sie Malerei an der Universität zu Köln und war Gastdozentin an der Kunstakademie Münster. Ihre Arbeiten in den Bereichen Malerei, Collage, Video und Performance wurden national und international gezeigt, unter anderem im Kunstverein Düsseldorf, im Neuer Aachener Kunstverein, bei Ludlow 38 und der Martos Gallery in New York sowie bei O-Town House in Los Angeles. Essenziell für ihre Praxis ist das Infragestellen kultureller Hierarchien sowie eine experimentelle Erweiterung der Malerei durch Animation, Sound und popkulturelle Referenzen. Seit 2016 arbeitet sie gemeinsam mit der Musikerin und Produzentin Lena Willikens an dem prozessualen Projekt Phantom Kino Ballett, das Performances, Videoarbeiten und Installationen umfasst und in Kunstinstitutionen, Theatern sowie auf Musik- und Filmfestivals präsentiert wird.
Sarah Szczesny war von Februar bis Mai 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.
Künstler:in
Sven Johne
Sven Johne arbeitet vor allem mit Fotografie, Film, Text und Artistic Research. Er wurde 1976 in Bergen auf Rügen, DDR, geboren und lebt heute in Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich oft mit den gesellschaftlichen Folgen der deutschen Wiedervereinigung und sozialen Umbrüchen im gesamten politischen Westen. Johne verbindet dabei oft dokumentarisch-biografische Recherche mit fiktionalen oder literarischen Elementen. Dadurch bewegen sich seine Werke zwischen Realität, Erinnerung und Erzählung. Johne interessieren dabei oft persönliche Einzelschicksale und Nebenschauplätze, die „Fußnoten der Weltgeschichte“. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, auf Festivals und Biennalen gezeigt, u. a. Berlin Biennale (2022), Karachi Biennale Pakistan (2019), Riga Biennale (2018), OFF Biennale Budapest (2017), Thessaloniki Biennale (2015). wurde bereits vielfach gewürdigt, unter anderem 2016 Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (in der Sektion Bildende Kunst), Casa Baldi Stipendium der deutschen Akademie Villa Massimo (2013), Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium (2010), Marion-Ermer-Preis (2005), Stipendium für zeitgenössische deutsche Fotografie der Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (2004). Zuletzt erhielt er für seine umfangreichen Projekte das Visit-Stipendium der E.ON Stiftung (2022) und ein Stipendium der DZ Bank Kunststiftung (2025). Seine Arbeiten sind in vielen deutschen und internationalen Sammlungen vertreten, u.a. Museum Folkwang, Essen, MUDAM, Luxembourg, Pinakothek der Moderne, München, oder in der Fondazione Mast, Bologna, Italien.
Sven Johne war von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.
Sven Johne arbeitet vor allem mit Fotografie, Film, Text und Artistic Research. Er wurde 1976 in Bergen auf Rügen, DDR, geboren und lebt heute in Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich oft mit den gesellschaftlichen Folgen der deutschen Wiedervereinigung und sozialen Umbrüchen im gesamten politischen Westen. Johne verbindet dabei oft dokumentarisch-biografische Recherche mit fiktionalen oder literarischen Elementen. Dadurch bewegen sich seine Werke zwischen Realität, Erinnerung und Erzählung. Johne interessieren dabei oft persönliche Einzelschicksale und Nebenschauplätze, die „Fußnoten der Weltgeschichte“. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, auf Festivals und Biennalen gezeigt, u. a. Berlin Biennale (2022), Karachi Biennale Pakistan (2019), Riga Biennale (2018), OFF Biennale Budapest (2017), Thessaloniki Biennale (2015). wurde bereits vielfach gewürdigt, unter anderem 2016 Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (in der Sektion Bildende Kunst), Casa Baldi Stipendium der deutschen Akademie Villa Massimo (2013), Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium (2010), Marion-Ermer-Preis (2005), Stipendium für zeitgenössische deutsche Fotografie der Alfried-Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (2004). Zuletzt erhielt er für seine umfangreichen Projekte das Visit-Stipendium der E.ON Stiftung (2022) und ein Stipendium der DZ Bank Kunststiftung (2025). Seine Arbeiten sind in vielen deutschen und internationalen Sammlungen vertreten, u.a. Museum Folkwang, Essen, MUDAM, Luxembourg, Pinakothek der Moderne, München, oder in der Fondazione Mast, Bologna, Italien.
Sven Johne war von Juni bis September 2026 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.
Künstler:in
Theo Eshetu
Theo Eshetu, geboren 1958 in London, verbrachte seine Kindheit zwischen Äthiopien, dem Senegal und Italien; heute lebt er in Berlin. Seit seinem Abschluss in Kommunikationsdesign 1981 an der North East London Polytechnic arbeitet er an einer Reihe neuer Medienformate, von Dokumentar- und Experimentalfilmen bis hin zu Videoinstallationen und Fotografie. Seine Werke wurden international gezeigt, u. a. bei der Shanghai Biennale (2017), bei der Documenta14 in Athen und Kassel (2017), bei Dak’Art, Senegal (2016) und bei der Venedig Biennale (2011). Seine Installation Till Death Us Do Part (1980er Jahre) wurde in die Sammlung des MoMa, New York aufgenommen. 2019 hatte er eine Einzelausstellung Faces and Places (2019) bei Akbank Sanat in Istanbul, 2020 entwickelte er eine Arbeit für die Gwangju Biennale, 2021 wird sein Film The Moving Museum im Humboldt Forum, Berlin, präsentiert, zudem ist er Stipendiat des Smithsonian Institute in Washington DC. In Tarabya führte er die Dreharbeiten zum Projekt Europa and the Bull with Antelope Horns mit Judith Rosmair durch.
Theo Eshetu war von Oktober bis Dezember 2016, von September bis November 2017 und von Juli bis August 2018 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.
Theo Eshetu, geboren 1958 in London, verbrachte seine Kindheit zwischen Äthiopien, dem Senegal und Italien; heute lebt er in Berlin. Seit seinem Abschluss in Kommunikationsdesign 1981 an der North East London Polytechnic arbeitet er an einer Reihe neuer Medienformate, von Dokumentar- und Experimentalfilmen bis hin zu Videoinstallationen und Fotografie. Seine Werke wurden international gezeigt, u. a. bei der Shanghai Biennale (2017), bei der Documenta14 in Athen und Kassel (2017), bei Dak’Art, Senegal (2016) und bei der Venedig Biennale (2011). Seine Installation Till Death Us Do Part (1980er Jahre) wurde in die Sammlung des MoMa, New York aufgenommen. 2019 hatte er eine Einzelausstellung Faces and Places (2019) bei Akbank Sanat in Istanbul, 2020 entwickelte er eine Arbeit für die Gwangju Biennale, 2021 wird sein Film The Moving Museum im Humboldt Forum, Berlin, präsentiert, zudem ist er Stipendiat des Smithsonian Institute in Washington DC. In Tarabya führte er die Dreharbeiten zum Projekt Europa and the Bull with Antelope Horns mit Judith Rosmair durch.
Theo Eshetu war von Oktober bis Dezember 2016, von September bis November 2017 und von Juli bis August 2018 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.