Strömungen: Videoarbeiten von Alumni der Kulturakademie Tarabya 

Datum 05. - 22. November 2026
Sparte 15 Jahre Kulturakademie Tarabya

Im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums der Kulturakademie Tarabya versammelt die Ausstellung Strömungen Videoarbeiten von Alumni unterschiedlicher Generationen und künstlerischer Disziplinen im Depo in Istanbul. Die gezeigten Werke verbinden Fragen von Bewegung, Wahrnehmung und Transformation und zeichnen dabei einen Weg vom Inneren des Körpers bis in urbane und landschaftliche Räume nach. 

Ausgehend vom Herzschlag über Gestik und Tanz bis hin zum Streifen und Fließen durch Stadt und Land reflektieren die künstlerischen Arbeiten die stete Bewegung des Menschen als Form der Erkundung des eigenen Körpers und seiner Beziehung zur Außenwelt. Im Werk des Künstlerduos Özlem Günyol & Mustafa Kunt wird Bewegung als körperlicher Impuls erfahrbar. Das auf tänzerischen Ausdrucksformen basierende Video von Theo Eshetu sowie die Animationen von Sarah Szczesny untersuchen Bewegung als Prozess ständiger Verschiebung und Verwandlung. Anahita Razmi spielt mit der Bewegung als Protestform und in den Werken von Sven Johne, Jasmin İhraç und Isabelle Gerstner weitet sich die Perspektive schließlich auf den Stadtraum und auf das Wasser als Träger von Geschichten, Erfahrungen und Beziehungen. Alle beteiligten Künstler:innen machen in ihren Werken sichtbar, wie Bewegungen fortwirken, Spuren hinterlassen und neue Verbindungen ermöglichen. 

Mit Strömungen greift die Ausstellung das Leitmotiv des Jubiläumsprogramms Wasser findet seinen Weg auf. Wasser verbindet Orte, transportiert Objekte und Erfahrungen und schafft Verbindungen über geografische, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg. Ähnlich wirken auch Residenzprogramme: Sie bringen Künstler:innen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen, eröffnen neue Perspektiven und setzen Prozesse in Gang, deren Wirkung weit über den Residenzaufenthalt hinausreicht. 

Die Kulturakademie Tarabya liegt unmittelbar am Bosporus, einer Wasserstraße, die seit Jahrhunderten Menschen, Kulturen und Geschichten miteinander verbindet und dabei gleichzeitig in zwei Richtungen fließt. Die in der Ausstellung gezeigten Videoarbeiten spiegeln deshalb nicht nur Bewegungen von Körpern, sondern auch jene oft unsichtbaren Strömungen von Ideen, Erinnerungen und Beziehungen, die zwischen den Kulturlandschaften der Türkei und Deutschlands zirkulieren. Damit macht Strömungen auch jene Prozesse sichtbar, die durch künstlerische Mobilität entstehen: das Fließen von Gedanken, den Austausch von Perspektiven und den fortdauernden Dialog zwischen Menschen, Kulturen und künstlerischen Positionen. 

 

Beteiligte Künstler:innen 

Anahita Razmi, Isabelle Gerstner, Jasmin İhraç, Özlem Günyol & Mustafa Kunt, Sarah Szczesny, Sven Johne, Theo Eshetu 

 
Eröffnung am 05. November 2026 mit einer Performance von Jasmın İhraç

Veranstaltungsort: Depo, Istanbul

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Mercator.
In Kooperation mit Depo Istanbul.
 

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