Discipline: Darstellende Kunst

Uraufführung von Artist Unknown* İvi was here in Athen

Datum 20. September 2026
Sparte Darstellende Kunst
© Goethe-Institut Athen

Am 20. September 2026 feierte die Produktion Artist Unknown* Ivi was here / Sanatçısı Belirsiz* İvi Buradaydı der Kulturakademie-Alumnae Elif Sözer und Zeynep Özden ihre Uraufführung im Stadttheater von Piräus. Das Stück wurde auf Türkisch mit griechischen Übertiteln gezeigt. Nach einer langen Recherche- und Entwicklungsphase, unter anderem während zweier Aufenthalte an der Kulturakademie Tarabya, wurde das Stück in jener Stadt aufgeführt, in der die Malerin İvi Stangali nach ihrer Ausweisung aus der Türkei im Jahr 1964 den Rest ihres Lebens verbrachte.

Die 1922 in Istanbul geborene griechische Künstlerin gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten des Kunstlebens ihrer Zeit. Nach ihrer Ausweisung verschwand sie jedoch nicht nur aus Istanbul, sondern zunehmend auch aus dem kulturellen Gedächtnis und der Kunstgeschichte der Stadt.

Unter den Zuschauer:innen waren neben İvi Stangalis Tochter Maya Stangali auch mehrere Istanbuler Griech:innen, die 1964 ausgewiesen worden waren oder Istanbul in den darauffolgenden Jahren verlassen mussten. Die Farben, Wellen und Klänge des Abends führten sie, wie sie im Anschluss berichteten, zurück in ihre Kindheit an der Küste von Kumkapı in Istanbul.

Im Anschluss an die Vorstellung kam Maya Stangali auf die Bühne und verlas einen Brief, in dem sie dem Produktionsteam für die Arbeit dankte. Das Stück sei voller Sensibilität und Poesie – und hätte auch İvi selbst sehr gefallen und sie berührt. Zugleich stellte Maya Stangali in ihrem Brief eine Verbindung zur Gegenwart her: Das Stück erzähle nicht nur von İvi, sondern auch von Menschen, die heute gezwungen sind, ihre Heimat und ihr bisheriges Leben zu verlassen. Gerade die Geschichte eines einzelnen Menschen erinnere daran, dass Geflüchtete auch heute Namen und Geschichten haben sowie ein Recht darauf, gesehen zu werden.

Nach der Uraufführung in Athen feiert das Stück der beiden ehemaligen Koproduktionsstipendiatinnen am 3. November im Rahmen des Istanbul Theatre Festivals seine Türkei-Premiere – an dem Ort, an dem İvi Stangalis Geschichte begann und an dem ihre Spuren nach 1964 zunehmend ausgelöscht wurden.

 

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© Goethe-Institut Athen

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© Goethe-Institut Athen

Nele Stuhler

Jahr 2026
Sparte Darstellende Kunst

Nele Stuhler wurde in Osterburg (Altmark) geboren und wuchs in Berlin auf. Sie studierte Volksbühne in Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und nahm am Lehrgang FORUM TEXT von uniT Graz teil. Sie arbeitet als Hörspiel- und Theaterautorin und -regisseurin. Unter anderem war sie zuletzt an der Volksbühne Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Schauspiel Köln, dem Volkstheater München, dem Schauspielhaus Wien, den Sophiensaelen und dem HAU vertreten. Für ihr Stück Fische erhielt sie den Else-Lasker-Schüler Stückepreis. Ihre Gaia Triologie wurde u.a. im Rahmen der Autor:innentheatertage Berlin uraufgeführt. Zudem schrieb sie das Stück Keine Ahnung, das Hörspiel Keine Ahnung und das Buch Keine Ahnung, das 2021 im Korbinian Verlag erschien. Zuletzt prämierte Und oder oder oder oder und und beziehungsweise und oder beziehungsweise oder und beziehungsweise einfach und am Residenztheater München und Leichter Gesang am Deutschen Theater Berlin, was unter anderem zum Heidelberger Stückemarkt und zum Dramatiker:innenfestival Graz eingeladen wurde.

Nele Stuhler war von Juni bis September 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2026
Sparte Darstellende Kunst
© Birgit von Bally

Nele Stuhler wurde in Osterburg (Altmark) geboren und wuchs in Berlin auf. Sie studierte Volksbühne in Berlin, Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und nahm am Lehrgang FORUM TEXT von uniT Graz teil. Sie arbeitet als Hörspiel- und Theaterautorin und -regisseurin. Unter anderem war sie zuletzt an der Volksbühne Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Schauspiel Köln, dem Volkstheater München, dem Schauspielhaus Wien, den Sophiensaelen und dem HAU vertreten. Für ihr Stück Fische erhielt sie den Else-Lasker-Schüler Stückepreis. Ihre Gaia Triologie wurde u.a. im Rahmen der Autor:innentheatertage Berlin uraufgeführt. Zudem schrieb sie das Stück Keine Ahnung, das Hörspiel Keine Ahnung und das Buch Keine Ahnung, das 2021 im Korbinian Verlag erschien. Zuletzt prämierte Und oder oder oder oder und und beziehungsweise und oder beziehungsweise oder und beziehungsweise einfach und am Residenztheater München und Leichter Gesang am Deutschen Theater Berlin, was unter anderem zum Heidelberger Stückemarkt und zum Dramatiker:innenfestival Graz eingeladen wurde.

Nele Stuhler war von Juni bis September 2026 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Open Studios

Datum 19. September 2026
Sparte Open Studio
© Mete Kaan Özdilek

Am 19. September 2026 öffnete die Kulturakademie Tarabya bereits zum zweiten Mal ihre Tore für die Open Studios. Die aktuellen Stipendiat:innen präsentierten Ausschnitte aus ihrem künstlerischen Schaffen sowie die während ihrer Residenz entwickelten Projekte. Von Performances und partizipativen Formaten über Videoarbeiten bis hin zu Klang- und Archivprojekten bot der Nachmittag Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Rechercheprozesse der Stipendiat:innen.

Achim Lengerer lud gemeinsam mit dem Journalisten Serkan Seymen zu einer partizipativen Listening Session ein, in der Interviews und Klangaufnahmen aus seiner akustischen Recherche zum Ford-Streik von 1973 in Köln zu hören waren. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl Solidaritäten zwischen als auch Ausschlüsse von migrantischen und nicht-migrantischen Arbeiter:innen in Westdeutschland und die Nachwirkungen dieser Ereignisse über nachfolgende Generationen hinweg.

Die Koproduktionsstipendiatinnen Gözde Gazioğlu und Füsun Türetken präsentierten mit A House in Kalamış die Geschichte einer dreistöckigen Villa im gleichnamigen Istanbuler Stadtteil , die sich zu einem vielschichtigen Bild der Stadtgeschichte zwischen Osmanischem Reich und Türkischer Republik entfaltet. Namen, Fotografien, Dokumente und Erinnerungen verbinden dabei persönliche und kollektive Geschichte.

Nele Stuhler stellte im Teehaus ihre Arbeit und Recherche vor, die sich spielerisch mit Sprache, Sitzen, Settlement und verschiedenen Formen des Sich-Einfindens auseinandersetzt. Ihre performative Präsentation wurde musikalisch von der Atelier-Galata-Stipendiatin Ruth Kemna begleitet.

Ozan Zakariya Keskinkılıç gab Einblicke in seine poetische Auseinandersetzung mit Schlangen und ihren mythologischen Erzählungen in Istanbul. Ausgehend von der Schlangensäule am Sultanahmet-Platz und den Darstellungen von Medusa bis hin zur Figur der Şahmaran verbindet seine Recherche verschiedene Orte und Geschichten der Stadt. Musikalisch begleitet von Gökçe Uygun, las er Lyrik aus seinem im Oktober erscheinenden Gedichtband binde mich odysseus gleich an die ubahnstange.

Pelin Tan und Özge Çelikaslan präsentierten eine erste Auswahl aus ihrem Forschungsprojekt Video Topographies: Archiving Ecological and Spatial Injustices. Die während ihrer Residenz entstandenen Videoaufnahmen dokumentieren ökologische Zerstörung, räumliche Transformation, Verdrängung und Alltagsleben entlang des Tigris. Abgerundet wurde ihre Präsentation mit einem Panel zu den Themen Katastrophe, Bild, Raum und Zeugenschaft mit Sema Aslan und Servet Kaplan.

Sven Johne zeigte Ausschnitte aus seinem neuen Video Alina, das er während seines Aufenthalts in Tarabya finalisierte. Das Video wird im Oktober in Frankfurt am Main seine Premiere feiern.

Einen gelungenen Abschluss der Veranstaltung bot Volkan T error mit einer Live-Präsentation eines Ausschnitts aus The Reconstruction Tapes, einer audiovisuellen Serie über die Geschichte und Gegenwart des Istanbuler Stadtteils Aksaray und die eigene Familiengeschichte. Inspiriert von Mixtapes der 1990er-Jahre verbindet die Arbeit Interviews und Field Recordings mit Beats, Loops, Poesie und elektroakustischen Elementen.

Die Open Studios machten damit nicht nur die Vielfalt der künstlerischen Praktiken der aktuellen Stipendiat:innen sichtbar, sondern auch die unterschiedlichen Wege, auf denen ihre Recherchen während des Aufenthalts mit Orten, Geschichten und gesellschaftlichen Fragen in der Türkei in Verbindung treten.

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Tümay Kılınçel

Jahr 2024
Sparte Darstellende Kunst

Tümay Kılınçel erforscht in ihrer künstlerischen Praxis Ängste und Stereotype im Zusammenhang mit Körper und Bewegungen, die von gesellschaftlichen Machtstrukturen beeinflusst sind. Ihr Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem deutschen Tanzkanon. Seit 2010 beschäftigt sie sich intensiv mit dem sogenannten „Bauchtanz“ als Mittel zur Dekolonisierung des Tanzes. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit feministischen Fragestellungen, insbesondere in Bezug auf sozial verankerte traditionelle Rollenbilder. Kılınçel untersucht dabei die Bedeutung von Haar als Material und Ausdruck von Körperlichkeit, das zwischen Wert und Verstörung oszilliert. Unter dem Label should-I-know arbeitet sie als interdisziplinäres Duo mit einem Fokus auf Tanz und Medien. Sie war Stipendiatin bei verschiedenen renommierten Programmen wie danceWEB Stipendiatin bei ImPuls Tanz, Studien-Stipendiatin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und wurde 2023 mit dem Förderpreis der Stadt Düsseldorf für Darstellende Künste ausgezeichnet. Ihre Arbeit we 2 raqs wurde 2024 zur Tanzplattform Deutschland eingeladen. Im Mai 2024 feierte ihre neue Produktion Melodrama Suits Her – A Revenge Evening in Berlin Premiere.

Tümay Kılınçel war von Juni bis September 2024 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2024
Sparte Darstellende Kunst
© Cornelius Schape

Tümay Kılınçel erforscht in ihrer künstlerischen Praxis Ängste und Stereotype im Zusammenhang mit Körper und Bewegungen, die von gesellschaftlichen Machtstrukturen beeinflusst sind. Ihr Schwerpunkt liegt auf der kritischen Auseinandersetzung mit dem deutschen Tanzkanon. Seit 2010 beschäftigt sie sich intensiv mit dem sogenannten „Bauchtanz“ als Mittel zur Dekolonisierung des Tanzes. Ein wesentlicher Bestandteil ihrer Arbeit ist die Auseinandersetzung mit feministischen Fragestellungen, insbesondere in Bezug auf sozial verankerte traditionelle Rollenbilder. Kılınçel untersucht dabei die Bedeutung von Haar als Material und Ausdruck von Körperlichkeit, das zwischen Wert und Verstörung oszilliert. Unter dem Label should-I-know arbeitet sie als interdisziplinäres Duo mit einem Fokus auf Tanz und Medien. Sie war Stipendiatin bei verschiedenen renommierten Programmen wie danceWEB Stipendiatin bei ImPuls Tanz, Studien-Stipendiatin bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und wurde 2023 mit dem Förderpreis der Stadt Düsseldorf für Darstellende Künste ausgezeichnet. Ihre Arbeit we 2 raqs wurde 2024 zur Tanzplattform Deutschland eingeladen. Im Mai 2024 feierte ihre neue Produktion Melodrama Suits Her – A Revenge Evening in Berlin Premiere.

Tümay Kılınçel war von Juni bis September 2024 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Idil Baydar

Jahr 2024
Sparte Darstellende Kunst

Idil Baydar ist eine multidimensionale und preisgekrönte Künstlerin, die mit sozial- und gesellschaftskritischer Kunst intersektional-antirassistische Diskurse anstößt und mit Jugendeinrichtungen, Universitäten, Theatern, Medien, Autor:innen, Museen und anderen Institutionen zusammenarbeitet. Im Dezember 2011 veröffentlichte Idil Baydar auf YouTube ihre ersten Videos im Genre Sozialkritik mit Hilfe ihrer Kunstfiguren Jilet Ayse und Gerda Grischke. Nachdem sie die Millionenklickgrenze durchbrochen hatte, entwickelte sie 2014 ihr erstes abendfüllendes Comedy-Programm. Seitdem tritt sie in verschiedensten Kabarett- und Comedy-Sendungen im Fernsehen auf und spielt in ihrer Rolle als Jilet Ayse in diversen Internetformaten. Seit 2021 ist Idil Baydar Beiratsmitglied von „Kein Schlussstrich!“, einem bundesweiten Theaterprojekt zum NSU-Komplex. Letzte Produktion war Ghettolektuell. Idil Baydar lebt in Berlin.

Idil Baydar war von Juni bis September 2024 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2024
Sparte Darstellende Kunst
© Mike Wolff

Idil Baydar ist eine multidimensionale und preisgekrönte Künstlerin, die mit sozial- und gesellschaftskritischer Kunst intersektional-antirassistische Diskurse anstößt und mit Jugendeinrichtungen, Universitäten, Theatern, Medien, Autor:innen, Museen und anderen Institutionen zusammenarbeitet. Im Dezember 2011 veröffentlichte Idil Baydar auf YouTube ihre ersten Videos im Genre Sozialkritik mit Hilfe ihrer Kunstfiguren Jilet Ayse und Gerda Grischke. Nachdem sie die Millionenklickgrenze durchbrochen hatte, entwickelte sie 2014 ihr erstes abendfüllendes Comedy-Programm. Seitdem tritt sie in verschiedensten Kabarett- und Comedy-Sendungen im Fernsehen auf und spielt in ihrer Rolle als Jilet Ayse in diversen Internetformaten. Seit 2021 ist Idil Baydar Beiratsmitglied von „Kein Schlussstrich!“, einem bundesweiten Theaterprojekt zum NSU-Komplex. Letzte Produktion war Ghettolektuell. Idil Baydar lebt in Berlin.

Idil Baydar war von Juni bis September 2024 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

caner teker

Jahr 2025
Sparte Darstellende Kunst

caner teker ist ein überlebende:r, choreograf:in und künstler:in. caners performances umfassen das parasitäre, transformative und autobiografische erschaffen von welten. durch die manipulation von raum, zeit und körper werden bilder geschaffen, die persönliche erfahrungen jenseits von queerness und postmigrantischer identität umfassen. caner absolvierte die Kunstakademie Düsseldorf und anschließend die SNDO – School for New Dance Development, Amsterdam. tekers performances wurden bisher in der Gessnerallee Zürich, der Julia Stoschek Collection, Berlin, im tanzhaus nrw, Düsseldorf und HAU – Hebbel am Ufer, Berlin gezeigt. Im Jahr 2022 war teker stipendiat:in von danceWEB und trat in der Neuen Nationalgalerie Berlin, im Maxim Gorki Theater, im Tanzquartier Wien und bei Radikal Jung im Münchner Volkstheater auf. Die Arbeit „KIRKPINAR“ wurde für die Sammlung des Museums Ostwall, Dortmund, Deutschland, erworben und mit dem ars viva Preis 2024 ausgezeichnet.

caner teker war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2025
Sparte Darstellende Kunst
© Spyros Rennt

caner teker ist ein überlebende:r, choreograf:in und künstler:in. caners performances umfassen das parasitäre, transformative und autobiografische erschaffen von welten. durch die manipulation von raum, zeit und körper werden bilder geschaffen, die persönliche erfahrungen jenseits von queerness und postmigrantischer identität umfassen. caner absolvierte die Kunstakademie Düsseldorf und anschließend die SNDO – School for New Dance Development, Amsterdam. tekers performances wurden bisher in der Gessnerallee Zürich, der Julia Stoschek Collection, Berlin, im tanzhaus nrw, Düsseldorf und HAU – Hebbel am Ufer, Berlin gezeigt. Im Jahr 2022 war teker stipendiat:in von danceWEB und trat in der Neuen Nationalgalerie Berlin, im Maxim Gorki Theater, im Tanzquartier Wien und bei Radikal Jung im Münchner Volkstheater auf. Die Arbeit „KIRKPINAR“ wurde für die Sammlung des Museums Ostwall, Dortmund, Deutschland, erworben und mit dem ars viva Preis 2024 ausgezeichnet.

caner teker war von Februar bis Mai 2025 Stipendiat:in der Kulturakademie Tarabya.

Ayşe Polat

Jahr 2014
Sparte Darstellende Kunst

Ayşe Polat ist Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Nach zahlreichen preisgekrönten Kurzfilmen drehte sie 1999 ihren ersten Spielfilm Auslandstournee. Der Film wurde unter anderem im Wettbewerb des Internationalen Film Festivals Tokyo und beim Karlovy Vary International Film Festival gezeigt. 2003 folgte En Garde, der auf dem Internationalen Film Festival Locarno 2004 den Silbernen Leoparden in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Schauspielerin“ erhielt und 2005 den Deutschen Kritikerpreis für den besten Kinofilm. 2009 drehte sie die Komödie Luks Glück, 2013 Die Erbin und 2016 im Rahmen des Stipendiums in Tarabya den Dokumentarfilm Die Anderen (2016/17) der u. a. den Ver.di Preis für Solidarität, Humanität und Fairness erhielt. Zuletzt führte sie Regie bei der „Tatort Dortmund“-Folge Masken (2020), derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Kinofilm Im toten Winkel (Buch, Regie und Co-Produzentin). 2017/18 war sie Artist-in-Residence an der FU Berlin / Filmwissenschaft im Rahmen von „Cinepoetics – Poetologien audiovisueller Bilder“.

Ayşe Polat war von Dezember 2013 bis Februar 2014, von August bis November 2014 und von Juli bis August 2015 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2014
Sparte Darstellende Kunst

Ayşe Polat ist Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Nach zahlreichen preisgekrönten Kurzfilmen drehte sie 1999 ihren ersten Spielfilm Auslandstournee. Der Film wurde unter anderem im Wettbewerb des Internationalen Film Festivals Tokyo und beim Karlovy Vary International Film Festival gezeigt. 2003 folgte En Garde, der auf dem Internationalen Film Festival Locarno 2004 den Silbernen Leoparden in den Kategorien „Bester Film“ und „Beste Schauspielerin“ erhielt und 2005 den Deutschen Kritikerpreis für den besten Kinofilm. 2009 drehte sie die Komödie Luks Glück, 2013 Die Erbin und 2016 im Rahmen des Stipendiums in Tarabya den Dokumentarfilm Die Anderen (2016/17) der u. a. den Ver.di Preis für Solidarität, Humanität und Fairness erhielt. Zuletzt führte sie Regie bei der „Tatort Dortmund“-Folge Masken (2020), derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Kinofilm Im toten Winkel (Buch, Regie und Co-Produzentin). 2017/18 war sie Artist-in-Residence an der FU Berlin / Filmwissenschaft im Rahmen von „Cinepoetics – Poetologien audiovisueller Bilder“.

Ayşe Polat war von Dezember 2013 bis Februar 2014, von August bis November 2014 und von Juli bis August 2015 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Hans-Werner Kroesinger

Jahr 2014
Sparte Darstellende Kunst

Hans-Werner Kroesinger, Regisseur und Autor, geboren in Bonn, studierte in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft, arbeitete als Regieassistent und Dramaturg für Robert Wilson und war künstlerischer Mitarbeiter von Heiner Müller bei dessen Hamlet/Maschine in Ost-Berlin 1989/90. Nach dem Fall der Mauer macht er eine Pause vom Theater und kann glücklicherweise 1991/92 durch ein Stipendium der Akademie Schloß Solitude noch einmal darüber nachdenken, was es mit der Theaterkunst so auf sich hat, denkt weiter mit einem Stipendium des LCB Berlin 1993 und beginnt 1994 Dokumentartheater zu machen, indem er Dokumente einer theatralen Situation aussetzt.

Er nutzt die Mittel des Theaters als Analyseinstrument, nimmt 1997 an der documenta X teil, erhält 2006 den Brüder Grimm-Preis des Landes Berlin für sein Stück Kindertransporte und nimmt an den Festivals Politik im Freien Theater und Impulse teil. 2012 erhält er eine Gastprofessur im Studiengang Szenische Forschung der Ruhr Universität Bochum und unterrichtet im In- und Ausland. Er produzierte eigene Stücke an Stadt- und Staatstheatern sowie in der freien Szene und hat sich vorgenommen, das Dokumentartheater noch so lange zu betreiben, wie er in der Auseinandersetzung mit den Stoffen etwas lernen kann.

Hans-Werner Kroesinger war im April und August 2013 sowie erneut von März bis April 2014 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2014
Sparte Darstellende Kunst
s

Hans-Werner Kroesinger, Regisseur und Autor, geboren in Bonn, studierte in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft, arbeitete als Regieassistent und Dramaturg für Robert Wilson und war künstlerischer Mitarbeiter von Heiner Müller bei dessen Hamlet/Maschine in Ost-Berlin 1989/90. Nach dem Fall der Mauer macht er eine Pause vom Theater und kann glücklicherweise 1991/92 durch ein Stipendium der Akademie Schloß Solitude noch einmal darüber nachdenken, was es mit der Theaterkunst so auf sich hat, denkt weiter mit einem Stipendium des LCB Berlin 1993 und beginnt 1994 Dokumentartheater zu machen, indem er Dokumente einer theatralen Situation aussetzt.

Er nutzt die Mittel des Theaters als Analyseinstrument, nimmt 1997 an der documenta X teil, erhält 2006 den Brüder Grimm-Preis des Landes Berlin für sein Stück Kindertransporte und nimmt an den Festivals Politik im Freien Theater und Impulse teil. 2012 erhält er eine Gastprofessur im Studiengang Szenische Forschung der Ruhr Universität Bochum und unterrichtet im In- und Ausland. Er produzierte eigene Stücke an Stadt- und Staatstheatern sowie in der freien Szene und hat sich vorgenommen, das Dokumentartheater noch so lange zu betreiben, wie er in der Auseinandersetzung mit den Stoffen etwas lernen kann.

Hans-Werner Kroesinger war im April und August 2013 sowie erneut von März bis April 2014 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Hakan Savaş Mican

Jahr 2016
Sparte Darstellende Kunst

Hakan Savaş Mican, 1978 in Berlin geboren und in der Türkei aufgewachsen, zog 1997 zurück nach Berlin und machte dort 2004 sein Diplom in Architektur. Danach studierte er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Bereits während des Studiums drehte er Spiel- und Dokumentarfilme für ARTE und den RBB. Als Filmemacher hat Hakan Savaş Mican in gemeinsamen Projekten mit dem Kameramann Michael Ballhaus und dem Regisseur Andreas Dresen zusammengearbeitet. Zwei Fernsehprojekte, bei denen Mican als Regisseur mitgewirkt hat (24h Berlin und 20 x Brandenburg) haben u. a. den Adolf-Grimme-Preis erhalten.

Seit 2008 arbeitet er auch am Theater und inszenierte am Ballhaus Naunynstraße, Staatstheater Mainz und Maxim Gorki Theater Berlin. Er schrieb zahlreiche Stücke wie Der Besuch, Die Schwäne vom Schlachthof, Schnee und Die Saison der Krabben, für das er 2013 bei den Hamburger Privattheatertagen den Preis für das beste zeitgenössische Drama erhielt. Micans erste Inszenierung am Maxim Gorki Theater, Schwimmen Lernen – ein Lovesong von Hausautorin Sasha Marianna Salzmann, wurde 2014 zum Theaterfestival Radikal jung und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

Hakan Savaş Mican war von Januar bis Ende Mai 2013 und im Mai 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2016
Sparte Darstellende Kunst
s

Hakan Savaş Mican, 1978 in Berlin geboren und in der Türkei aufgewachsen, zog 1997 zurück nach Berlin und machte dort 2004 sein Diplom in Architektur. Danach studierte er Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Bereits während des Studiums drehte er Spiel- und Dokumentarfilme für ARTE und den RBB. Als Filmemacher hat Hakan Savaş Mican in gemeinsamen Projekten mit dem Kameramann Michael Ballhaus und dem Regisseur Andreas Dresen zusammengearbeitet. Zwei Fernsehprojekte, bei denen Mican als Regisseur mitgewirkt hat (24h Berlin und 20 x Brandenburg) haben u. a. den Adolf-Grimme-Preis erhalten.

Seit 2008 arbeitet er auch am Theater und inszenierte am Ballhaus Naunynstraße, Staatstheater Mainz und Maxim Gorki Theater Berlin. Er schrieb zahlreiche Stücke wie Der Besuch, Die Schwäne vom Schlachthof, Schnee und Die Saison der Krabben, für das er 2013 bei den Hamburger Privattheatertagen den Preis für das beste zeitgenössische Drama erhielt. Micans erste Inszenierung am Maxim Gorki Theater, Schwimmen Lernen – ein Lovesong von Hausautorin Sasha Marianna Salzmann, wurde 2014 zum Theaterfestival Radikal jung und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

Hakan Savaş Mican war von Januar bis Ende Mai 2013 und im Mai 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Nurkan Erpulat

Jahr 2016
Sparte Darstellende Kunst

Nurkan Erpulat (*1974, Ankara) studierte Schauspiel in Izmir und Regie an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Zu seinen frühen Projekten gehört Jenseits – Bist Du schwul oder bist Du Türke? (2008) am Berliner HAU Hebbel am Ufer. Weitere Regiearbeiten waren unter anderem eine Stückbearbeitung von Kafkas Das Schloss (2011) am Deutschen Theater Berlin und Maxim Gorkis Kinder der Sonne (2012) am Volkstheater Wien. Das gemeinsam mit Jens Hillje entwickelte Stück Verrücktes Blut inszenierte er 2011 am Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Es wurde im selben Jahr zum Berliner Theatertreffen und den Mülheimer Theatertagen eingeladen und von Theater heute zum Stück des Jahres 2011 gewählt.

Im selben Jahr zeichnete Theater heute Erpulat als Nachwuchsregisseur des Jahres aus. Von 2011 bis 2013 war Nurkan Erpulat als Hausregisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig. Derzeit ist er Hausregisseur am Maxim Gorki Theater und inszenierte unter anderem 2014 Entertaining Mr. Sloane von Joe Orton, 2015 Die juristische Unschärfe einer Ehe von Olga Grjasnowa und 2016 Love it or leave it!.

Nurkan Erpulat war von Dezember 2012 bis Januar 2013 und von Oktober 2015 bis Juni 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2016
Sparte Darstellende Kunst
Foto: Esra Rotthoff
Foto: Esra Rotthoff

Nurkan Erpulat (*1974, Ankara) studierte Schauspiel in Izmir und Regie an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Zu seinen frühen Projekten gehört Jenseits – Bist Du schwul oder bist Du Türke? (2008) am Berliner HAU Hebbel am Ufer. Weitere Regiearbeiten waren unter anderem eine Stückbearbeitung von Kafkas Das Schloss (2011) am Deutschen Theater Berlin und Maxim Gorkis Kinder der Sonne (2012) am Volkstheater Wien. Das gemeinsam mit Jens Hillje entwickelte Stück Verrücktes Blut inszenierte er 2011 am Ballhaus Naunynstraße in Berlin. Es wurde im selben Jahr zum Berliner Theatertreffen und den Mülheimer Theatertagen eingeladen und von Theater heute zum Stück des Jahres 2011 gewählt.

Im selben Jahr zeichnete Theater heute Erpulat als Nachwuchsregisseur des Jahres aus. Von 2011 bis 2013 war Nurkan Erpulat als Hausregisseur am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig. Derzeit ist er Hausregisseur am Maxim Gorki Theater und inszenierte unter anderem 2014 Entertaining Mr. Sloane von Joe Orton, 2015 Die juristische Unschärfe einer Ehe von Olga Grjasnowa und 2016 Love it or leave it!.

Nurkan Erpulat war von Dezember 2012 bis Januar 2013 und von Oktober 2015 bis Juni 2016 Stipendiat der Kulturakademie Tarabya.

Judith Rosmair

Jahr 2018
Sparte Darstellende Kunst

Judtih Rosmair studierte Tanz in NYC und Schauspiel an der Hochschule für Theater und Musik Hamburg. Es folgten Engagements am Schauspielhaus Bochum, am Thalia Theater Hamburg und an der Schaubühne Berlin, Rosmair war außerdem Protagonistin in Arbeiten von zahlreichen namhaften Regisseur/-innen, wie Wilfried Minks, Angela Richter, Helene Hegemann, Falk Richter, Dimiter Gotscheff, Nicolas Stemann, Gesine Dankwart, Thomas Ostermeier, Joride Dröse, Martin Kušej, Jürgen Kruse, Frank Castorf, Jürgen Gosch, Werner Schroeter, u.v.a. Sie arbeitet in den Bereichen Film, TV, Hörspiel und Oper und entwickelt eigene Performances, wie ihr bei Presse und Publikum gefeiertes Theaterstück CURTAIN CALL! mit dem Posaunisten Uwe Dierksen vom Ensemble Modern. Seit 2017 spielt sie in TOUS DES OISEAUX von Wajdi Mouawad am Theatre Colline, Paris und auf internationalen Festivals. Ihre aktuelle Produktion ist Rezas Gott des Gemetzels, Josefstadt, Wien. 2007 erhielt sie die Auszeichnung als „Schauspielerin des Jahres“ für ihre Darstellung der Dorine in Mitko Gotscheffs Tartuffe und ihre Gudrun Ensslin in Nicolas Stemanns Ulrike Maria Stuart.

Judith Rosmair war von Juni bis August 2018 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.

Jahr 2018
Sparte Darstellende Kunst

Judtih Rosmair studierte Tanz in NYC und Schauspiel an der Hochschule für Theater und Musik Hamburg. Es folgten Engagements am Schauspielhaus Bochum, am Thalia Theater Hamburg und an der Schaubühne Berlin, Rosmair war außerdem Protagonistin in Arbeiten von zahlreichen namhaften Regisseur/-innen, wie Wilfried Minks, Angela Richter, Helene Hegemann, Falk Richter, Dimiter Gotscheff, Nicolas Stemann, Gesine Dankwart, Thomas Ostermeier, Joride Dröse, Martin Kušej, Jürgen Kruse, Frank Castorf, Jürgen Gosch, Werner Schroeter, u.v.a. Sie arbeitet in den Bereichen Film, TV, Hörspiel und Oper und entwickelt eigene Performances, wie ihr bei Presse und Publikum gefeiertes Theaterstück CURTAIN CALL! mit dem Posaunisten Uwe Dierksen vom Ensemble Modern. Seit 2017 spielt sie in TOUS DES OISEAUX von Wajdi Mouawad am Theatre Colline, Paris und auf internationalen Festivals. Ihre aktuelle Produktion ist Rezas Gott des Gemetzels, Josefstadt, Wien. 2007 erhielt sie die Auszeichnung als „Schauspielerin des Jahres“ für ihre Darstellung der Dorine in Mitko Gotscheffs Tartuffe und ihre Gudrun Ensslin in Nicolas Stemanns Ulrike Maria Stuart.

Judith Rosmair war von Juni bis August 2018 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.