Foto: Mustafa Demir

Martina Priessner

Martina Priessner, geboren 1969, lebt und arbeitet als Filmemacherin und Autorin in Berlin. Seit Langem beschäftigt sie sich mit der Türkei sowie ästhetischen und politischen Fragen der deutsch-türkischen Beziehungen. Ihr dokumentarisches Kinodebüt Wir sitzen im Süden (ZDF/Das kleine Fernsehspiel) wurde 2010 im Wettbewerb von DOK Leipzig uraufgeführt und war 2011 für den Grimme-Preis nominiert. 2013 drehte sie den Found-Footage-Film Everyday I’m Capuling über die Gezi-Park-Proteste in Istanbul, wo sie von 2012 bis 2017 lebte. Von 2015 bis 2016 war sie IPC-Mercator-Stipendiatin und realisierte in dieser Zeit den Film 650 Words, der sich mit Migration und Sprache beschäftigt. Die Wächterin, ihr jüngster Dokumentarfilm, gefördert durch den Alumni-Fonds der Kulturakademie Tarabya, erzählt die Geschichte einer syrisch-orthodoxen Nonne in Tur Abdin. Er feierte 2020 seine Premiere im Wettbewerb bei DOK Leipzig und wurde mit dem Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts ausgezeichnet. Sie erhielt Stipendien u. a. des Nipkow Programms, der DEFA und der Mercator-Stiftung.

Martina Priessner war von September 2012 bis März 2013 und im April 2018 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya.